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	<title>Worldclass Demountaining &#187; Nevada</title>
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		<title>Tag 15 &#8211; Alles hat ein Ende (nur die Wurst hat zwei)</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Sep 2007 21:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich heute Morgen schon um 7.00 Uhr im Flieger Richtung Heimat sitze, klingelt mein Wecker heute bereits um 4.15 Uhr. Nach dem Fiasko der Anreise m&#246;chte ich heute zeitig am Flughafen sein. Man weiss ja nie, was sich US Airways heute einfallen l&#228;sst, um die Reise spannend zu gestalten. Das morgentliche Procedere ist schnell erledigt und bereits eine halbe Stunde sp&#228;ter bin ich unterwegs Richtung McCarran Rent-A-Car Center. Die R&#252;ckgabe des Mietwagens verl&#228;uft wie immer vollkommen problemlos und schnell. Den Cooler mit allen noch unge&#246;ffneten Dosen und Flaschen und das Fix-A-Flat lasse ich einfach im Wagen. Bevor ich den Trailblazer endg&#252;ltig zur&#252;cklasse, notiere ich mir noch ein paar Eckdaten des Bordcomputers. Auf meiner Reise bin ich demnach 2&#8242;285.7 Meilen gefahren, habe dabei 122.7 Gallonen Benzin verbraucht und jede Gallone hat mich 18.6 Meilen weit gebracht. Umgerechnet ergibt das eine gefahrene Distanz 3&#8242;677.70 Kilometern, eine verbrauchte Benzinmenge von 464.47 Litern und einen durchschnittlichen Verbrauch von 12.65 Liter auf 100 Kilometern.</p>
<p>Kurze Zeit sp&#228;ter sitze ich schon im Flughafen-Shuttle auf dem Weg zum US Airways Schalter. Da man direkt vor der Schalterhalle abgesetzt wird, sind es nur wenige Schritte. Nur wenige Personen stehen vor mir in der Schlange. Da ich noch mehr als genug Zeit zur Verf&#252;gung habe, bin ich ganz entspannt. Als ich an die Reihe komme, geht der bef&#252;rchtete Zauber aber schon los. Die Dame hinterm Schalter meint, dass mein erster Flug von United Airlines durchgef&#252;hrt werde, weswegen ich mich bei United Airlines einchecken m&#252;sse. Ich weise sie darauf hin, dass auf der aktuellsten Reisebest&#228;tigung beim fraglichen Flug „US Airways 7108 operated by US Airways“ st&#252;nde, ich die komplette Reise &#252;ber US Airways gebucht h&#228;tte und die beiden weiteren Fl&#252;ge bis nach Z&#252;rich ohnehin von US Airways durchgef&#252;hrt werden w&#252;rden. Das l&#228;sst sie aber alles kalt. Ich m&#252;sse mich bei  United Airlines anstellen und dort einchecken. Next!</p>
<p>„Das kann ja was werden“, denke ich mir, als ich mich auf die Suche nach dem United Airlines Schalter mache. Gl&#252;cklicherweise ist der gesuchte Schalter nicht nur direkt daneben und somit nur wenige Schritte entfernt, sondern auch die Schlange davor angenehm kurz. Nach lediglich 10 Minuten stehe ich schon wieder am Check-In Schalter und wie zu erwarten, m&#246;chte mich die Tante wieder zum US Airways Schalter schicken! Nachdem ich ich sie aber dar&#252;ber aufgekl&#228;rt habe, dass ich von ebendort hierher geschickt worden sei und ich jetzt sicherlich nicht mehr hin&#252;ber ginge, geht es dann nach einem Blick in den Computer pl&#246;tzlich doch und vor allem kurz und schmerzlos. Mit 50 bzw. 49 Pfund liegen meine Koffer zudem gerade noch im erlaubten Bereich.</p>
<p>Wie &#252;blich werde ich als Liechtensteiner als Sicherheitsrisiko eingesch&#228;tzt und muss beim Sicherheitscheck durch die spezielle Kontrolle, f&#252;r die man nat&#252;rlich nur rein zuf&#228;llig ausgew&#228;hlt wird. Da ich noch immer mehr als genug Zeit habe, diese Kontrollen  f&#252;r mich ohnehin schon die Norm sind, bleibe ich gelassen. Dass der Typ vor mir aber durch die spezielle Kontrolle muss, ist f&#252;r mich aber vollkommen einleuchtend. Er hat nicht nur eine Piraten-Augenklappe und einen Ring nicht am, sondern im Ohr, nein er ist ausserdem auch &#252;berall mit kinderfreundlichen Motiven t&#228;towiert und noch immer sturzbesoffen. Als er mein Anchor Steam Brewery T-Shirt bemerkt, werde ich nat&#252;rlich sofort in ein Gespr&#228;ch &#252;ber verschiedene Biersorten der Vereinigten Staaten und deren geschmackliche Einordnung verwickelt.</p>
<p>Nach einigen Minuten bin ich endlich an der Reihe. Im Unterschied zum gew&#246;hnlichen Sicherheitscheck muss man sich hier erst in ein Ger&#228;t namens Sentinel II stellen. Dabei wird man von allen Seiten mit kurzen Luftst&#246;ssen beblasen. Dadurch sollen anscheinend Drogen- und/oder Bombenspuren abfallen, die dann am Boden angesaugt und analysiert werden. Zus&#228;tzlich wird nicht nur das Gep&#228;ck von einem Sicherheitsbeamten genau durchgesehen, sondern auch alle einschl&#228;gigen Produkte und Ger&#228;te sowie die Innenseite der Koffer jeweils mit einem eigenen Watte-Pl&#228;ttchen abgerieben und in einer Maschine auf Drogen- und/oder Bombenspuren analysiert. Auf meine Frage, ob sie denn schon einmal etwas gefunden habe meint die Sicherheitsbeamtin, dass dies immer wieder mal vorkomme. Man w&#252;rde gar nicht glauben, mit was f&#252;r Spuren manche Leute unterwegs seien.</p>
<p>Nachdem ich den Sicherheitscheck hinter mich gebracht habe, begebe ich mich zum Flugsteig. Auf dem Weg dorthin g&#246;nne ich mir noch einen sch&#246;nen heissen Kaffee und warte geduldig auf meinen Flug mach Denver. Von dort geht es weiter nach Philadelphia und abschliessend nach Z&#252;rich. Alle Fl&#252;ge sind p&#252;nktlich und in Denver und Philadelphia muss ich lediglich eine respektive eineinhalb Stunden warten. Da ich an beiden Flugh&#228;fen eine Steckdose finde, n&#252;tze ich die Zeit, um ein wenig an meinen Reiseberichten zu schreiben. Da ich zudem relativ m&#252;de bin, kann ich im Flieger nach Z&#252;rich sogar schlafen. Der Flug vergeht im wahrsten Sinne der Wortes wie im Flug.</p>
<p>In Z&#252;rich gelandet und fast schon bei der Gep&#228;ckausgabe angekommen, bin ich hocherfreut, dass wider Erwarten der R&#252;ckflug gut geklappt hat. Ich denke mir, dass sie jetzt eigentlich nur noch meine Koffer verschlampt haben k&#246;nnten. Man kann sich hier nat&#252;rlich vorstellen, was passiert: Nach langem Warten am Band stelle ich fest, dass keiner meiner beiden Koffer angekommen ist. Erst bin ich dadurch ein wenig genervt, aber als mir dann einf&#228;llt, dass ich dadurch keine Koffer mehr mit mir herumschleppen brauche, f&#252;lle ich schnell eine Suchmeldung aus und spaziere dann leichtf&#252;ssig Richtung Bahnhof.</p>
