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	<title>Worldclass Demountaining &#187; Wheeler Peak</title>
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		<title>Tag 10 &#8211; Gipfelgl&#252;ck und andere Gegebenheiten</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Aug 2007 18:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cedar Breaks National Monument]]></category>
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      &#160;
	  
        Route:
        &#160;Ely, NV - Great Basin NP - Cedar Breaks NM - Springdale, UT
      
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        <td>&nbsp;Ely, NV - Great Basin NP - Cedar Breaks NM - Springdale, UT</td>
      </tr>
      <tr>
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        <td>&nbsp;<a title="Zeige Route in Vollbildansicht" target="_blank" href="http://www.jehle.com/routes/w07t10.html">Route in der Vollbildansicht</a></td>
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<p>Da heute eine voraussichtlich 6 Stunden dauernde Wanderung auf den 3&#8242;982 Meter hohen Wheeler Peak im Great Basin Nationalpark ansteht und allerorts vor den Nachmittagsgewittern gewarnt wird, klingelt heute mein Wecker schon um 4.30 Uhr. Meine sieben Sachen sind bereits gepackt und so sitze ich schon um 5.10 Uhr im Auto und fahre los Richtung Wheeler Peak. Zum Gl&#252;ck habe ich gestern schon getankt, denn ich m&#246;chte ein paar Fotos des Berges w&#228;hrend des Sonnenaufgangs schiessen. Angesichts der recht langen Anfahrt von Ely wird sich das wohl nicht ganz ausgehen. Selber schuld, w&#228;re ich gestern eben fr&#252;her ins Bett. Die Regenwolken von gestern haben sich mehr oder weniger verzogen, das Wetter sollte meiner Wanderung also heute keinen Strich durch die Rechnung machen. Kurz vor 6.30 Uhr erreiche ich den Park. Da sich nicht sehr viele Besucher hierher verirren (im Jahr 2006 waren es nur deren 78&#8242;524), werden  keine Eintrittsgeb&#252;hren verlangt. Zum Vergleich: Yosemite hatte im Jahr 2006 ganze 3&#8242;242&#8242;644 Besucher, der Grand Canyon stolze 4&#8242;279&#8242;439 und der relativ kleine Zion Nationalpark noch immer beachtliche 2&#8242;567&#8242;350.Ich biege ab auf den Wheeler Peak Scenic Drive und d&#252;se Richtung Trailhead. Die Strasse w&#252;rde eigentlich eine z&#252;gige Fahrweise zulassen, vor allem da ausser mir ist sonst kein Mensch unterwegs ist. Da aber nach der ersten Kurve ein Hase die Fahrbahn &#252;berquert und zwei Kurven sp&#228;ter ein Rehbock mitten auf der Strasse steht, drossle ich mein Tempo betr&#228;chtlich, vor allem in den Kurven. Unglaublich, wie viele Tiere hier unterwegs sind. Auf den 12 Meilen bis zum Trailhead z&#228;hle ich zwei Hirschb&#246;cke, zwei Hirschk&#228;lber und acht Hirschk&#252;he. Toll! Auch der Blick auf den Wheeler Peak ist nicht zu verachten.</p>

