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	<title>Worldclass Demountaining &#187; Martin</title>
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		<title>Kascaden Vulkane 2009 – Eine kleine Vorschau</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 17:46:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kaskaden Vulkane 2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Bereits morgen sitze ich wieder im Flieger auf dem Weg in die USA. Wie schon vor zwei Jahren, ist San Francisco das erste Ziel meiner Reise. Danach geht es direkt &#8211; repektive mit einem hoffentlich landschaftlich tollen Umweg -  Richtung Mount Shasta (4&#8242;317 m), mit welchem ich noch immer eine Rechnung offen habe. Geplant habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits morgen sitze ich wieder im Flieger auf dem Weg in die USA. Wie schon vor zwei Jahren, ist San Francisco das erste Ziel meiner Reise. Danach geht es direkt &#8211; repektive mit einem hoffentlich landschaftlich tollen Umweg -  Richtung <a title="Mount Shasta" href="http://www.summitpost.org/mountain/rock/150188/mount-shasta.html" target="_blank">Mount Shasta</a> (4&#8242;317 m), mit welchem ich noch immer eine Rechnung offen habe. Geplant habe ich, im Hidden Valley zu zelten, und dann &#252;ber die <a title="West Face Gully Route" href="http://www.summitpost.org/route/158282/west-face-gully.html" target="_blank">West Face Gully Route</a> auf den Gipfel zu kommen.</p>
<p>Weil wir gerade bei offenen Rechungen sind: Das n&#228;chste Ziel meiner Reise ist Mount Rainier, wo ich drei Amerikaner treffen sollte, die ich noch nie gesehen habe, um mit Ihnen eine Seilschaft f&#252;r die Bezwingung des <a title="Mount Rainier" href="http://www.summitpost.org/mountain/rock/150291/mount-rainier.html" target="_blank">Mount Rainier</a> (4&#8242;392 m) zu bilden. Wir werden den Berg dabei &#252;ber die Normalroute &#8220;<a title="Disappointment Cleaver" href="http://www.summitpost.org/route/155670/disappointment-cleaver.html" target="_blank">Dissapointment Cleaver</a>&#8221; angehen.</p>
<p>Die Reise endet in Seattle, von wo ich wieder zur&#252;ck nach Hause fliegen werde. Sollte das Wetter mitspielen (danach sieht es derzeit aus), werde ich zwischen Shasta und Rainier auch mein Gl&#252;ck an der <a title="South Sister" href="http://www.summitpost.org/mountain/rock/150455/south-sister.html" target="_blank">South Sister</a> probieren. Man darf auf jeden Fall gespannnt sein. Ich pers&#246;nlich bin schon zufrieden, wenn ich ich einen der beiden Vulkanriesen besteigen kann.</p>
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		<title>Tag 15 &#8211; Alles hat ein Ende (nur die Wurst hat zwei)</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Sep 2007 21:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abreise]]></category>
		<category><![CDATA[Las Vegas]]></category>
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		<category><![CDATA[Westen 2007]]></category>
		<category><![CDATA[Alamo]]></category>
		<category><![CDATA[Sentinel II]]></category>
		<category><![CDATA[US Airways]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich heute Morgen schon um 7.00 Uhr im Flieger Richtung Heimat sitze, klingelt mein Wecker heute bereits um 4.15 Uhr. Nach dem Fiasko der Anreise m&#246;chte ich heute zeitig am Flughafen sein. Man weiss ja nie, was sich US Airways heute einfallen l&#228;sst, um die Reise spannend zu gestalten. Das morgentliche Procedere ist schnell erledigt und bereits eine halbe Stunde sp&#228;ter bin ich unterwegs Richtung McCarran Rent-A-Car Center. Die R&#252;ckgabe des Mietwagens verl&#228;uft wie immer vollkommen problemlos und schnell. Den Cooler mit allen noch unge&#246;ffneten Dosen und Flaschen und das Fix-A-Flat lasse ich einfach im Wagen. Bevor ich den Trailblazer endg&#252;ltig zur&#252;cklasse, notiere ich mir noch ein paar Eckdaten des Bordcomputers. Auf meiner Reise bin ich demnach 2&#8242;285.7 Meilen gefahren, habe dabei 122.7 Gallonen Benzin verbraucht und jede Gallone hat mich 18.6 Meilen weit gebracht. Umgerechnet ergibt das eine gefahrene Distanz 3&#8242;677.70 Kilometern, eine verbrauchte Benzinmenge von 464.47 Litern und einen durchschnittlichen Verbrauch von 12.65 Liter auf 100 Kilometern.</p>
<p>Kurze Zeit sp&#228;ter sitze ich schon im Flughafen-Shuttle auf dem Weg zum US Airways Schalter. Da man direkt vor der Schalterhalle abgesetzt wird, sind es nur wenige Schritte. Nur wenige Personen stehen vor mir in der Schlange. Da ich noch mehr als genug Zeit zur Verf&#252;gung habe, bin ich ganz entspannt. Als ich an die Reihe komme, geht der bef&#252;rchtete Zauber aber schon los. Die Dame hinterm Schalter meint, dass mein erster Flug von United Airlines durchgef&#252;hrt werde, weswegen ich mich bei United Airlines einchecken m&#252;sse. Ich weise sie darauf hin, dass auf der aktuellsten Reisebest&#228;tigung beim fraglichen Flug „US Airways 7108 operated by US Airways“ st&#252;nde, ich die komplette Reise &#252;ber US Airways gebucht h&#228;tte und die beiden weiteren Fl&#252;ge bis nach Z&#252;rich ohnehin von US Airways durchgef&#252;hrt werden w&#252;rden. Das l&#228;sst sie aber alles kalt. Ich m&#252;sse mich bei  United Airlines anstellen und dort einchecken. Next!</p>
<p>„Das kann ja was werden“, denke ich mir, als ich mich auf die Suche nach dem United Airlines Schalter mache. Gl&#252;cklicherweise ist der gesuchte Schalter nicht nur direkt daneben und somit nur wenige Schritte entfernt, sondern auch die Schlange davor angenehm kurz. Nach lediglich 10 Minuten stehe ich schon wieder am Check-In Schalter und wie zu erwarten, m&#246;chte mich die Tante wieder zum US Airways Schalter schicken! Nachdem ich ich sie aber dar&#252;ber aufgekl&#228;rt habe, dass ich von ebendort hierher geschickt worden sei und ich jetzt sicherlich nicht mehr hin&#252;ber ginge, geht es dann nach einem Blick in den Computer pl&#246;tzlich doch und vor allem kurz und schmerzlos. Mit 50 bzw. 49 Pfund liegen meine Koffer zudem gerade noch im erlaubten Bereich.</p>
<p>Wie &#252;blich werde ich als Liechtensteiner als Sicherheitsrisiko eingesch&#228;tzt und muss beim Sicherheitscheck durch die spezielle Kontrolle, f&#252;r die man nat&#252;rlich nur rein zuf&#228;llig ausgew&#228;hlt wird. Da ich noch immer mehr als genug Zeit habe, diese Kontrollen  f&#252;r mich ohnehin schon die Norm sind, bleibe ich gelassen. Dass der Typ vor mir aber durch die spezielle Kontrolle muss, ist f&#252;r mich aber vollkommen einleuchtend. Er hat nicht nur eine Piraten-Augenklappe und einen Ring nicht am, sondern im Ohr, nein er ist ausserdem auch &#252;berall mit kinderfreundlichen Motiven t&#228;towiert und noch immer sturzbesoffen. Als er mein Anchor Steam Brewery T-Shirt bemerkt, werde ich nat&#252;rlich sofort in ein Gespr&#228;ch &#252;ber verschiedene Biersorten der Vereinigten Staaten und deren geschmackliche Einordnung verwickelt.</p>
<p>Nach einigen Minuten bin ich endlich an der Reihe. Im Unterschied zum gew&#246;hnlichen Sicherheitscheck muss man sich hier erst in ein Ger&#228;t namens Sentinel II stellen. Dabei wird man von allen Seiten mit kurzen Luftst&#246;ssen beblasen. Dadurch sollen anscheinend Drogen- und/oder Bombenspuren abfallen, die dann am Boden angesaugt und analysiert werden. Zus&#228;tzlich wird nicht nur das Gep&#228;ck von einem Sicherheitsbeamten genau durchgesehen, sondern auch alle einschl&#228;gigen Produkte und Ger&#228;te sowie die Innenseite der Koffer jeweils mit einem eigenen Watte-Pl&#228;ttchen abgerieben und in einer Maschine auf Drogen- und/oder Bombenspuren analysiert. Auf meine Frage, ob sie denn schon einmal etwas gefunden habe meint die Sicherheitsbeamtin, dass dies immer wieder mal vorkomme. Man w&#252;rde gar nicht glauben, mit was f&#252;r Spuren manche Leute unterwegs seien.</p>