<p>Die Fahrt nach Hause per Bahn und Bus und ist vollkommen ereignislos, weswegen ich an dieser Stelle auf eine n&#228;here Schilderung verzichte. Nach einem Fr&#252;hst&#252;cks- bzw. Brunch-Zwischenstopp bei einem Freund treffe ich gegen Mittag endlich zu Hause ein. Na dann, wir sehen uns sicherlich wieder, Vereinigte Staaten <img src='http://www.jehle.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Gefahrene Meilen: 5.5</p>
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		<title>Tag 14 &#8211; Viva Las Vegas!</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Aug 2007 21:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Las Vegas]]></category>
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        Route:
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<p>Um 6.00 klingelt mein Wecker. Wie von der Tarantel gestochen h&#252;pfe ich aus dem Bett. Rise and Shine, Baby! Heute geht es n&#228;mlich um Football-Tickets f&#252;r die Detroit Lions. Vor einigen Monaten habe ich n&#228;mlich festgestellt, dass ich schon lange kein Football-Spiel mehr live im Stadion gesehen habe. Nach einem kurzen Blick auf den Spielplan der Lions habe ich mit Freude festgestellt, dass die Lions im November gleich zwei Heimspiele innerhalb von 5 Tagen austragen. Das hat f&#252;r mich nach einer idealen Gelegenheit geklungen, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. N&#228;mlich meine beiden ehemaligen Gastfamilien aus meiner Zeit als Austauschsch&#252;ler wieder mal zu besuchen und die Lions gleich zwei Mal live im neuen Ford Field zu sehen. Das Ganze auf Kosten von gerade mal einer Woche Urlaub. Eigentlich sind das ja sogar vier Fliegen, weil w&#228;hrend dieser  Woche auch noch Thanksgiving stattfindet und Ohio State gegen Michigan im Big House (= Michigan Stadium in Ann Arbor mit 107’501 Pl&#228;tzen) spielt. F&#252;r letzteres sind zwar nur Karten auf dem Schwarzmarkt zu haben, die von $400 aufw&#228;rts kosten, aber alleine schon das Spiel live im Fernsehen zu sehen, d&#252;rfte ein Genuss sein. Also schnell mir mal wieder eine Rasur geg&#246;nnt, dann ab unter die Dusche und auf zum Sol Foods Market &amp; Deli. Da kann man nur hoffen, dass die die T&#252;re wirklich rechtzeitig f&#252;r mich &#246;ffnen. Vor dem Sol Foods Market &amp; Deli kann ich sehen, dass drinnen jemand gesch&#228;ftig Fr&#252;hst&#252;ck vorbereitet, nur leider hat sie kein Auge f&#252;r mich. Erst als ich wie wild herumh&#252;pfe und mit beiden Armen fuchtle (Hampelmann l&#228;sst gr&#252;ssen) nimmt sie mich wahr und &#246;ffnet mir die T&#252;re. Schnell den Laptop an die Steckdose anschliessen und aufstarten das Teil. Es ist 06.50 Uhr, also noch genug Zeit. WLAN weigert sich aber zu funktionieren, deswegen muss die Kiste neu gestartet werden w&#228;hrend sie sich nette Worte von mir anh&#246;ren darf. Beim zweiten Versuch klappt dann alles und ich bin online. Es ist inzwischen schon 06.59 Uhr, also schnell ins gestern erstelle Ticketmaster Konto eingeloggt (entsprechend einer Kochsendung: Ich hab da schon mal was vorbereitet) und den Link zu den Karten f&#252;r das Spiel Green Bay Packers @ Detroit Lions gew&#228;hlt. Die sind zum Gl&#252;ck noch nicht zu haben, ich bin also noch rechtzeitig. Ich dr&#252;cke immer wieder auf F5, um die Seite neu zu laden, aber da steht immer das Selbe: „Die Karten gehen am 30. August um 10.00 Uhr Eastern in den freien Verkauf“. Na toll, das h&#228;tte schon vor 10 Minuten sein sollen und es ist noch immer nichts zu sehen. Langsam werde ich wieder nerv&#246;s, dann komme ich auf die Idee mal im Internet zu suchen, wie sp&#228;t es denn jetzt an der Ostk&#252;ste ist. Das grosse, weise Internet verr&#228;t mir, dass es dort erst 09.10 Uhr ist. Da f&#228;llt es mir wie Schuppen von den Augen: Ich bin ja jetzt nicht mehr in der Pacific sondern in der Mountain Zeitzone! Toll, h&#228;tte ich eine Stunde l&#228;nger schlafen k&#246;nnen. Aber egal, wenn ich schon da bin lade ich doch gleich ein paar Fotos hoch und arbeite weiter an meinen Reiseberichten. Damit bin ich dann so besch&#228;ftigt, dass ich beinahe vergesse, mich um 8.00 Uhr wieder bei Ticketmaster einzuloggen, um mir die Karten zu sichern! Dennoch komme problemlos zu einer Karte f&#252;r das Spiel Green Bay Packers @ Detroit Lions und zu einer Karte f&#252;r das Spiel New York Giants @ Detroit Lions. Strahlend wie ein Honigkuchen-Pferd verlasse ich unmittelbar danach Sol Foods Market &amp; Deli und fahre zur&#252;ck zum Hotel. Bis 10.00 Uhr muss ich raus aus dem Zimmer sein. Als erstes stelle ich den Gasbrenner draussen auf die Veranda, um das restliche Gas zu verbrennen, dann k&#252;mmere ich mich um meine restlichen Sachen. Gl&#252;cklicherweise ist nicht mehr allzu viel zu erledigen, weil ich gestern schon damit begonnen habe, meine Koffer flugfertig zu packen. In Las Vegas werde ich dazu wohl keine Zeit haben. Als ob es geplant w&#228;re, ist fast exakt um 10.00 Uhr das Gas alle und der Brenner kann in den letzten verbleibenden Koffer gepackt werden. Die leere Gaskartusche lasse ich zusammen mit ein paar Dollar Trinkgeld und dem Schl&#252;ssel im Zimmer zur&#252;ck und fahre dann kurz nach 10.00 Uhr los Richtung Las Vegas, nat&#252;rlich mit dem obligatorischen Abstecher durchs Valley of Fire.</p>
<p>Nach einer ereignislosen Fahrt, die nur auf dem &#252;ber Arizona f&#252;hrenden Strassenabschnitt einigermassen interessant ist, erreiche ich nach etwa 2.15 Stunden Fahrt den Osteingang des Valley of Fire State Parks. Ich halte beim ersten Parkplatz an, um dort die Selbstregistrierung vorzunehmen. Als ich aus dem Auto aussteige trifft mich fast der Schlag. Es ist einfach nur heiss, heiss, heiss und nochmals heiss. Nicht dass ich das nicht gewusst h&#228;tte, immerhin habe ich w&#228;hrend der Fahrt das Aussenthermometer beobachten, wie es sch&#246;n langsam auf &#252;ber 100° Fahrenheit (= 38° Celsius) geklettert ist, aber die mir entgegenkommende Hitze verdirbt mir sofort die Lust, hier gr&#246;ssere Spr&#252;nge zu machen.</p>
<p>Da ich aber schon mal da bin, schaue ich mir ein paar Highlights an. Erstes Fotomotiv ist logischerweise der Elephant Rock, den nun wirklich jeder Besucher fotografiert und daher in jedem Reisebericht zu finden ist (meiner soll da keine Ausnahme sein).</p>