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<p>Am Trailhead angelangt erfolgen die &#252;blichen Vorbereitungen und um 7.00 Uhr kann es endlich mit der heutigen Wanderung losgehen. Auf dem Programm stehen insgesamt 14 Kilometer bei 885 H&#246;henmetern wof&#252;r ich 6 Stunden veranschlage. Nat&#252;rlich rechne ich damit, schneller als in 6 Stunden zur&#252;ck zu sein. Am Parkplatz steht nur ein anderes Auto, auf dem Gipfel wird man sich also nicht gegenseitig auf die F&#252;sse treten.</p>
<p>Der erste Teil der Wanderung f&#252;hrt eben durch einen recht ansehnlichen Laubwald. Erst wenige Schritt getan, laufen mir schon zwei Beisfussh&#252;hner &#252;ber den Weg. Leider verschwinden sie auch schon wieder im Unterholz, bevor ich die Digitalkamera z&#252;cken kann. Ein paar Schritte weiter l&#228;uft mir schon die n&#228;chste Maultierhirschkuh &#252;ber den Weg. Diese ergreift ob meines Anblicks aber sofort die Flucht. Seh ich denn so furchterregend aus? Da ich aber wenigstens das n&#228;chste Tier auf die Speicherkarte bannen m&#246;chte, halte ich die Digitalkamera schussbereit und siehe da, keine zwei Minuten sp&#228;ter &#252;berrasche ich zwei Hirschk&#252;he und ein Hirschkalb beim gen&#252;sslichen Fr&#252;hst&#252;ck. Ist ja unglaublich, wie viele Tiere hier zu sehen sind. Schnell zwei Fotos geschossen und weiter geht’s, mit der Kamera im Anschlag. &#220;ber den n&#228;chsten Kilometer tut sich aber nichts mehr, deswegen packe ich die Digitalkamera wieder weg. Es kommt, wie es kommen muss: Nach keinen f&#252;nf Minuten erreiche ich eine Lichtung und sehe eine ganze Hirsch-Herde vor mir. Ich z&#228;hle ganze 13 Tiere, die mir zwar den einen oder anderen pr&#252;fenden Blick zuwerfen, mir in der Folge aber keinerlei Beachtung mehr schenken. Ich beobachte die Tiere ein wenig, schiesse das eine oder andere Foto und mache mich dann wieder auf die Socken. Bin ja schliesslich zum Wandern hier.</p>

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<p>Sind bisher keine H&#246;henmeter zu &#252;berwinden gewesen, beginnt an dieser Stelle endlich der eigentliche Anstieg. Zum Eingew&#246;hnen beginnt er aber auf den ersten Kilometern aber nur mit einer leichten Steigung, zudem verl&#228;uft er auch in die „falsche“ Richtung, n&#228;mlich n&#246;rdlich zum Bald Mountain. An der Flanke des Bald Mountains dreht der Wanderweg aber wieder Richtung S&#252;den direkt zum Ziel des Tages, dem Wheeler Peak. Dieser Teil der Wanderung ist sehr sehenswert, weil zum einen der Wheeler Peak st&#228;ndig im Blickfeld liegt und zum anderen immer wieder uralte Grannen- oder Borstenkiefer am Wegesrand stehen. Im Jahr 1964 wurde hier (damals noch kein Nationalpark) einer dieser B&#228;ume gef&#228;llt und damit wohl das wahrscheinlich &#228;lteste Lebewesen der Welt vernichtet. Am Baum wurden erst 4&#8242;844, sp&#228;ter sogar 4&#8242;862 Ringe gez&#228;hlt. Ein &#228;hnlich alter Grannen- oder Borstenkiefer w&#228;chst noch im Gebiet der White Mountains in Kalifornien. Zum Schutz des Baumes wird der genaue Standort aber geheim gehalten.</p>
<p>An der Baumgrenze beginnt dann der eigentliche Aufstieg. Irgendwo m&#252;ssen ja die H&#246;henmeter gemacht werden. Zuvor mache ich aber noch eine kleine Pause und geniesse den Ausblick in die Ebene hinunter. Als ich nach etwa 10 Minuten den Berg wieder in Angriff nehmen will, sprintet ein leicht beladener Wandersmann an mir vorbei, ruft mir noch zu „this is where the fun starts“ und „see you on top“, und huscht leichtf&#252;ssig die Flanke des Berges hoch. Bei dem Tempo d&#252;rfte der wohl eher schon wieder auf dem Weg nach unten sein, wenn ich den Gipfel erreiche. Der Aufstieg gestaltet sich l&#228;ngst nicht so anstrengend wie beim Mount Shasta, dies vor allem deshalb, weil ein trittfester Wanderweg bis auf den Gipfel f&#252;hrt und man sich somit nicht im Ger&#246;ll einen Weg suchen muss.</p>