<p>Nachdem ich den Sicherheitscheck hinter mich gebracht habe, begebe ich mich zum Flugsteig. Auf dem Weg dorthin g&#246;nne ich mir noch einen sch&#246;nen heissen Kaffee und warte geduldig auf meinen Flug mach Denver. Von dort geht es weiter nach Philadelphia und abschliessend nach Z&#252;rich. Alle Fl&#252;ge sind p&#252;nktlich und in Denver und Philadelphia muss ich lediglich eine respektive eineinhalb Stunden warten. Da ich an beiden Flugh&#228;fen eine Steckdose finde, n&#252;tze ich die Zeit, um ein wenig an meinen Reiseberichten zu schreiben. Da ich zudem relativ m&#252;de bin, kann ich im Flieger nach Z&#252;rich sogar schlafen. Der Flug vergeht im wahrsten Sinne der Wortes wie im Flug.</p>
<p>In Z&#252;rich gelandet und fast schon bei der Gep&#228;ckausgabe angekommen, bin ich hocherfreut, dass wider Erwarten der R&#252;ckflug gut geklappt hat. Ich denke mir, dass sie jetzt eigentlich nur noch meine Koffer verschlampt haben k&#246;nnten. Man kann sich hier nat&#252;rlich vorstellen, was passiert: Nach langem Warten am Band stelle ich fest, dass keiner meiner beiden Koffer angekommen ist. Erst bin ich dadurch ein wenig genervt, aber als mir dann einf&#228;llt, dass ich dadurch keine Koffer mehr mit mir herumschleppen brauche, f&#252;lle ich schnell eine Suchmeldung aus und spaziere dann leichtf&#252;ssig Richtung Bahnhof.</p>
<p>Die Fahrt nach Hause per Bahn und Bus und ist vollkommen ereignislos, weswegen ich an dieser Stelle auf eine n&#228;here Schilderung verzichte. Nach einem Fr&#252;hst&#252;cks- bzw. Brunch-Zwischenstopp bei einem Freund treffe ich gegen Mittag endlich zu Hause ein. Na dann, wir sehen uns sicherlich wieder, Vereinigte Staaten <img src='http://www.jehle.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Gefahrene Meilen: 5.5</p>
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		<title>Tag 14 &#8211; Viva Las Vegas!</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Aug 2007 21:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Las Vegas]]></category>
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      &#160;
	  
        Route:
        &#160;Springdale, UT - Valley of Fire State Park - Las Vegas, NV
      
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<p>Um 6.00 klingelt mein Wecker. Wie von der Tarantel gestochen h&#252;pfe ich aus dem Bett. Rise and Shine, Baby! Heute geht es n&#228;mlich um Football-Tickets f&#252;r die Detroit Lions. Vor einigen Monaten habe ich n&#228;mlich festgestellt, dass ich schon lange kein Football-Spiel mehr live im Stadion gesehen habe. Nach einem kurzen Blick auf den Spielplan der Lions habe ich mit Freude festgestellt, dass die Lions im November gleich zwei Heimspiele innerhalb von 5 Tagen austragen. Das hat f&#252;r mich nach einer idealen Gelegenheit geklungen, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. N&#228;mlich meine beiden ehemaligen Gastfamilien aus meiner Zeit als Austauschsch&#252;ler wieder mal zu besuchen und die Lions gleich zwei Mal live im neuen Ford Field zu sehen. Das Ganze auf Kosten von gerade mal einer Woche Urlaub. Eigentlich sind das ja sogar vier Fliegen, weil w&#228;hrend dieser  Woche auch noch Thanksgiving stattfindet und Ohio State gegen Michigan im Big House (= Michigan Stadium in Ann Arbor mit 107’501 Pl&#228;tzen) spielt. F&#252;r letzteres sind zwar nur Karten auf dem Schwarzmarkt zu haben, die von $400 aufw&#228;rts kosten, aber alleine schon das Spiel live im Fernsehen zu sehen, d&#252;rfte ein Genuss sein. Also schnell mir mal wieder eine Rasur geg&#246;nnt, dann ab unter die Dusche und auf zum Sol Foods Market &amp; Deli. Da kann man nur hoffen, dass die die T&#252;re wirklich rechtzeitig f&#252;r mich &#246;ffnen. Vor dem Sol Foods Market &amp; Deli kann ich sehen, dass drinnen jemand gesch&#228;ftig Fr&#252;hst&#252;ck vorbereitet, nur leider hat sie kein Auge f&#252;r mich. Erst als ich wie wild herumh&#252;pfe und mit beiden Armen fuchtle (Hampelmann l&#228;sst gr&#252;ssen) nimmt sie mich wahr und &#246;ffnet mir die T&#252;re. Schnell den Laptop an die Steckdose anschliessen und aufstarten das Teil. Es ist 06.50 Uhr, also noch genug Zeit. WLAN weigert sich aber zu funktionieren, deswegen muss die Kiste neu gestartet werden w&#228;hrend sie sich nette Worte von mir anh&#246;ren darf. Beim zweiten Versuch klappt dann alles und ich bin online. Es ist inzwischen schon 06.59 Uhr, also schnell ins gestern erstelle Ticketmaster Konto eingeloggt (entsprechend einer Kochsendung: Ich hab da schon mal was vorbereitet) und den Link zu den Karten f&#252;r das Spiel Green Bay Packers @ Detroit Lions gew&#228;hlt. Die sind zum Gl&#252;ck noch nicht zu haben, ich bin also noch rechtzeitig. Ich dr&#252;cke immer wieder auf F5, um die Seite neu zu laden, aber da steht immer das Selbe: „Die Karten gehen am 30. August um 10.00 Uhr Eastern in den freien Verkauf“. Na toll, das h&#228;tte schon vor 10 Minuten sein sollen und es ist noch immer nichts zu sehen. Langsam werde ich wieder nerv&#246;s, dann komme ich auf die Idee mal im Internet zu suchen, wie sp&#228;t es denn jetzt an der Ostk&#252;ste ist. Das grosse, weise Internet verr&#228;t mir, dass es dort erst 09.10 Uhr ist. Da f&#228;llt es mir wie Schuppen von den Augen: Ich bin ja jetzt nicht mehr in der Pacific sondern in der Mountain Zeitzone! Toll, h&#228;tte ich eine Stunde l&#228;nger schlafen k&#246;nnen. Aber egal, wenn ich schon da bin lade ich doch gleich ein paar Fotos hoch und arbeite weiter an meinen Reiseberichten. Damit bin ich dann so besch&#228;ftigt, dass ich beinahe vergesse, mich um 8.00 Uhr wieder bei Ticketmaster einzuloggen, um mir die Karten zu sichern! Dennoch komme problemlos zu einer Karte f&#252;r das Spiel Green Bay Packers @ Detroit Lions und zu einer Karte f&#252;r das Spiel New York Giants @ Detroit Lions. Strahlend wie ein Honigkuchen-Pferd verlasse ich unmittelbar danach Sol Foods Market &amp; Deli und fahre zur&#252;ck zum Hotel. Bis 10.00 Uhr muss ich raus aus dem Zimmer sein. Als erstes stelle ich den Gasbrenner draussen auf die Veranda, um das restliche Gas zu verbrennen, dann k&#252;mmere ich mich um meine restlichen Sachen. Gl&#252;cklicherweise ist nicht mehr allzu viel zu erledigen, weil ich gestern schon damit begonnen habe, meine Koffer flugfertig zu packen. In Las Vegas werde ich dazu wohl keine Zeit haben. Als ob es geplant w&#228;re, ist fast exakt um 10.00 Uhr das Gas alle und der Brenner kann in den letzten verbleibenden Koffer gepackt werden. Die leere Gaskartusche lasse ich zusammen mit ein paar Dollar Trinkgeld und dem Schl&#252;ssel im Zimmer zur&#252;ck und fahre dann kurz nach 10.00 Uhr los Richtung Las Vegas, nat&#252;rlich mit dem obligatorischen Abstecher durchs Valley of Fire.</p>
<p>Nach einer ereignislosen Fahrt, die nur auf dem &#252;ber Arizona f&#252;hrenden Strassenabschnitt einigermassen interessant ist, erreiche ich nach etwa 2.15 Stunden Fahrt den Osteingang des Valley of Fire State Parks. Ich halte beim ersten Parkplatz an, um dort die Selbstregistrierung vorzunehmen. Als ich aus dem Auto aussteige trifft mich fast der Schlag. Es ist einfach nur heiss, heiss, heiss und nochmals heiss. Nicht dass ich das nicht gewusst h&#228;tte, immerhin habe ich w&#228;hrend der Fahrt das Aussenthermometer beobachten, wie es sch&#246;n langsam auf &#252;ber 100° Fahrenheit (= 38° Celsius) geklettert ist, aber die mir entgegenkommende Hitze verdirbt mir sofort die Lust, hier gr&#246;ssere Spr&#252;nge zu machen.</p>
<p>Da ich aber schon mal da bin, schaue ich mir ein paar Highlights an. Erstes Fotomotiv ist logischerweise der Elephant Rock, den nun wirklich jeder Besucher fotografiert und daher in jedem Reisebericht zu finden ist (meiner soll da keine Ausnahme sein).</p>