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<p>Ebenfalls auf die Speicherkarte gebannt wird der Archrock, der wahrscheinlich das Fotomotiv Nummer 2 im Park sein d&#252;rfte.</p>

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</a>

<p>Daneben schiesse ich noch einige andere Fotos, mit denen ich die Leserschaft aber nicht weiter langweilen will. Bei k&#228;lteren Temperaturen lohnt es sich sicherlich, das weniger fotografierte Hinterland mal in Angriff zu nehmen. Das merke ich mir schon mal f&#252;r die bereits in meinem Kopf herumschwirrende Reise vor, bei der ich den Tonto-Trail im Grand Canyon erkunden m&#246;chte. Nach nur einer Stunde verlasse ich den Park schon wieder Richtung Westen. Interessant finde ich den Umstand, dass nichts auf diese bunte Farbenwelt des Valley of Fire hindeutet, und dass der aus Las Vegas kommende Besucher nicht erahnen kann, dass sich unmittelbar links hinter der gezeigten biederen H&#252;gelkette das farbenpr&#228;chtige Valley of Fire versteckt.</p>

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<p>Weiter geht es Richtung Las Vegas. Kurz nach dem Las Vegas Motor Speedway bahnt sich ein Stau an, weswegen ich sofort von der I-15 runter fahre und der parallel verlaufenen Strassen folge. Alles nicht sehr spektakul&#228;r, also beschliesse ich einen In-N-Out Burger zu finden, um dort etwas essen zu gehen. Ich meine, bei meinen Reisevorbereitungen mal einen im nordwestlichen Teil der Stadt gesehen zu haben. Zuvor halte ich noch schnell bei einem ATM, um mein Bargeld ein wenig aufzustocken, man kann ja nie wissen. Nachdem ich ein wenig in der Gegend herumgefahren bin und dabei festgestellt habe, dass Las Vegas abseits des Strips sehr unspektakul&#228;r aussieht, finde ich tats&#228;chlich einen In-N-Out Burger. Dort bestelle ich mit nat&#252;rlich wieder einen Double-Double Animal Style und w&#228;hrend ich in der N&#228;he des Tresens auf mein Essen warte, spazieren ein paar Cheerleader der in der N&#228;he gelegenen Palo Verde High School herein. Da sie direkt vor mir stehen bekomme ich nat&#252;rlich mit, was f&#252;r oberfl&#228;chliche Banalit&#228;ten besprochen werden und f&#252;hle mich gleich wieder in meine Zeit als Highschool Sch&#252;ler in Michigan zur&#252;ckversetzt. Herrlich! Anschliessend statte ich einem in der N&#228;he gelegenen Buchladen einen Besuch ab, langweilige mich aber recht schnell. Ich beschliesse, zu meinem Hotel zu fahren. Es ist zwar noch immer ordentlich vor der offiziellen Check-In Zeit, aber vielleicht ist meine Suite schon bereit. Ja, ihr habt richtig gelesen. Nach alle den g&#252;nstigen Unterk&#252;nften &#252;bernachte ich heute in einer Suite, die ironischerweise die g&#252;nstigste &#220;bernachtung auf der ganzen Reise sein wird. Aufgrund eines Fehlers im Buchungsystem habe ich statt $259 plus Taxen nur $34.47 inklusive aller Taxen zahlen m&#252;ssen. Ich bin gespannt, ob beim Check-In noch etwas nachbezahlt werden muss.</p>
<p>20 Minuten sp&#228;ter erreiche ich das Platinum Hotel &amp; Spa, nur einen Block &#246;stlich des Strips. Ich fahre einfach ins Parkhaus und stelle meinen Trailblazer in den ersten Stock, obwohl es hier nur Valet Parking zu geben scheint. Schnell ein paar Sachen mitgenommen und auf geht es zur Rezeption. Meine Suite ist schon fertig und beim Check-In stelle ich mich bl&#246;d, als die Dame nach meiner Kreditkarte fragt. Ich frage, ob die Karte nur f&#252;r Extra-Ausgaben wie Telefongespr&#228;che oder Minibar sei, da mein Zimmer ja schon komplett bezahlt sein sollte. Ich h&#228;tte noch nie &#252;ber diesen Anbieter gebucht und w&#252;sste nicht, ob das auch wirklich geklappt habe. Sie best&#228;tigt, dass das Zimmer bereits bezahlt ist und dr&#252;ckt mir zwei Schl&#252;sselkarten in die Hand. Mit dem Aufzug fahre ich ein paar Stockwerke nach oben und betrete meine Suite. Nicht schlecht f&#252;r $34.47 an einem Freitag Abend in Las Vegas.</p>