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<p>Etwa die H&#228;lfte der Flanke hinter mir, &#252;berhole ich einen anderen Wandersmann, der noch immer ganz fasziniert von der wohl sehr kurzen Begegnung mit dem leicht beladenen Wandersmann ist: „Did you see that guy? He was just flying by me. I think he wasn’t even wearing any socks!“.</p>
<p>Das letzte St&#252;ck hat es wirklich in sich, vor allem auch wegen der inzwischen erreichten H&#246;he. Die Blicke ringsum entsch&#228;digen aber mehr als genug f&#252;r die Anstrengungen. Nach 2:50 Stunden erreiche ich den Gipfel und siehe da, der leicht beladene Wandersmann ist wirklich noch hier oben und geniesst die Sonne. Er entpuppt sich als Manager der R.E.I Filiale bei Las Vegas (die ganzen Fotos von R.E.I Mitarbeitern, die in jeder Filiale zu finden sind und die sie bei jensten Outdoor-Aktivit&#228;ten zeigen, sind also nicht gestellt), heisst Mike und ist gestern erst aus dem Zion National Park angereist, von wo er vor dem Wetter gefl&#252;chtet ist. Er erz&#228;hlt mir, dass die Narrows wegen der Regenf&#228;lle derzeit gesperrt sind, diese aber wohl wieder ge&#246;ffnet sein werden, bis ich dort eintreffe. Dein Wort in Gottes Ohr Mike, denn nach dem Mount Shasta muss das 2. Highlight nicht auch noch scheitern. F&#252;r meine Verh&#228;ltnisse bleibe ich recht lang auf dem Gipfel und unterhalte mich mit Mike &#252;ber verschiedene Wanderungen quer durch Nordamerika. Etwa 20 Minuten sp&#228;ter taucht auch der von mir &#252;berholte Wanderer auf. Es ist Curt, der s&#252;dlich von Los Angeles in der Mojave-W&#252;ste lebt. Fr&#252;her, so erz&#228;hlt er, sei es dort noch absolut l&#228;ndlich gewesen. Er sei als Kind noch mit einem Esel in die W&#252;ste marschiert und habe dort gezeltet. Inzwischen gebe es aber sogar Gang-Kriminalit&#228;t. Schwarze gegen Mexikaner. Vor kurzem sei sogar jemand in einem Park erschossen worden w&#228;hrend Kinder dort gespielt haben. H&#228;tte er nicht so einen tollen Job, w&#228;re er schon l&#228;ngst weggezogen. Mit seinen 52 Jahren sei es halt schwer, einen anderen Job zu finden. Nach dem Gespr&#228;ch mit Curt &#8211; Mike hat sich zwischenzeitlich schon verabschiedet &#8211; schiesse ich noch einige Fotos der absolut sehenswerten Umgebung.</p>

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<p>Dann verabschiede ich mich von Curt und mach mich an den Abstieg. 1:30 Uhr und ein paar Maultierhirsch-Sichtungen sp&#228;ter bin ich schon wieder bei meinem Auto. Es ist fast genau Mittag und &#252;ber dem Wheeler Peak haben sich die Wolken schon f&#252;r das Nachmittagsgewitter zusammengezogen.</p>

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<p>Ich setze mich ins Auto und fahre Richtung Cedar City, Utah. Bevor ich den Park verlasse stoppe ich aber noch beim fast ausgestorbenen Visitor Center und erkundige mich nach den Namen der von mir gesehen Tiere. Dabei erz&#228;hlt mir der weibliche Park Ranger, dass irgendein Spassvogel Truth&#228;hne augesetzt habe und es nun im Nationalpark wilde Truth&#228;hne gebe. Ausserdem sei der Park auch Heimat des Gabelbocks, der amerikanische Antilope. Schade, dass ich keine von denen gesehen habe.</p>
<p>Anschliessend geht die Fahrt weiter in Richtung Utah. &#196;hnlich der US-50 bietet auch die die UT-21 jede Menge Landschaft und f&#252;hrt ebenso &#252;ber mehrere Gebirgsketten, die sich aber nicht ganz so weit in die H&#246;he ragen.</p>