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	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/399__580x_20070831-11.jpg" alt="20070831-11.jpg" title="20070831-11.jpg" />
</a>

<p>Ebenfalls auf die Speicherkarte gebannt wird der Archrock, der wahrscheinlich das Fotomotiv Nummer 2 im Park sein d&#252;rfte.</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/valley-of-fire-state-park-2007/20070831-15.jpg" title="" rel="lightbox[singlepic403]" >
	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/403__580x_20070831-15.jpg" alt="20070831-15.jpg" title="20070831-15.jpg" />
</a>

<p>Daneben schiesse ich noch einige andere Fotos, mit denen ich die Leserschaft aber nicht weiter langweilen will. Bei k&#228;lteren Temperaturen lohnt es sich sicherlich, das weniger fotografierte Hinterland mal in Angriff zu nehmen. Das merke ich mir schon mal f&#252;r die bereits in meinem Kopf herumschwirrende Reise vor, bei der ich den Tonto-Trail im Grand Canyon erkunden m&#246;chte. Nach nur einer Stunde verlasse ich den Park schon wieder Richtung Westen. Interessant finde ich den Umstand, dass nichts auf diese bunte Farbenwelt des Valley of Fire hindeutet, und dass der aus Las Vegas kommende Besucher nicht erahnen kann, dass sich unmittelbar links hinter der gezeigten biederen H&#252;gelkette das farbenpr&#228;chtige Valley of Fire versteckt.</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/diversa-2007/20070831-20.jpg" title="" rel="lightbox[singlepic409]" >
	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/409__580x_20070831-20.jpg" alt="20070831-20.jpg" title="20070831-20.jpg" />
</a>

<p>Weiter geht es Richtung Las Vegas. Kurz nach dem Las Vegas Motor Speedway bahnt sich ein Stau an, weswegen ich sofort von der I-15 runter fahre und der parallel verlaufenen Strassen folge. Alles nicht sehr spektakul&#228;r, also beschliesse ich einen In-N-Out Burger zu finden, um dort etwas essen zu gehen. Ich meine, bei meinen Reisevorbereitungen mal einen im nordwestlichen Teil der Stadt gesehen zu haben. Zuvor halte ich noch schnell bei einem ATM, um mein Bargeld ein wenig aufzustocken, man kann ja nie wissen. Nachdem ich ein wenig in der Gegend herumgefahren bin und dabei festgestellt habe, dass Las Vegas abseits des Strips sehr unspektakul&#228;r aussieht, finde ich tats&#228;chlich einen In-N-Out Burger. Dort bestelle ich mit nat&#252;rlich wieder einen Double-Double Animal Style und w&#228;hrend ich in der N&#228;he des Tresens auf mein Essen warte, spazieren ein paar Cheerleader der in der N&#228;he gelegenen Palo Verde High School herein. Da sie direkt vor mir stehen bekomme ich nat&#252;rlich mit, was f&#252;r oberfl&#228;chliche Banalit&#228;ten besprochen werden und f&#252;hle mich gleich wieder in meine Zeit als Highschool Sch&#252;ler in Michigan zur&#252;ckversetzt. Herrlich! Anschliessend statte ich einem in der N&#228;he gelegenen Buchladen einen Besuch ab, langweilige mich aber recht schnell. Ich beschliesse, zu meinem Hotel zu fahren. Es ist zwar noch immer ordentlich vor der offiziellen Check-In Zeit, aber vielleicht ist meine Suite schon bereit. Ja, ihr habt richtig gelesen. Nach alle den g&#252;nstigen Unterk&#252;nften &#252;bernachte ich heute in einer Suite, die ironischerweise die g&#252;nstigste &#220;bernachtung auf der ganzen Reise sein wird. Aufgrund eines Fehlers im Buchungsystem habe ich statt $259 plus Taxen nur $34.47 inklusive aller Taxen zahlen m&#252;ssen. Ich bin gespannt, ob beim Check-In noch etwas nachbezahlt werden muss.</p>
<p>20 Minuten sp&#228;ter erreiche ich das Platinum Hotel &amp; Spa, nur einen Block &#246;stlich des Strips. Ich fahre einfach ins Parkhaus und stelle meinen Trailblazer in den ersten Stock, obwohl es hier nur Valet Parking zu geben scheint. Schnell ein paar Sachen mitgenommen und auf geht es zur Rezeption. Meine Suite ist schon fertig und beim Check-In stelle ich mich bl&#246;d, als die Dame nach meiner Kreditkarte fragt. Ich frage, ob die Karte nur f&#252;r Extra-Ausgaben wie Telefongespr&#228;che oder Minibar sei, da mein Zimmer ja schon komplett bezahlt sein sollte. Ich h&#228;tte noch nie &#252;ber diesen Anbieter gebucht und w&#252;sste nicht, ob das auch wirklich geklappt habe. Sie best&#228;tigt, dass das Zimmer bereits bezahlt ist und dr&#252;ckt mir zwei Schl&#252;sselkarten in die Hand. Mit dem Aufzug fahre ich ein paar Stockwerke nach oben und betrete meine Suite. Nicht schlecht f&#252;r $34.47 an einem Freitag Abend in Las Vegas.</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/diversa-2007/20070831-22.jpg" title="" rel="lightbox[singlepic411]" >
	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/411__580x_20070831-22.jpg" alt="20070831-22.jpg" title="20070831-22.jpg" />
</a>
<br />

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</a>

<p>Nachdem ich meinen ganzen Kram in die Suite geschleppt habe, verlasse ich das Hotel Richtung Strip. Auf dem Weg dorthin stoppe ich noch schnell beim Ellis Island Casino vorbei. Dort soll es nicht nur ein extrem g&#252;nstiges Steak-Special sondern auch eigens gebrautes Bier um nur einen Dollar geben. Wie es der Zufall so will, liegt das Casino in  unmittelbarer N&#228;he zu meinem Hotel.</p>

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<p>Nachdem ich noch keinen Hunger habe marschiere ich anschliessend direkt weiter zum Strip. Vom ehemaligen Flamingo Hilton schlendere ich auf der &#246;stlichen Seite des Strips hinauf bis zum Venetian, r&#252;ber zum Treasure Island und auf der westlichen Seite wieder hinunter bis zum Bellagio. Dabei stelle ich fest, dass mir die &#228;lteren und viel kleineren Casions deutlich besser gefallen als die riesigen Casino-Bunker, die sich gegenseitig mit Superlativen zu &#252;bertreffen versuchen. Vom Bellagio quere ich den Strip Richtung Planet Hollywood. Inzwischen habe ich genug gesehen und Hunger und Durst macht sich bemerkbar. Dennoch beschliesse ich, noch schnell einen Abstecher zum MGM einzulegen, um dort den genauen Ort des KÀ Theatres ausfindig zu machen. Ich bin n&#228;mlich im Besitz einer Karte f&#252;r die 21.30 Uhr Vorstellung von Cirque du Solei KÀ. Bei der Karte habe ich ebenfalls ein Schn&#228;ppchen gemacht, denn sie kostet lediglich $57.25 f&#252;r einen Platz, bei dem man normalerweise das doppelte bezahlen m&#252;sste. Nach einer ewig erscheinenden Herumhatscherei ist das Theater gefunden und ich mache mich zu Fuss &#252;ber die Koval Lane auf zum Ellis Island Casino.</p>
<p>Etwa 20 Minuten sp&#228;ter erreiche ich mein Ziel und stelle mit Bedauern fest, dass das Restaurant dort schon regelrecht belagert wird und man mit einer langen Wartezeit zu rechnen hat. Ich lasse mir also ein Nummer geben und setzte mich an eine Penny-Slotmachine. Nach etwa 10 Minuten habe ich meinen Einsatz bereits fast verachtfacht (aus $1.00 wurden $7.83). Statt meinen Gewinn mitzunehmen spiele ich weiter, verliere nat&#252;rlich wieder alles und nachdem ich noch zwei weitere Dollarnoten in den Automat gesteckt und verloren habe, beschliesse ich mein Geld stattdessen vern&#252;nftiger an der Bar anzulegen. F&#252;r einen l&#228;ppischen Dollar bekommt man hier n&#228;mlich 20 Unzen (= 591ml) eines von vier vor Ort frisch gebrauten Bieren serviert. Ich setzte mich an die Bar, bestelle mir ein Weizen und schau mir irgendein Football-Spiel zwischen zwei Wald-und-Wiesen-Colleges im TV an. Nach einiger Zeit bestelle ich mir noch ein Weizen, ruf der Kellnerin noch hinterher, dass ich dieses mal aber keine Zitronenscheibe in meinem Bier sehen m&#246;chte, und habe kurze Zeit sp&#228;ter ein Weizen mit gleich zwei Zitronenscheiben vor mir stehen. Ich sehe mir mehr oder weniger interessiert das Football-Spiel weiter an als sich pl&#246;tzlich die Dame neben mir zu mir r&#252;berlehnt und mit mir zu reden beginnt. Der Typ neben ihr habe sie st&#228;ndig angegraben, ich h&#228;tte das sicher mitbekommen. Jetzt sei er gerade