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<br />

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</a>

<p>Nachdem ich meinen ganzen Kram in die Suite geschleppt habe, verlasse ich das Hotel Richtung Strip. Auf dem Weg dorthin stoppe ich noch schnell beim Ellis Island Casino vorbei. Dort soll es nicht nur ein extrem g&#252;nstiges Steak-Special sondern auch eigens gebrautes Bier um nur einen Dollar geben. Wie es der Zufall so will, liegt das Casino in  unmittelbarer N&#228;he zu meinem Hotel.</p>

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	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/416__580x_20070831-27.jpg" alt="20070831-27.jpg" title="20070831-27.jpg" />
</a>

<p>Nachdem ich noch keinen Hunger habe marschiere ich anschliessend direkt weiter zum Strip. Vom ehemaligen Flamingo Hilton schlendere ich auf der &#246;stlichen Seite des Strips hinauf bis zum Venetian, r&#252;ber zum Treasure Island und auf der westlichen Seite wieder hinunter bis zum Bellagio. Dabei stelle ich fest, dass mir die &#228;lteren und viel kleineren Casions deutlich besser gefallen als die riesigen Casino-Bunker, die sich gegenseitig mit Superlativen zu &#252;bertreffen versuchen. Vom Bellagio quere ich den Strip Richtung Planet Hollywood. Inzwischen habe ich genug gesehen und Hunger und Durst macht sich bemerkbar. Dennoch beschliesse ich, noch schnell einen Abstecher zum MGM einzulegen, um dort den genauen Ort des KÀ Theatres ausfindig zu machen. Ich bin n&#228;mlich im Besitz einer Karte f&#252;r die 21.30 Uhr Vorstellung von Cirque du Solei KÀ. Bei der Karte habe ich ebenfalls ein Schn&#228;ppchen gemacht, denn sie kostet lediglich $57.25 f&#252;r einen Platz, bei dem man normalerweise das doppelte bezahlen m&#252;sste. Nach einer ewig erscheinenden Herumhatscherei ist das Theater gefunden und ich mache mich zu Fuss &#252;ber die Koval Lane auf zum Ellis Island Casino.</p>
<p>Etwa 20 Minuten sp&#228;ter erreiche ich mein Ziel und stelle mit Bedauern fest, dass das Restaurant dort schon regelrecht belagert wird und man mit einer langen Wartezeit zu rechnen hat. Ich lasse mir also ein Nummer geben und setzte mich an eine Penny-Slotmachine. Nach etwa 10 Minuten habe ich meinen Einsatz bereits fast verachtfacht (aus $1.00 wurden $7.83). Statt meinen Gewinn mitzunehmen spiele ich weiter, verliere nat&#252;rlich wieder alles und nachdem ich noch zwei weitere Dollarnoten in den Automat gesteckt und verloren habe, beschliesse ich mein Geld stattdessen vern&#252;nftiger an der Bar anzulegen. F&#252;r einen l&#228;ppischen Dollar bekommt man hier n&#228;mlich 20 Unzen (= 591ml) eines von vier vor Ort frisch gebrauten Bieren serviert. Ich setzte mich an die Bar, bestelle mir ein Weizen und schau mir irgendein Football-Spiel zwischen zwei Wald-und-Wiesen-Colleges im TV an. Nach einiger Zeit bestelle ich mir noch ein Weizen, ruf der Kellnerin noch hinterher, dass ich dieses mal aber keine Zitronenscheibe in meinem Bier sehen m&#246;chte, und habe kurze Zeit sp&#228;ter ein Weizen mit gleich zwei Zitronenscheiben vor mir stehen. Ich sehe mir mehr oder weniger interessiert das Football-Spiel weiter an als sich pl&#246;tzlich die Dame neben mir zu mir r&#252;berlehnt und mit mir zu reden beginnt. Der Typ neben ihr habe sie st&#228;ndig angegraben, ich h&#228;tte das sicher mitbekommen. Jetzt sei er gerade abgelenkt und sie w&#252;rde die Chance nutzen, von ihm loszukommen. Sie sieht aus wie eine etwas &#228;ltere Version von Kim Cattrall, die in der Serie „Sex and the City“ die sexbesessene Samantha Jones verk&#246;rpert. Sie erz&#228;hlt mir, dass sie von der Ostk&#252;ste stamme, vor vielen Jahren der Liebe wegen nach Los Angeles gezogen sei und jetzt ein Dessous-Gesch&#228;ft in Las Vegas f&#252;hre. Es entwickelt sich ein recht interessantes Gespr&#228;ch &#252;ber Gott und die Welt und weil im Barbereich die aufgerufenen Nummern f&#252;r den Restaurant-Bereich nicht zu h&#246;ren sind, verpasse ich prompt meine Nummer. Gl&#252;cklicherweise bekomme ich aber dennoch sofort einen Tisch zugeteilt und bestelle nat&#252;rlich das 10 Unzen Sirloin Special mit Salat und Beilagen f&#252;r schlappe $4.95. Nat&#252;rlich kann man um den Preis die Qualit&#228;t nicht mit einem waschechten Steakhouse vergleichen, aber ich bin mit dem Gebotenen sehr zufrieden. Da man im Restaurant-Bereich nicht beim Spielen sein Geld verlieren kann, kostet das Bier dort etwas mehr, $1.50 um genau zu sein. Nachdem ich mir den Bauch vollgeschlagen habe probiere ich an der Bar noch ein Glas Amber-Ale und muss dann nach einem Blick auf die Uhr Hals &#252;ber Kopf aufbrechen. Es ist bereits 20.45 Uhr und um 21.15 Uhr muss ich im KÀ Theatre auf meinem Platz sitzen, da sonst meine Karte verf&#228;llt.</p>