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<p>Gegen 15.00 Uhr erreiche ich Cedar City. Da ich noch mehr als genug Zeit habe, beschliesse ich einen Abstecher zum Cedar Breaks National Monument zu machen. Nach einem kurzen Stopp im Burger-Joint Carl’s Jr. fahre ich auf der UT-14 auf &#252;ber 3&#8242;000 Meter hinauf zum National Monument. Die Strasse ist wirklich wundersch&#246;n, alleine deswegen w&#252;rde sich die Fahrt schon lohnen. Aufgrund der Regenf&#228;lle der letzten Tage f&#252;hrt der parallel verlaufene Fluss noch eine Menge Erde mit sich.</p>

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<p>Beim Cedar Breaks National Monument angekommen stelle ich mit Freude fest, dass sich der Abstecher wirklich gelohnt hat. Ich fahre zu s&#228;mtlichen Aussichtspunkten und schiesse &#252;berall meine Fotos, um so viele Eindr&#252;cke wie m&#246;glich mitzunehmen.</p>

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<p>Dann geht es zur&#252;ck nach Cedar City und von dort auf direktem Weg nach Springdale, das direkt beim Parkeingang zum Zion National Park liegt. Gleich als erstes stoppe ich bei der Adventure Company, wo ich mir f&#252;r &#252;bermorgen eine Fahrt zur Chamberlains Ranch buchen m&#246;chte. Die Dame hinter der Kasse kl&#228;rt mich auf, dass f&#252;r morgen vom National Park Service wegen anhaltend hohem Wasser keine Bewilligungen rausgegeben wurden, und dass morgen kein Shuttle f&#228;hrt. Ob es &#252;bermorgen f&#228;hrt, kann sie mir noch nicht sagen. Dennoch buche und bezahle ich eine Fahrt, handle mir aber eine Frist bis morgen Mittag aus, um sie wieder stornieren zu k&#246;nnen. Bis dahin w&#252;rde ich wissen, ob ich eine Bewilligung bekomme oder nicht.</p>
<p>Anschliessend geht es zum Hotel, das direkt schr&#228;g gegen&#252;ber liegt. Mit Freunden stelle ich fest, dass das Hotel &#252;ber kostenloses WLAN verf&#252;gt. Nachdem ich meine ganzen Sachen ins Zimmer geschafft habe, wird nat&#252;rlich sofort das Notebook gestartet, aber der Schl&#252;ssel will einfach nicht funktionieren. Ich frage bei der Rezeption noch einmal nach und der Typ kann mir nicht weiterhelfen. Das sei der Schl&#252;ssel, den ihm seine Chefin gegeben habe, und mehr wisse er auch nicht. Nun gut, werde ich es eben noch einmal probieren. Nach einer halben Stunde Probierens steht fest: Alles vergebene M&#252;he, das WLAN will einfach nicht. Statt im Internet zu Surfen, sortiere ich eben Fotos, bereite sie sie f&#252;r die Webseite auf und schreibe an l&#228;ngst &#252;berf&#228;lligen Tagesberichten. Draussen ist es inzwischen schon l&#228;ngst dunkel und weil ich einerseits keinen Hunger versp&#252;re, und es mir andererseits schon sehr bequem gemacht habe, gehe ich nichts mehr essen sondern bleibe stattdessen im Zimmer. Ich bin ausserdem schon recht m&#252;de. Schliesslich bin ich schon lange auf den Beinen und habe gestern vielleicht vier Stunden geschlafen.</p>
<p>Gefahrene Meilen: 343.4</p>
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