abgelenkt und sie w&#252;rde die Chance nutzen, von ihm loszukommen. Sie sieht aus wie eine etwas &#228;ltere Version von Kim Cattrall, die in der Serie „Sex and the City“ die sexbesessene Samantha Jones verk&#246;rpert. Sie erz&#228;hlt mir, dass sie von der Ostk&#252;ste stamme, vor vielen Jahren der Liebe wegen nach Los Angeles gezogen sei und jetzt ein Dessous-Gesch&#228;ft in Las Vegas f&#252;hre. Es entwickelt sich ein recht interessantes Gespr&#228;ch &#252;ber Gott und die Welt und weil im Barbereich die aufgerufenen Nummern f&#252;r den Restaurant-Bereich nicht zu h&#246;ren sind, verpasse ich prompt meine Nummer. Gl&#252;cklicherweise bekomme ich aber dennoch sofort einen Tisch zugeteilt und bestelle nat&#252;rlich das 10 Unzen Sirloin Special mit Salat und Beilagen f&#252;r schlappe $4.95. Nat&#252;rlich kann man um den Preis die Qualit&#228;t nicht mit einem waschechten Steakhouse vergleichen, aber ich bin mit dem Gebotenen sehr zufrieden. Da man im Restaurant-Bereich nicht beim Spielen sein Geld verlieren kann, kostet das Bier dort etwas mehr, $1.50 um genau zu sein. Nachdem ich mir den Bauch vollgeschlagen habe probiere ich an der Bar noch ein Glas Amber-Ale und muss dann nach einem Blick auf die Uhr Hals &#252;ber Kopf aufbrechen. Es ist bereits 20.45 Uhr und um 21.15 Uhr muss ich im KÀ Theatre auf meinem Platz sitzen, da sonst meine Karte verf&#228;llt.</p>
<p>Schnellen Schrittes marschiere ich Richtung MGM. Gl&#252;cklicherweise habe ich zuvor die genaue Lage des KÀ Theatres ausgekundschaftet, sonst w&#252;rde ich sicherlich zu sp&#228;t kommen. Beim KÀ Theatre steht schon eine lange Schlange vor dem Einganz und zu allem &#220;bel muss ich noch notfallm&#228;ssig auf die Toilette. Punkt 21.10 verlasse ich das stille &#214;rtchen und laufe wieder Richtung KÀ Theatre. Da sich auf dem Gang zwischen den Slot-Machines ein lange Schlange gebildet hat, umgehe ich diese einfach rechterhand hinter den Slot-Machines und stehe keine Minute sp&#228;ter vor einem Herrn, der meine Karte Punkt 21.14 Uhr einscannt. Das war knapp! Anschliessend begebe mich auf meinen Platz und warte, bis die 90-min&#252;tige Show beginnt. Kurz nach 23.00 Uhr ist die tolle Show vorbei, das hat sich auf jeden Fall gelohnt, wenn auch „O“ besser sein soll.</p>
<p>Zu Fuss mache ich mich auf den Weg nach Hause, ist noch immer dr&#252;ckend heiss. Aus meinem Auto hole ich mir noch schnell ein paar Bier aus dem Cooler und mache es mir in meiner Suite auf der Couch gem&#252;tlich. Ich muss morgen zwar schon kurz nach 4.00 Uhr aufstehen, wenn man aber schon mal eine Suite zur Verf&#252;gung hat, sollte man diese doch wenigstens ein paar Minuten ausn&#252;tzen. Gegen 01.00 Uhr bin ich dann hundem&#252;de und schmeisse mich ins Bett. War wieder ein langer aber toller Tag.</p>
<p>Gefahrene Meilen: 216.4</p>
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		<title>Tag 13 &#8211; Der Exodus und n&#228;chtliche St&#246;renfriede</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Aug 2007 21:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Der 13. Tag beginnt mit einem Adrenalinstoss. Durch einen Schlag an die Zeltwand direkt neben meinem Kopf werde ich aus dem Schlaf gerissen. Instinktiv schlage ich zur&#252;ck und verharre dann wie in Totenstarre, um besser h&#246;ren zu k&#246;nnen, was um mich herum vorgeht. Ich h&#246;re irgendwelche Tiere ums Zelt schleichen. Wie viele es sind, kann ich aber nicht beurteilen. Da die Ger&#228;usche aber von entgegengesetzten Seiten kommen, m&#252;ssen es mindestens zwei sein. Unverz&#252;glich nehme ich meine Stirnlampe und mein Taschenmesser in die Hand und lausche weiter. Klingt irgendwie wie diese Morse-Code Klopfer, die man aus den alten Western kennt. Das kommt mir unheimlich vor. Nach ein paar Minuten h&#246;re ich auch das Rascheln meines M&#252;llsacks, den ich gestern Abend direkt neben dem Zelt &#252;ber den Stumpf eines abgebrochenen Astes geh&#228;ngt habe. Da ich wie schon beim Mount Shasta meine beiden Zeltt&#252;ren – abgesehen vom Moskitonetz – offen gelassen habe, leuchte ich mit der Stirnlampe linkerhand zu dem keinen Meter entfernt h&#228;ngenden M&#252;llsack und sehe gerade noch den buschigen Schwanz irgendeines Tieres, das sofort die Flucht ergreift. Ein Rascheln auf der anderen Seite l&#228;sst mich rechterhand zu meinem Rucksack leuchten. Dort schn&#252;ffelt gerade ein anderes dieser Viecher an meinem Rucksack herum. Dieses Mal kann ich aber besser sehen, wer da um mein Zelt schleicht. Sieht aus wie eine Katze mit einem grossen buschigen Schwanz. Wenn ich mitten in der Nacht von zwei Katzen besucht werden m&#246;chte, dann aber sicherlich nicht von solchen, die sich &#252;ber meinen M&#252;ll hermachen. Inzwischen hat sich das andere Viech schon wieder auf den Ast mit meinem M&#252;llsack getraut. Ein kurzes Leuchten und es ist schon wieder weg. Ein Blick auf die Uhr verr&#228;t mir, dass es 0.30 Uhr ist. Die Tiere werden mit der Zeit immer frecher weil sie merken, dass ich sie zwar anleuchte, aber nicht aus meinem Zelt heraus komme. Also muss ich nun auch laut zischen, rufen usw. Als sie sich dann auch dadurch nicht mehr beeindrucken, lassen steige ich aus dem Zelt, renne ihnen schreiend nach und schlage sie damit in die Flucht. W&#228;re ja gelacht, wenn ich mich von den kleinen Kerlen terrorisieren lasse. Vorsorglich platziere ich aber einen Stock neben dem Zelteingang, lege mich wieder hinein und schliesse das Moskitonetz. Mit dem Taschenmesser (nat&#252;rlich mit zugeklappter Klinge) und der Stirnlampe in der Hand lege ich mich wieder hin und lausche, ob sich noch etwas bewegt. Weil ich nichts mehr h&#246;re schlafe ich dann irgendwann wieder ein.</p>
<p>Gegen 5.30 Uhr erwache ich erneut ob des Raschelns des M&#252;llsacks. Mit der Lampe leuchte ich in Richtung des Raschelns und sehe eines der Viecher wie es versucht, den M&#252;llsack vom Stumpf des abgebrochenen Astes zu ziehen. Wieder schlage ich es in die Flucht. Das Tier ist offensichtlich „not amused“ und gibt mir das mit einem Schulterblick auch zu verstehen.</p>
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</p>
<p>In einem letzten Aufb&#228;umen, um vor dem Sonnenaufgang doch noch an meinen M&#252;ll zu kommen, l&#228;sst sich der Held nun von gar nichts mehr beeindrucken. Eine gute Gelegenheit f&#252;r mich, Fotos von dem Treiben zu schiessen, denn das glaubt mir sonst keiner.</p>
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</p>
<p>Da ich keine Lust habe, morgens dann den ganzen M&#252;ll quer verstreut &#252;ber den Zeltplatz zusammen zu suchen, bleibe ich wachsam und renne dem Viech noch ein paar Mal hinterher, um es in die Flucht zu schlagen.</p>
<p>Irgendwann, als ich es auch noch mit Sand beworfen habe, l&#228;sst es mich endlich in Ruhe und ward nicht mehr gesehen. Nat&#252;rlich h&#228;tte ich den M&#252;llsack auch mit ins Zelt nehmen k&#246;nnen, aber ich wollte nicht, dass zuletzt noch mein Zelt angeknabbert und besch&#228;digt wird. Da es sich inzwischen nicht mehr zu schlafen lohnt und ich ausserdem nicht weiss, ob ich doch noch einmal mit Besuch rechnen kann, lese ich stattdessen im Grundmann weiter und leuchte ab und zu zum M&#252;llsack oder zum Rucksack. Es bleibt aber ruhig, die St&#246;renfriede sind also endg&#252;ltig vertrieben.</p>
<p>Gegen 07.00 Uhr steige ich aus dem Zelt und mache mir Fr&#252;hst&#252;ck. Es ist gerade noch oder wieder so warm, dass ich mir ausser meiner kurzen Hose und dem Funktions-Shirt nichts weiter anzuziehen brauche. Meine restliche Kleidung ist n&#228;mlich noch immer wasserdicht verpackt und ich habe keine Lust, diese vor dem Abmarsch wieder neu verpacken zu m&#252;ssen. Da ich nach zwei Tee und zwei Bagels meinen Gasbrenner w&#228;hrend dieser Reise nicht nicht mehr ben&#246;tige, drehe ich ihn auf die h&#246;chste Stufe, um die Gaskartusche zu leeren. W&#228;hrenddessen baue ich das Zelt ab und packe gewissenhaft meinen Rucksack. Es ist inzwischen schon fast 08.00 Uhr und der Gasbrenner macht noch immer keinerlei Anstalten, endlich auszubrennen. H&#228;tte nicht gedacht, dass die Gaskartusche so lange h&#228;lt. Da ich keine Lust habe, noch l&#228;nger zu warten, packe ich das Teil wieder ein und mache mich um fast exakt 08.00 Uhr auf den Weg Richtung Temple of Sinawava.</p>