<p>Schnellen Schrittes marschiere ich Richtung MGM. Gl&#252;cklicherweise habe ich zuvor die genaue Lage des KÀ Theatres ausgekundschaftet, sonst w&#252;rde ich sicherlich zu sp&#228;t kommen. Beim KÀ Theatre steht schon eine lange Schlange vor dem Einganz und zu allem &#220;bel muss ich noch notfallm&#228;ssig auf die Toilette. Punkt 21.10 verlasse ich das stille &#214;rtchen und laufe wieder Richtung KÀ Theatre. Da sich auf dem Gang zwischen den Slot-Machines ein lange Schlange gebildet hat, umgehe ich diese einfach rechterhand hinter den Slot-Machines und stehe keine Minute sp&#228;ter vor einem Herrn, der meine Karte Punkt 21.14 Uhr einscannt. Das war knapp! Anschliessend begebe mich auf meinen Platz und warte, bis die 90-min&#252;tige Show beginnt. Kurz nach 23.00 Uhr ist die tolle Show vorbei, das hat sich auf jeden Fall gelohnt, wenn auch „O“ besser sein soll.</p>
<p>Zu Fuss mache ich mich auf den Weg nach Hause, ist noch immer dr&#252;ckend heiss. Aus meinem Auto hole ich mir noch schnell ein paar Bier aus dem Cooler und mache es mir in meiner Suite auf der Couch gem&#252;tlich. Ich muss morgen zwar schon kurz nach 4.00 Uhr aufstehen, wenn man aber schon mal eine Suite zur Verf&#252;gung hat, sollte man diese doch wenigstens ein paar Minuten ausn&#252;tzen. Gegen 01.00 Uhr bin ich dann hundem&#252;de und schmeisse mich ins Bett. War wieder ein langer aber toller Tag.</p>
<p>Gefahrene Meilen: 216.4</p>
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		<title>Tag 10 &#8211; Gipfelgl&#252;ck und andere Gegebenheiten</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Aug 2007 18:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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<p>Da heute eine voraussichtlich 6 Stunden dauernde Wanderung auf den 3&#8242;982 Meter hohen Wheeler Peak im Great Basin Nationalpark ansteht und allerorts vor den Nachmittagsgewittern gewarnt wird, klingelt heute mein Wecker schon um 4.30 Uhr. Meine sieben Sachen sind bereits gepackt und so sitze ich schon um 5.10 Uhr im Auto und fahre los Richtung Wheeler Peak. Zum Gl&#252;ck habe ich gestern schon getankt, denn ich m&#246;chte ein paar Fotos des Berges w&#228;hrend des Sonnenaufgangs schiessen. Angesichts der recht langen Anfahrt von Ely wird sich das wohl nicht ganz ausgehen. Selber schuld, w&#228;re ich gestern eben fr&#252;her ins Bett. Die Regenwolken von gestern haben sich mehr oder weniger verzogen, das Wetter sollte meiner Wanderung also heute keinen Strich durch die Rechnung machen. Kurz vor 6.30 Uhr erreiche ich den Park. Da sich nicht sehr viele Besucher hierher verirren (im Jahr 2006 waren es nur deren 78&#8242;524), werden  keine Eintrittsgeb&#252;hren verlangt. Zum Vergleich: Yosemite hatte im Jahr 2006 ganze 3&#8242;242&#8242;644 Besucher, der Grand Canyon stolze 4&#8242;279&#8242;439 und der relativ kleine Zion Nationalpark noch immer beachtliche 2&#8242;567&#8242;350.Ich biege ab auf den Wheeler Peak Scenic Drive und d&#252;se Richtung Trailhead. Die Strasse w&#252;rde eigentlich eine z&#252;gige Fahrweise zulassen, vor allem da ausser mir ist sonst kein Mensch unterwegs ist. Da aber nach der ersten Kurve ein Hase die Fahrbahn &#252;berquert und zwei Kurven sp&#228;ter ein Rehbock mitten auf der Strasse steht, drossle ich mein Tempo betr&#228;chtlich, vor allem in den Kurven. Unglaublich, wie viele Tiere hier unterwegs sind. Auf den 12 Meilen bis zum Trailhead z&#228;hle ich zwei Hirschb&#246;cke, zwei Hirschk&#228;lber und acht Hirschk&#252;he. Toll! Auch der Blick auf den Wheeler Peak ist nicht zu verachten.</p>