<p>Beim Zeltplatz #7 schlafen noch alle friedlich und als ich zu Zeltplatz #8 komme, sehe ich gerade Deb und Mike aufbrechen. Nat&#252;rlich zeige ich ihnen gleich die Fotos der n&#228;chtlichen Besucher und Deb meint, es handle sich um Ringschwanz-Katzen. Sie selber habe zwar noch nie eine gesehen. Gestern sei aber ein Hirsch auf der anderen Seite des Virgin Rivers an ihrem Zeltplatz vorbeispaziert. Auf meine Frage, von wo sie denn Wasser bekommen h&#228;tten mein Deb, dass sie ihr Wasser aus dem Virgin River gepumpt h&#228;tten. Sie h&#228;tten Taschent&#252;cher als Grobfilter vor dem eigentlichen Wasser-Filter verwendet und dabei insgesamt drei Taschent&#252;cher verbraucht. Da habe ich mit meinem Zeltplatz ja grosses Gl&#252;ck gehabt. Ich verabschiede mich wieder und setze meine Wanderung fort. Da die Sonne noch zu tief ist, um in den Canyon zu leuchten, erspare ich mir f&#252;r die Fotos bis zu den Big Springs, dem Umkehrpunkt f&#252;r alle Tageswanderer vom Temple of Sinawava. Inzwischen ist es zwar schon fast 9.30 Uhr, das Licht aber noch immer noch sehr schlecht zum fotografieren. Die Big Springs als markanten Punkt m&#246;chte ich schon fotografisch festhalten.</p>

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<p>Kurz nach den Big Springs beginnen die Narrows, wie man sie von Fotos haupts&#228;chlich kennt, und so langsam l&#228;sst sich auch endlich die Sonne blicken. Laut Karte soll es aber hier drei Abschnitte geben, bei denen man hin und wieder schwimmen muss. Ich hoffe, dass das heute nicht der Fall sein wird, denn bis jetzt ist mir das Wasser h&#246;chstens bis zum Knie gestanden.</p>
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</p>
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</p>
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</p>
<p>Im Gegensatz zum Kolob Creek ist der Orderville Canyon sehr interessant und auf jeden Fall einen Abstecher wert. Man muss n&#228;mlich ein wenig Klettergeschick mit sich bringen, um die ohne Bewilligung erlaubte Meile bis den Veiled Falls hinter sich zu bringen. Erst beginnt der Canyon sehr eng, dann scheinen die W&#228;nde aus Gold zu sein und schliesslich erreicht man die nicht sehr imposanten aber sehr fotogenen Veiled Falls. In meinen Augen ist der Abstecher ein Muss, wenn man genug Zeit dazu hat.</p>
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</p>
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</p>
<p>Kaum aus dem Orderville Canyon zur&#252;ck in den Narrows, kommt mir nach der ersten Biegung das Paar aus Tampa entgegen, das ich vorgestern auf dem Obervation Point getroffen habe. Sie erz&#228;hlen, dass sie noch immer nicht auf Angels Landing gewesen seien und fragen, wie weit es noch bis zur Wall Street w&#228;re. Ein paar Minuten sp&#228;ter verabschiede ich mich und mache mich z&#252;gig bis zum Ende bzw. aus meiner Sicht bis zum Beginn des geteerten Riverside Walks. Obwohl die Narrows noch immer sehr sehenswert sind, interessieren sie mich inzwischen nicht mehr ganz so sehr. Ich denke, ich habe mich inzwischen statt gesehen oder es hat auch vielleicht etwas damit zu tun, dass f&#252;r meinen Geschmack zu viele Leute unterwegs sind. Interessant finde ich aber, dass man mit dem grossen Rucksack an allen Ecken mit Bewunderung angeschaut wird und beinahe jeder Zweite fragt ganz neugierig, ob man die ganzen Narrows gemacht habe und ob man auch dort &#252;bernachtet habe. Scheinbar wird dies von vielen als ein ganz grosses Abenteuer angesehen, obwohl dies meiner Meinung nach von allen – abgesehen von total unsportlichen Zeitgenossen – mit Leichtigkeit geschafft werden kann.</p>
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<p>Gegen 13.15 Uhr beim Riverside Walk angekommen und nie weiter als bis zur Hose nass geworden, wasche ich noch einmal den Sand aus den Socken und den Schuhen und muss mich wieder mal &#252;ber deutsche Touristen wundern die glauben, dass Deutsch eine elit&#228;re Sprache sei die fast niemand versteht. Als ich n&#228;mlich mit dem R&#252;cken zu meinem Rucksack sitze und meine Schuhe und die Socken mehr schlecht als recht vom Sand befreie, am&#252;sieren sich drei k&#246;stlich dar&#252;ber, dass sich ein Eichh&#246;rnchen gerade an meinen Rucksack ranmacht, um Essbares zu finden. Als ich mich gespielt „zuf&#228;llig“ umdrehe sehe ich gerade, wie das Eichh&#246;rnchen auf seinen Hinterbeinen steht, sich mit den Vorderbeinen am Rucksack anlehnt und herumschnuppert. Nach einem „get lost!“ und der entsprechenden verscheuchenden Handbewegung sucht das Tier das Weite und die deutschen Touris sind entt&#228;uscht, dass ich ihnen den Spass verdorben habe.</p>
<p>&#220;berhaupt wimmelt es hier nur so von Touristen. Als ich schnellen Schrittes Richtung Temple of Sinawava eile, h&#246;re ich Deutsche, Franzosen, Italiener und auch ein Rudel schwer mit Kameras bepackter Japaner kommt mir entgegen, dicht gefolgt von einem ebenfalls schwer mit Kameras behangenen Rudel Chinesen. An jeder Ecke sitzen die von den Touristen gef&#252;tterten Eichh&#246;rnchen, die sich brav fotografieren lassen. Ich bin zwar selber auch nur ein Tourist aber ich mag es ganz und gar nicht, an diesen Umstand erinnert zu werden, weswegen ich jetzt einfach nur noch zum Shuttle und raus aus dem Park will. Endlich im Shuttle kann ich entspannt die Fahrt geniessen. W&#228;hrend mir vorgestern die Fahrt mit dem Shuttle viel zu langsam vorgekommen ist, gef&#228;llt es mir heute, einfach nur gem&#252;tlich da zu sitzen, und Landschaft und Leute zu beobachten.</p>
<p>Beim Visitor Center mache ich mich noch schnell &#252;ber die l&#228;stigen St&#246;renfriede der letzten Nacht kundig, kaufe mir beim Sol Foods Market &amp; Deli einen 6-Pack Bier und ein paar Fr&#252;chte, und h&#252;pfe dann in den Springdale Shuttle, der mich zum Hotel bringen soll. Als das Shuttle losf&#228;hrt, ruft mir ein Mann in Anspielung auf meinen grossen Rucksack zu, dass ich meine Frau nun wieder rauslassen k&#246;nne.</p>
<p>Beim Hotel angekommen wasche ich die Schuhe samt der Socken gewissenhaft mit einem Gartenschlauch und lasse sie dann auf der Veranda zum Trocknen liegen. Nach einer gr&#252;ndlichen Dusche g&#246;nne ich mir ein Bierchen und schmeisse mich aufs Bett, um ein wenig in den Fernseher zu starren. Da nichts Interessantes l&#228;uft, packe ich meinen Laptop und fahre mit dem Trailblazer zur&#252;ck zum Sol Foods Market &amp; Deli. Auf dem Weg dorthin bringe ich noch die Schuhe, Socken und den Stock zur Zion Adventure Company zur&#252;ck. Beim Sol Foods Market &amp; Deli muss ich feststellen, dass mein WLAN Schl&#252;ssel nicht mehr funktioniert. Mary ist noch immer auf Gesch&#228;ftsreise, also haue ich deswegen den anderen Co-Chef an, der gerade da ist. Er habe den Schl&#252;ssel gestern ge&#228;ndert und gibt mir gleich den neuen. Kaum im Internet surfe ich gleich zur Webseite der Detroit Lions, um noch einmal zu best&#228;tigen, dass morgen um 10.00 Uhr Eastern die Karten f&#252;r einzelne Spiele zum Verkauf freigegeben werden. Detroit Tix hat mir ja schon vor einiger Zeit die Auskunft gegeben, dass von den 65&#8242;000 Karten pro Spiel nur etwas 4&#8242;000 in den freien Verkauf kommen und dass die innerhalb weniger Minuten ausverkauft sein werden. 10.00 Uhr Eastern, da m&#252;sste ich ja um 7.00 Uhr zuschlagen, aber Sol Foods Market &amp; Deli &#246;ffnet erst um 7.00 Uhr. Bis meine 6 Jahre alte Pentium III Rochel aufgestartet ist und ich endlich im Internet bin, sind doch l&#228;ngst alle Karten weg! Ich schildere dem Co-Manager mein Dilemma und der gibt gleich Anweisung, mich morgen schon um 6.45 Uhr reinzulassen. Toll, das gef&#228;llt mir! Ich surfe noch ein wenig im Internet herum und beschliesse dann, mir bei der Zion Pizza &amp; Noodle Co. eine ordentliche Pizza zu holen.</p>