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<p>Am Trailhead angelangt erfolgen die &#252;blichen Vorbereitungen und um 7.00 Uhr kann es endlich mit der heutigen Wanderung losgehen. Auf dem Programm stehen insgesamt 14 Kilometer bei 885 H&#246;henmetern wof&#252;r ich 6 Stunden veranschlage. Nat&#252;rlich rechne ich damit, schneller als in 6 Stunden zur&#252;ck zu sein. Am Parkplatz steht nur ein anderes Auto, auf dem Gipfel wird man sich also nicht gegenseitig auf die F&#252;sse treten.</p>
<p>Der erste Teil der Wanderung f&#252;hrt eben durch einen recht ansehnlichen Laubwald. Erst wenige Schritt getan, laufen mir schon zwei Beisfussh&#252;hner &#252;ber den Weg. Leider verschwinden sie auch schon wieder im Unterholz, bevor ich die Digitalkamera z&#252;cken kann. Ein paar Schritte weiter l&#228;uft mir schon die n&#228;chste Maultierhirschkuh &#252;ber den Weg. Diese ergreift ob meines Anblicks aber sofort die Flucht. Seh ich denn so furchterregend aus? Da ich aber wenigstens das n&#228;chste Tier auf die Speicherkarte bannen m&#246;chte, halte ich die Digitalkamera schussbereit und siehe da, keine zwei Minuten sp&#228;ter &#252;berrasche ich zwei Hirschk&#252;he und ein Hirschkalb beim gen&#252;sslichen Fr&#252;hst&#252;ck. Ist ja unglaublich, wie viele Tiere hier zu sehen sind. Schnell zwei Fotos geschossen und weiter geht’s, mit der Kamera im Anschlag. &#220;ber den n&#228;chsten Kilometer tut sich aber nichts mehr, deswegen packe ich die Digitalkamera wieder weg. Es kommt, wie es kommen muss: Nach keinen f&#252;nf Minuten erreiche ich eine Lichtung und sehe eine ganze Hirsch-Herde vor mir. Ich z&#228;hle ganze 13 Tiere, die mir zwar den einen oder anderen pr&#252;fenden Blick zuwerfen, mir in der Folge aber keinerlei Beachtung mehr schenken. Ich beobachte die Tiere ein wenig, schiesse das eine oder andere Foto und mache mich dann wieder auf die Socken. Bin ja schliesslich zum Wandern hier.</p>

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<p>Sind bisher keine H&#246;henmeter zu &#252;berwinden gewesen, beginnt an dieser Stelle endlich der eigentliche Anstieg. Zum Eingew&#246;hnen beginnt er aber auf den ersten Kilometern aber nur mit einer leichten Steigung, zudem verl&#228;uft er auch in die „falsche“ Richtung, n&#228;mlich n&#246;rdlich zum Bald Mountain. An der Flanke des Bald Mountains dreht der Wanderweg aber wieder Richtung S&#252;den direkt zum Ziel des Tages, dem Wheeler Peak. Dieser Teil der Wanderung ist sehr sehenswert, weil zum einen der Wheeler Peak st&#228;ndig im Blickfeld liegt und zum anderen immer wieder uralte Grannen- oder Borstenkiefer am Wegesrand stehen. Im Jahr 1964 wurde hier (damals noch kein Nationalpark) einer dieser B&#228;ume gef&#228;llt und damit wohl das wahrscheinlich &#228;lteste Lebewesen der Welt vernichtet. Am Baum wurden erst 4&#8242;844, sp&#228;ter sogar 4&#8242;862 Ringe gez&#228;hlt. Ein &#228;hnlich alter Grannen- oder Borstenkiefer w&#228;chst noch im Gebiet der White Mountains in Kalifornien. Zum Schutz des Baumes wird der genaue Standort aber geheim gehalten.</p>
<p>An der Baumgrenze beginnt dann der eigentliche Aufstieg. Irgendwo m&#252;ssen ja die H&#246;henmeter gemacht werden. Zuvor mache ich aber noch eine kleine Pause und geniesse den Ausblick in die Ebene hinunter. Als ich nach etwa 10 Minuten den Berg wieder in Angriff nehmen will, sprintet ein leicht beladener Wandersmann an mir vorbei, ruft mir noch zu „this is where the fun starts“ und „see you on top“, und huscht leichtf&#252;ssig die Flanke des Berges hoch. Bei dem Tempo d&#252;rfte der wohl eher schon wieder auf dem Weg nach unten sein, wenn ich den Gipfel erreiche. Der Aufstieg gestaltet sich l&#228;ngst nicht so anstrengend wie beim Mount Shasta, dies vor allem deshalb, weil ein trittfester Wanderweg bis auf den Gipfel f&#252;hrt und man sich somit nicht im Ger&#246;ll einen Weg suchen muss.</p>

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</a>

<p>Etwa die H&#228;lfte der Flanke hinter mir, &#252;berhole ich einen anderen Wandersmann, der noch immer ganz fasziniert von der wohl sehr kurzen Begegnung mit dem leicht beladenen Wandersmann ist: „Did you see that guy? He was just flying by me. I think he wasn’t even wearing any socks!“.</p>
<p>Das letzte St&#252;ck hat es wirklich in sich, vor allem auch wegen der inzwischen erreichten H&#246;he. Die Blicke ringsum entsch&#228;digen aber mehr als genug f&#252;r die Anstrengungen. Nach 2:50 Stunden erreiche ich den Gipfel und siehe da, der leicht beladene Wandersmann ist wirklich noch hier oben und geniesst die Sonne. Er entpuppt sich als Manager der R.E.I Filiale bei Las Vegas (die ganzen Fotos von R.E.I Mitarbeitern, die in jeder Filiale zu finden sind und die sie bei jensten Outdoor-Aktivit&#228;ten zeigen, sind also nicht gestellt), heisst Mike und ist gestern erst aus dem Zion National Park angereist, von wo er vor dem Wetter gefl&#252;chtet ist. Er erz&#228;hlt mir, dass die Narrows wegen der Regenf&#228;lle derzeit gesperrt sind, diese aber wohl wieder ge&#246;ffnet sein werden, bis ich dort eintreffe. Dein Wort in Gottes Ohr Mike, denn nach dem Mount Shasta muss das 2. Highlight nicht auch noch scheitern. F&#252;r meine Verh&#228;ltnisse bleibe ich recht lang auf dem Gipfel und unterhalte mich mit Mike &#252;ber verschiedene Wanderungen quer durch Nordamerika. Etwa 20 Minuten sp&#228;ter taucht auch der von mir &#252;berholte Wanderer auf. Es ist Curt, der s&#252;dlich von Los Angeles in der Mojave-W&#252;ste lebt. Fr&#252;her, so erz&#228;hlt er, sei es dort noch absolut l&#228;ndlich gewesen. Er sei als Kind noch mit einem Esel in die W&#252;ste marschiert und habe dort gezeltet. Inzwischen gebe es aber sogar Gang-Kriminalit&#228;t. Schwarze gegen Mexikaner. Vor kurzem sei sogar jemand in einem Park erschossen worden w&#228;hrend Kinder dort gespielt haben. H&#228;tte er nicht so einen tollen Job, w&#228;re er schon l&#228;ngst weggezogen. Mit seinen 52 Jahren sei es halt schwer, einen anderen Job zu finden. Nach dem Gespr&#228;ch mit Curt &#8211; Mike hat sich zwischenzeitlich schon verabschiedet &#8211; schiesse ich noch einige Fotos der absolut sehenswerten Umgebung.</p>