<p>Leider stell sich vor Ort heraus, dass die nur Cash akzeptieren und da ich mir dass wenige verbleibende Bargeld noch aufbewahren m&#246;chte, fahre ich gleich weiter zum Bit and Spur Saloon. Dort bestelle ich mir mit der Chicken Fajita eine meiner absoluten Leibspeisen, die sogar noch bei den &#8220;House Favorites&#8221; zu finden ist. Die Vorfreude wird aber schnell getr&#252;bt, denn so eine mickrige und absolut durchschnittlich schmeckende Fajita ist mir in meinem ganzen Leben noch nie aufgetischt worden. Nicht mal einen Teller bekomme ich, um dort die Fajita zu beladen und zu rollen. Dass das einer der besten Mexikaner in Utah sein soll, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Unterm Strich kann ich niemandem raten hier zu speisen. Es bleibt zum Gl&#252;ck die einzige kulinarische Entt&#228;uschung auf meiner ganzen Reise.</p>
<p>Entt&#228;uscht fahre ich zur&#252;ck zum Hotel und sehe noch ein wenig, was im TV l&#228;uft. Da ich jetzt noch genug Zeit an der Hand habe beschliesse ich, heute schon die Koffer so weit wie m&#246;glich flugfertig zu packen. Dann muss ich mich in Las Vegas nicht damit besch&#228;ftigen. Nachdem die Koffer schon beim Hinflug zum Bersten voll gewesen sind (alleine meine Wanderutensilien f&#252;llen schon einen ganzen Koffer) und ich inzwischen auch schon wieder ein paar neue Sachen gekauft habe, erweist sich das Unterfangen als echte Herausforderung. Jeder erdenkliche Hohlraum wird ausgenutzt, sogar die Nalgene-Flaschen werden mit Gegens&#228;nden gef&#252;llt. Was die Gewichtsverteilung anbelangt, muss ich einfach grob sch&#228;tzen. Irgendwann schlafe ich ersch&#246;pft ein. Nat&#252;rlich nicht, ohne vorher den Wecker auf 6.00 Uhr gestellt zu haben. Will ja nicht die Chance auf meine Lions Tickets verschlafen.</p>
<p>Gefahrene Meilen: 3.4</p>
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		<title>Tag 12 &#8211; Immer rein ins Vergn&#252;gen</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 18:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[The Narrows]]></category>
		<category><![CDATA[The Narrows Top to Bottom]]></category>
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		<category><![CDATA[Westen 2007]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm">Um 6.00 Uhr werde ich von einem regelrechten Gebimmel geweckt. Um die Abfahrt in die Narrows ja nicht zu verpassen, habe ich vorsichtshalber alles als Wecker benutzt, dass mir in die Finger gekommen ist. Obwohl ich durchs ganze Hotelzimmer flitzen muss, um die St&#246;renfriede zum Schweigen zu bringen, bin ich noch immer hundem&#252;de und schmeisse mich erst mal unter die Dusche, um wach zu werden. Anschliessend trotte ich schwer bepackt quer &#252;ber die Strasse zur Zion Adventure Company, wo um 6.30 Uhr das Shuttle Richtung Chamberlains Ranch abfahren soll. Ich habe das Gef&#252;hl, sp&#228;t dran zu sein und als ich kein Shuttle sehen kann bef&#252;rchte ich schon, dass die ohne mich abgefahren sind. Dann entdecke ich vor dem Geb&#228;ude ein Paar auf einer Parkbank sitzen. Sie erz&#228;hlen, sie h&#228;tten eigentlich eine Fahrt gebucht aber heute Morgen einen Anruf bekommen, dass ihr Kind ins Spital eingeliefert worden w&#228;re. Sie w&#252;rden sich deshalb auf dem Weg nach Hause machen und nicht mitfahren. Normalerweise w&#228;re das Shuttle aber immer schon zeitig da, das k&#228;me ihnen schon seltsam vor. Nach und nach treffen noch vier weitere Mitfahrer ein, vom Shuttle ist aber noch immer nichts zu sehen. Schliesslich h&#228;lt ein Gel&#228;ndewagen direkt vor uns und der Fahrer erkl&#228;rt uns, er w&#252;rde uns zur Chamberlains Ranch bringen. Er sei eigentlich ein Guide, h&#228;tte heute seinen freien Tag und sei noch nie bei der Chamberlains Ranch gewesen. Sein Chef habe ihn gestern Abend angerufen und gefragt, ob er nicht Shuttle spielen wolle weil der eigentliche Fahrer mit seinem Van Schiss habe, und sich weigere zu fahren. Im Sinne von „das hat sich also doch gelohnt, gestern Abend so l&#228;stig wie eine Oktober-Fliege gewesen zu sein“ zaubert mir diese Aussage ein schelmisches Grinsen aufs Gesicht.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Der Fahrer ist sich aber noch nicht sicher, ob er wirklich fahren soll und meint dann, dass wir zumindest den halben Fahrpreis zahlen m&#252;ssten, falls wir es nicht schaffen und umkehren m&#252;ssen. Damit sind nat&#252;rlich alle einverstanden und nach der von mir ausgegeben Parole „no risk, no fun“ (ist ja nicht mein Auto) geht die Fahrt auch schon los. Neben mir mit von der Partie sind zwei Typen aus Cincinnati, die die Narrows in einem Tag machen wollen, und Deb und Mike, ein &#228;lteres P&#228;rchen aus Syracuse, die so wie ich in den Narrows zelten werden. Die Fahrt gestaltet sich als recht kurzweilig, geradezu famili&#228;r. Niemand sitzt still vor sich hin, sondern es herrscht ein reger Erfahrungsaustausch, eine Geschichte nach der anderen wird zum Besten gegeben. Nach etwa einer Stunde Fahrt verlassen wir die geteerte Strasse. Der Fahrer meint, dass dies der entscheidende Moment sei. Ihm habe man gesagt, dass man schon anhand der ersten hundert Yards sehen k&#246;nne, wie der Zustand der gesamten Strecke sei. Wenn das stimmt, dann sollte es keine Probleme geben, denn der erste Abschnitt ist in tadellosem Zustand. Etwa 15 Minuten sp&#228;ter stellt sich dann aber heraus, dass diese 100 Yards Faustregel dann nicht stimmt, wenn es im weiteren Streckenverlauf deutlich mehr geregnet hat als auf diesen ersten 100 Yards. Statt im tadellosen Zustand zeigt sich die Strasse inzwischen mit der gestern angesprochenen Schlammschicht. Es ist Zeit, den Allradantrieb zu aktivieren und weiter geht es mit zwar vermindertem, aber noch immer recht z&#252;gigem Tempo. Man sp&#252;rt regelrecht, wie das Auto ein wenig hin und her schlingert und vor allem in den Kurven ist das Rutschen gut mit dem Hintern zu sp&#252;ren. Wir sind heute aber trotz der fr&#252;hen Stunde nicht die ersten, denn vor uns im Schlamm k&#246;nnen wir die Spur eines Vans sehen. Das wird wohl der Van des anderen kommerziellen Shuttles sein. Die sind aber offensichtlich nicht mit Allrad unterwegs, denn der Verlauf der Spur sieht schon recht abenteuerlich aus. An einer Stelle muss der Van direkt seitlich in den Strassengraben gerutscht sein.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Nach etwa 1 ½ Stunden Fahrt erreichen wir das Farmhaus der Chamberlains Ranch. Rechts am Strassenrand steht ein weisser Van, vom Fahrer ist nichts zu sehen. Pl&#246;tzlich halten wir an. Vor uns in einer Kurve besteht die Strasse nur noch aus einem riesigen Schlammloch dessen Tiefe nicht wirklich absch&#228;tzbar ist. Auf der rechten Seite kann man die Fahrspuren des Vans sehen, der da offensichtlich stecken geblieben ist. M&#246;chte wissen, wie der da wieder rausgekommen ist. Der Fahrer fragt uns, ob wir weiterfahren sollen. Dies wird von uns allen nat&#252;rlich bejaht mit dem Hinweis, dass es ja nicht unser Auto sei. Er denkt ein wenig nach, peilt dann den linken Rand des Schlammlochs an und gibt Vollgas. Wir jubeln wie in einer Achterbahn, links und rechts spritzen Schlammfont&#228;nen weg und wenige Sekunden sp&#228;ter sind wir schon wieder auf einigermassem festen Untergrund. Der Witz an der Sache ist aber der, dass keine 200 Meter weiter die Strasse f&#252;r Fahrzeuge gesperrt ist und die Wanderung in die Narrows beginnt. Was soll&#8217;s, lustig war&#8217;s und das bisschen Dreck macht dem Auto auch nichts.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Es ist leicht neblig, sollte aber laut Wetterbericht ein sch&#246;ner Tag werden. Kurz vor 08.00 Uhr mache ich mich mit Deb und Mike auf den Weg, die zwei Day-Hiker aus Cincinnati sind schon l&#228;ngst abged&#252;st, die haben es schliesslich eilig. Eigentlich wandert man die ersten drei Meilen auf einer Dreckstrasse neben dem Virgin River, bevor es am Ende der Strasse erst ins Wasser geht. Da aber gerade Strassenarbeiten stattfinden, werden die Wanderer bereits ganz am Anfang in den Virgin River umgeleitet. Kaum zu glauben, dass das hier der Beginn der Narrows sein soll.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
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</a>
</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Zusammen mit Deb und Mike marschiere ich also los und wage schon bald die erste &#220;berquerung der Virigin Rivers, quasi um mit der Materie vertraut zu werden bevor es richtig zur Sache geht. Schon komisch, einfach so durch Wasser zu spazieren, ist man sich doch seit Kindestagen gewohnt, ja nicht nass zu werden und lieber von einem Stein zum anderen zu h&#252;pfen. Versch&#228;rfend kommt noch hinzu, dass das Wasser wegen der Regenf&#228;lle der letzten Tagen noch immer sch&#246;n braun ist und man den Boden absolut nicht sehen kann, weswegen der Stock nicht nur zum Balancieren sondern auch zum Stochern zwecks Feststellung der Tiefe verwendet wird. Mike ist noch immer mit seinen Turnschuhen unterwegs und als er sich nach etwas 15 Minuten Marschierens endlich entschliesst, seine Canyoneers 5.10 anzuziehen, schickt mich Deb alleine weiter. Ich sei schliesslich deutlich schneller und sie w&#252;rden mich nur aufhalten. Recht hat sie, also geht es alleine weiter entlang des Virgin Rivers. Einige Zeit sp&#228;ter f&#252;hrt der Fluss entlang einer Container-Siedlung, in der offensichtlich die Strassenarbeiter hausen. Ich sehe einen der Arbeiter, der gerade versucht, mit einem Schlauch seinen Jeep Wrangler vom Schlamm zu befreien. Das Auto ist von oben bis unten mit Schlamm bedeckt, sowas habe ich noch nie gesehen. M&#246;chte wissen, wo der damit gefahren ist. Nach dieser Container-Siedlung wird es mir zu bl&#246;d, also steige aus dem Virgin River und folge der parallel verlaufenden Strasse (wenn man die denn so nennen darf) Richtung deren Ende. Falls mir irgendwelche Baumaschinen entgegen kommen, kann ich ja noch immer wieder in den Fluss ausweichen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
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</a>
</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">An dieser Stelle w&#252;rde normalerweise erst n&#228;here Bekanntschaft mit dem Virgin River geschlossen werden, da meine F&#252;sse aber l&#228;ngst schon nass sind, st&#252;rze ich mich in die Fluten. Nat&#252;rlich &#252;bertreibe ich hier masslos, denn der Virgin River ist noch immer ein Bach und da von den Narrows erst ansatzweise hier und da eine Felswand zu sehen ist, marschiert man meist am Ufer des Virgin Rivers und wechselt hin und wieder die Seite. Obwohl die Felsw&#228;nde zu Beginn noch alles andere als eindr&#252;cklich sind, macht die Wanderung schon jetzt einen riesigen Spass, weil man ganz neugierig um jede Ecke linst, um zu sehen, was da neues auf einen zukommt. Je weiter man dem Virgin River folgt, desto eindr&#252;cklicher wird n&#228;mlich das ganze. Man wird quasi ganz behutsam an die Narrows herangef&#252;hrt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
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</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
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</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
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</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
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</a>
</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Nach einiger Zeit stosse ich auf eine Gruppe von Amerikanern, die gerade eine Pause machen. Es stellt sich heraus, dass sie mit dem weissen Van unterwegs waren. Auf meine Frage, wie sie denn das Teil wieder aus dem Schlammloch gebracht h&#228;tten meint einer, sie h&#228;tten Schneeketten verwendet. Dann fragt er mich, woher ich k&#228;me. Als ich ihm erkl&#228;re, dass ich aus Liechtenstein komme meint der nur ganz trocken, dass er am vergangenen Sonntag gerade noch in Liechtenstein gewesen sei, zeigt dann auf den Burschen neben sich und meint, dass seine Mutter aus Sargans k&#228;me. Das ist ja bekanntlich nur einen Steinwurf von Liechtenstein entfernt. Wie klein die Welt doch ist.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Ich verabschiede mich und mache mich weiter auf zu meinem Tagesziel, dem Zeltplatz #6, der gem&#228;ss Karte rechterhand ein St&#252;ckchen unterhalb des Zusammenflusses mit dem Kolob Creek liegt. Auch an dieser Stelle muss ich die Bilder f&#252;r sich sprechen lassen, denn weil ich heute mehr als genug Zeit habe bin ich irgendwie v&#246;llig zeitlos unterwegs und kann diesbez&#252;glich nicht einmal genauere Angaben machen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
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</a>
</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
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</a>
</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Kurz nach 12.00 Uhr erreiche ich Zeltplatz #1 und direkt danach den einzigen Wasserfall auf der Route. Der l&#228;sst sich aber gl&#252;cklicherweise linkerhand sehr leicht umgehen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
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</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
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</a>
</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Wieder lasse ich hier die Bilder f&#252;r mich sprechen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
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</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
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</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
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</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
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</a>
</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Kurz vor 13.00 Uhr erreiche ich den Zusammenfluss mit Deep Creek, der die Wassermenge des Virgin Rivers verdreifacht. Das Wandern im Fluss ist aber noch immer problemlos m&#246;glich. Nach einigen Stunden unterwegs im Flussbett kann ich trotz des braunen Wassers anhand der Flussgeschwindigkeit, der Oberfl&#228;che und des Verlaufs des Wassers schon sehr gut einsch&#228;tzen, wo die tiefen Stellen liegen. Aus diesem Grund stehe ich auch mit der dreifachen Wassermenge den ganzen Tag &#252;ber nie tiefer als bis zum Knie im Wasser. Dennoch wird mit dem Stock als Tiefenmessger&#228;t immer erst gestochert, bevor ich mich ins Wasser wage oder den n&#228;chsten Schritt setze.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
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</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
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</p>
<p>Etwa eine halbe Stunde sp&#228;ter erreiche ich den Zusammenfluss mit dem Kolob Creek. Jetzt m&#252;sste dann bald mal mein Zeltplatz #6 auftauchen. Das Wasser des Kolob Creek ist im Gegensatz zum Virgin River und zum Deep Creek sauber, von daher weiss ich schon, wo ich sp&#228;ter meine Wasservorr&#228;te erg&#228;nzen werde.</p>