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<p>Dann verabschiede ich mich von Curt und mach mich an den Abstieg. 1:30 Uhr und ein paar Maultierhirsch-Sichtungen sp&#228;ter bin ich schon wieder bei meinem Auto. Es ist fast genau Mittag und &#252;ber dem Wheeler Peak haben sich die Wolken schon f&#252;r das Nachmittagsgewitter zusammengezogen.</p>

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<p>Ich setze mich ins Auto und fahre Richtung Cedar City, Utah. Bevor ich den Park verlasse stoppe ich aber noch beim fast ausgestorbenen Visitor Center und erkundige mich nach den Namen der von mir gesehen Tiere. Dabei erz&#228;hlt mir der weibliche Park Ranger, dass irgendein Spassvogel Truth&#228;hne augesetzt habe und es nun im Nationalpark wilde Truth&#228;hne gebe. Ausserdem sei der Park auch Heimat des Gabelbocks, der amerikanische Antilope. Schade, dass ich keine von denen gesehen habe.</p>
<p>Anschliessend geht die Fahrt weiter in Richtung Utah. &#196;hnlich der US-50 bietet auch die die UT-21 jede Menge Landschaft und f&#252;hrt ebenso &#252;ber mehrere Gebirgsketten, die sich aber nicht ganz so weit in die H&#246;he ragen.</p>

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<p>Gegen 15.00 Uhr erreiche ich Cedar City. Da ich noch mehr als genug Zeit habe, beschliesse ich einen Abstecher zum Cedar Breaks National Monument zu machen. Nach einem kurzen Stopp im Burger-Joint Carl’s Jr. fahre ich auf der UT-14 auf &#252;ber 3&#8242;000 Meter hinauf zum National Monument. Die Strasse ist wirklich wundersch&#246;n, alleine deswegen w&#252;rde sich die Fahrt schon lohnen. Aufgrund der Regenf&#228;lle der letzten Tage f&#252;hrt der parallel verlaufene Fluss noch eine Menge Erde mit sich.</p>

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<p>Beim Cedar Breaks National Monument angekommen stelle ich mit Freude fest, dass sich der Abstecher wirklich gelohnt hat. Ich fahre zu s&#228;mtlichen Aussichtspunkten und schiesse &#252;berall meine Fotos, um so viele Eindr&#252;cke wie m&#246;glich mitzunehmen.</p>

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<p>Dann geht es zur&#252;ck nach Cedar City und von dort auf direktem Weg nach Springdale, das direkt beim Parkeingang zum Zion National Park liegt. Gleich als erstes stoppe ich bei der Adventure Company, wo ich mir f&#252;r &#252;bermorgen eine Fahrt zur Chamberlains Ranch buchen m&#246;chte. Die Dame hinter der Kasse kl&#228;rt mich auf, dass f&#252;r morgen vom National Park Service wegen anhaltend hohem Wasser keine Bewilligungen rausgegeben wurden, und dass morgen kein Shuttle f&#228;hrt. Ob es &#252;bermorgen f&#228;hrt, kann sie mir noch nicht sagen. Dennoch buche und bezahle ich eine Fahrt, handle mir aber eine Frist bis morgen Mittag aus, um sie wieder stornieren zu k&#246;nnen. Bis dahin w&#252;rde ich wissen, ob ich eine Bewilligung bekomme oder nicht.</p>
<p>Anschliessend geht es zum Hotel, das direkt schr&#228;g gegen&#252;ber liegt. Mit Freunden stelle ich fest, dass das Hotel &#252;ber kostenloses WLAN verf&#252;gt. Nachdem ich meine ganzen Sachen ins Zimmer geschafft habe, wird nat&#252;rlich sofort das Notebook gestartet, aber der Schl&#252;ssel will einfach nicht funktionieren. Ich frage bei der Rezeption noch einmal nach und der Typ kann mir nicht weiterhelfen. Das sei der Schl&#252;ssel, den ihm seine Chefin gegeben habe, und mehr wisse er auch nicht. Nun gut, werde ich es eben noch einmal probieren. Nach einer halben Stunde Probierens steht fest: Alles vergebene M&#252;he, das WLAN will einfach nicht. Statt im Internet zu Surfen, sortiere ich eben Fotos, bereite sie sie f&#252;r die Webseite auf und schreibe an l&#228;ngst &#252;berf&#228;lligen Tagesberichten. Draussen ist es inzwischen schon l&#228;ngst dunkel und weil ich einerseits keinen Hunger versp&#252;re, und es mir andererseits schon sehr bequem gemacht habe, gehe ich nichts mehr essen sondern bleibe stattdessen im Zimmer. Ich bin ausserdem schon recht m&#252;de. Schliesslich bin ich schon lange auf den Beinen und habe gestern vielleicht vier Stunden geschlafen.</p>
<p>Gefahrene Meilen: 343.4</p>
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		<title>Tag 09 &#8211; Auf und nieder, immer wieder</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Aug 2007 21:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nevada]]></category>
		<category><![CDATA[Reno]]></category>
		<category><![CDATA[Westen 2007]]></category>
		<category><![CDATA[America’s Lonliest Highway]]></category>
		<category><![CDATA[Ely]]></category>
		<category><![CDATA[Hotel Nevada und Gambling Hall]]></category>
		<category><![CDATA[La Fiesta]]></category>
		<category><![CDATA[Lake Tahoe]]></category>
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		<category><![CDATA[Virginia City]]></category>

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      &#160;
	  