<p>An jeder Ecke vermute ich nun meinen Zeltplatz, der will aber einfach nicht auftauchen. Wenigstens ist dieser Abschnitt weiterhin etwas f&#252;rs Auge.</p>

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<p>Irgendwann erreiche ich dann doch endlich einen Zeltplatz, nur handelt es sich dabei nicht um meine Nummer 6, sondern um den Zeltplatz #7. Kann doch nicht sein, dass ich 1-5 und 7 gefunden habe, aber genau meine Nummer 6 nicht. &#196;rgerlich, aber es hilft alles nichts. Deswegen marschiere ich also wieder den Fluss hinauf hinauf Richtung Kolob Creek, dieses Mal aber mit erh&#246;hter Aufmerksamkeit. Schon wieder in der N&#228;he des Kolob Creek kommt mir die Gruppe Amerikaner von heute Morgen entgegen. Auch die haben den Zeltplatz #6 nicht gesehen. Also geht die Suche weiter. Wenige Meter vor dem Zusammenfluss mit dem Kolob Creek habe ich die Nase langsam voll und werde auch langsam m&#252;de. Immerhin schleppe ich, abgesehen von einer einzigen k&#252;rzeren Pause, den riesigen Rucksack schon seit fast 6 Stunden auf meinem Buckel herum. Bis hierher hat er mich &#252;berraschenderweise nicht gest&#246;rt, da ich jetzt aber nur noch meinen Zeltplatz finden will, f&#252;hlt er sich pl&#246;tzlich an, als ob er bis an den Rand mit Blei gef&#252;llt w&#228;re. Ich setze mich auf einen grossen Felsen, lege den Rucksack ab, geniesse den Blick g&#246;nne mir ein paar Schluck Iso und verputze dabei gen&#252;sslich einen Bagel und einen Apfel. Nachdem meine Lebensgeister wieder geweckt sind beschliesse ich, den Rucksack einfach hier liegen zu lassen, und mich vom Kolob Creek auf der rechten Flussseite mitten durchs Geb&#252;sch zu k&#228;mpfen. Irgendwo hier in der N&#228;he muss der Zeltplatz ja sein. Gesagt getan, auf allen Vieren klettere ich den Hang hinauf und siehe da, ich stehe direkt neben dem von mir gesuchten Zeltplatz. Hat die Suche also keine Minute gedauert. Schnell schreite ich den Platz ab und stelle fest, dass a) der gelbe, den Zeltplatz markierende Pfosten nicht nur ein paar Meter hoch &#252;ber dem Fluss und zudem recht verdeckt steht, sondern dass auch b) der eigentlich Zugang zum Zeltplatz Seitens des Kolob Creek ist. Eigentlich m&#252;sste der Zeltplatz also nicht die Adresse Virgin River #6, sondern korrekterweise Kolob Creek #1 tragen. Ich klettere schnell runter zu meinem Rucksack, wuchte ihn den Hang hoch und k&#252;mmere mich um das Aufstellen meines Zeltes. Inzwischen ist es 14.00 Uhr, ich habe also ca. 6 Stunden gebraucht, wie auf der Karte vorgesehen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Nachdem das Zelt steht, ist es Zeit, die n&#228;here Umgebung ein wenig zu erkunden, und vor allem um festzustellen, wie ich nur den Zeltplatz #6 &#252;bersehen k&#246;nnte. Jetzt wo das Zelt dort steht ist er nat&#252;rlich nicht mehr sehr schwer auszumachen.</p>

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<p style="margin-bottom: 0cm">Abschliessend schiesse ich noch schnell ein Foto vom Zusammenfluss des Kolob Creek mit dem Virgin River.</p>
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<p style="margin-bottom: 0cm">Das saubere Wasser des Kolob Creek schreit nat&#252;rlich f&#246;rmlich danach, diesem ein St&#252;ck bachaufw&#228;rts zu folgen, und vielleicht ein paar Fotos mit klarem Wasser zu schiessen. Nur mit der Digicam und dem Stock ausger&#252;stet mache ich mich auf und erkenne, wie viel schnell man doch vorw&#228;rts kommt, wenn man den Boden des Baches sehen kann. Ich komme z&#252;gig voran, kann sogar Fische im Bach schwimmen sehen und schiesse das eine oder andere Foto.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
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<p style="margin-bottom: 0cm">So spektakul&#228;r ist der Kolob Creek aber nicht, d.h. man kann sich den Abstecher ersparen, wenn man im Virgin River klares Wasser vorfindet. F&#252;r mich ist das aber eine tolle Abwechslung und ich dringe deswegen tiefer vor als beabsichtigt. Schliesslich kehre ich dann aber doch wieder um weil ich alle meine Wertsachen beim Zelt gelassen und nichts zum Trinken dabei habe.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Zur&#252;ck beim Zeltplatz ist es Zeit, endlich mal die nassen Schuhe und vor allem die Neopren-Socken loszuwerden. Meine F&#252;sse sehen aus wie die einer Wasserleiche, ist fast nicht anzusehen. Sorgf&#228;ltig wird der Sand aus Schuhen und Socken gewaschen und &#252;ber den n&#228;chsten Baum zum Trocknen gehangen. Um das Zelt herum liegt feiner Sand, deswegen kann ich bequem barfuss herummarschieren.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Inzwischen ist es schon 16.00 Uhr, also Zeit f&#252;r einen 4-Uhr-Tee. Schnell frisches Wasser im Kolob Creek geholt, das Wasser ausreichend lange kochen lassen, um allf&#228;llige Krankheitserreger zu eliminieren und schon ist es Zeit f&#252;r eine Tasse Tee. Ich lege mich mit der neuen Ausgabe des Grundmann-Reisef&#252;hrers gem&#252;tlich ins Zelt und &#252;berlege mir schon eine m&#246;gliche Reiseroute f&#252;r den n&#228;chsten Sommer. Dieses Mal habe ich vorgesorgt, weil ich gewusst habe, dass ich alleine am Zeltplatz sein werde. An jedem Zeltplatz darf n&#228;mlich nur eine Gruppe &#252;bernachten, und wenn die Gruppe nur aus einer Person besteht, dann ist man eben alleine. Der Zeltplatz bietet zwar keine sch&#246;ne Sicht und sieht aufgrund der umgest&#252;rzten B&#228;ume ein wenig chaotisch aus, aber wegen der Frischwasserzufuhr direkt vor der Zeltt&#252;re bin ich sehr zufrieden damit. Ausserdem hat man wie bei einer Raubritterburg einen strategisch gelegenen, erh&#246;hten Platz von dem man alles sehen kann, was sich am Virgin River tut. Deswegen sehe ich auch Deb und Mike, die es inzwischen auch schon bis hierher geschafft haben. Sie m&#252;ssen noch weiter bis zum Zeltplatz #8, bevor sie sich auf die faule Haut legen k&#246;nnen. Kurze Zeit sp&#228;ter sehe ich noch eine Gruppe junger M&#228;nner bevor ich irgendwann &#8211; inzwischen nach der zweiten Tasse Tee &#8211; unbeabsichtigt einfach einschlafe. Gegen 18.00 Uhr wache ich wieder auf und habe einen B&#228;renhunger. Auf dem Men&#252;plan steht heute ein Thai-S&#252;ppchen und Teriyaki-Chicken mit Reis. Nach dem Abendessen wird die K&#252;che aufger&#228;umt, alles abgewaschen und der Zeltplatz fein s&#228;uberlich von s&#228;mtlichem M&#252;ll befreit. Da keine B&#228;ren zu bef&#252;rchten sind, h&#228;nge ich den M&#252;llsack praktischerweise direkt neben dem Zelt &#252;ber den Stumpf eines abgebrochenen Astes und lagere alle verbleibenden Lebensmittel direkt neben meinem Kopf im Zelt. Der Rucksack wird auf einen Stein gelegt und regenfest gemacht. Man weiss ja nie. Sicherheitshalber nehme ich aber vorher die F&#228;kalien-T&#252;te noch heraus. Wenn die Amis sagen „pack everything out“, dann meinen die das auch. Will heissen, dass man auch die F&#228;kalien nicht einfach irgendwo abladen kann, sondern die ebenfalls raustragen hat. Bisher hat mir mein Darm das immer erspart, aber heute bin ich mir nicht mehr so sicher, dass diese Gl&#252;cksstr&#228;hne anhalten wird. Im Zion National Park ist die F&#228;kalien-T&#252;te hochmodern. Bisher habe ich die immer nur in Form von Papier-T&#252;ten mit Katzenstreu erlebt. Als ich die Bedienungsanleitung auf der R&#252;ckseite lese, kommt mir spontan das Lied „Der Nippel“ von Mike Kr&#252;ger in den Sinn: „Sie m&#252;ssen nur den Nippel durch die Lasche zieh&#8217;n und mit der kleinen Kurbel ganz nach oben dreh&#8217;n. Da erscheint sofort ein Pfeil und da dr&#252;cken sie dann drauf und schon geht die Tube auf“. Gegen 19.00 Uhr schm&#246;kere ich wieder mit meiner Stirnlampe im Grundmann und schlafe dann irgendwann friedlich ein. Ein wirklich toller Tag!</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Gefahrene Meilen: 0.0</p>
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