        Route:
        &#160;Reno, NV - Lake Tahoe - Virginia City, NV - Ely, NV
      
    [...]]]></description>
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    <table>
      <tr>&nbsp;</tr>
	  <tr>
        <td><strong>Route:</strong></td>
        <td>&nbsp;Reno, NV - Lake Tahoe - Virginia City, NV - Ely, NV</td>
      </tr>
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        <td valign="top"><strong>Link:</strong></td>
        <td>&nbsp;<a title="Zeige Route in Vollbildansicht" target="_blank" href="http://www.jehle.com/routes/w07t09.html">Route in der Vollbildansicht</a></td>
      </tr>
    </table>
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</div>
<p>Da ich heute wieder relativ viele Meilen zu bew&#228;ltigen habe (es geht immerhin quer durch ganz Nevada), bin ich um 07.00 Uhr schon auf den Beinen. Da ich gestern meine beiden Koffer relativ unangetastet gelassen habe, gibt es nicht wirklich viel zu packen, und ich kann schon vor 8.00 Uhr vom Hotel wegfahren. Mein erster Stopp erfolgt schon nach etwas mehr als einer Meile. Ich muss meine Vorr&#228;te wieder ein wenig auffrischen und mir vor allem einen Lippenbalsam kaufen. Meine Lippen sind schon so spr&#246;de und rissig, dass ich gestern Abend die Sch&#228;rfe des Wasabis intensiver als sonst erlebt habe. Ich ben&#246;tige ausserdem noch ein paar Plastikt&#252;ten, die sich luftdicht verschliessen lassen, und ein paar M&#252;lls&#228;cke. In wenigen Tagen bin ich n&#228;mlich im Zion Nationalpark in den Narrows unterwegs, und da muss alles wasserdicht eingepackt sein. Schnell noch den Trailblazer auff&#252;llen und los geht es erstmals Richtung S&#252;dwesten.</p>
<p>Wenn ich schon mal in der Gegend bin, kann ich doch auch noch einen Blick auf den Lake Tahoe werfen. Mich hat der zwar noch nie so wirklich gereizt, aber ich bin doch neugierig, warum so viel Wirbel darum gemacht wird und warum die Fahrt am Ufer entlang an verschiedenen Stellen als „The Most Beautiful Drive in America“ bezeichnet wird. Ich fahre also erstmals den Mount Rose Scenic Byway Richtung Lake Tahoe. Die Strasse schraubt sich bis auf 2&#8242;723m hoch, bevor sie kurz nach der Passh&#246;he die ersten Blicke auf den Lake Tahoe preisgibt. Sieht zwar ganz nett aus, als Amerika-Routinier bin ich aber vorerst nicht wirklich beeindruckt.</p>

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<p>Vielleicht erschliesst sich mir die Sch&#246;nheit des Sees ja, wenn ich am Ufer entlang fahre?</p>

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<p>Nach der Fahrt der Ostk&#252;ste entlang bis nach Stateline muss ich sagen, dass sich der Abstecher nicht wirklich gelohnt hat. Wenn man in Reno lebt ist das sicher grossartig, nach nicht einmal einer Stunde Fahrt statt in der Halbw&#252;ste an einem hochalpinen See zu stehen, aber warum Amis von allen Ecken des Landes einfliegen und deswegen die Motels unversch&#228;mt hohe Preise verlangen k&#246;nnen, verstehe ich nicht. Nun gut, ich muss ja nicht alles verstehen.</p>
<p>Weiter geht die Fahrt &#252;ber Genoa, der &#228;ltesten Siedlung Nevadas, und Carson City, der Hauptstadt Nevadas, bis nach Virginia City. Der Name dieser Stadt ist sicher jedem ein Begriff, denn schliesslich sind die Cartwrights in der Serie Bonanza regelm&#228;ssig nach Virginia City geritten. Die Ponderosa Ranch der Cartwrights bzw. ein Nachbau, der ab der 10. Staffel aber auch f&#252;r Dreharbeiten genutzt wurde, liegt &#252;brigens direkt am Lake Tahoe. Seit 2004 ist die Ponderosa Ranch aber geschlossen. Das Land auf der sie steht wurde verkauft und der neue Eigent&#252;mer hat kein Interesse daran, dass Horden von Touristen bei ihm rumlaufen. Im Visitor Center von Virgina City bekomme ich aber zuf&#228;llig mit, dass einige Personen versuchen, die Ranch zu kaufen, St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck abzutragen und in der N&#228;he von Virginia City wieder aufzubauen.</p>
<p>So eine Touristen Attraktion braucht Virginia City auch unbedingt, denn die Stadt ist von Kopf bis Fuss auf Touristen eingestellt. Mir gef&#228;llt das &#252;berhaupt nicht, obwohl die alten H&#228;user schon ihren Charme haben.</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/virginia-city-nevada-2007/20070826-06.jpg" title="" rel="lightbox[singlepic197]" >
	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/197__580x_20070826-06.jpg" alt="20070826-06.jpg" title="20070826-06.jpg" />
</a>


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	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/199__580x_20070826-08.jpg" alt="20070826-08.jpg" title="20070826-08.jpg" />
</a>

<p>Wenn das ganze nur nicht wie eine Wild West Version des Fisherman&#8217;s Wharf w&#228;re. Einfach ein Souvenir-Laden neben dem anderen. Als ich im Delta Saloon und auf der anderen Strassenseite im Bucket of Blood Saloon vom Gebimmel der Einarmigen Banditen empfangen werde, mach ich auf dem Absatz kehrt und marschiere schnurstracks zu meinem Auto. Furchtbar, hoffentlich ist wenigsten der Friedhof unber&#252;hrt. Der Friedhof ist in Wirklichkeit nicht ein Friedhof sondern es sind mehrere Friedh&#246;fe, die direkt nebeneinander liegen. Die Menschen lebten getrennt nach Klassen und Rassen, also wurden sie auch getrennt begraben. So gibt es einen Friedhof f&#252;r Freimaurer, f&#252;r Feuerwehrm&#228;nner, Katholiken, usw. Im Gegensatz zur Stadt gefallen mir die Friedh&#246;fe sehr gut, denn obwohl ich noch Gr&#228;ber entdecke, sie keine 20 Jahre alt sind, sieht der Friedhof dennoch aus wie im Wilden Westen.</p>

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	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/202__580x_20070826-11.jpg" alt="20070826-11.jpg" title="20070826-11.jpg" />
</a>


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	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/211__580x_20070826-20.jpg" alt="20070826-20.jpg" title="20070826-20.jpg" />
</a>


<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/virginia-city-nevada-2007/20070826-28.jpg" title="" rel="lightbox[singlepic219]" >
	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/219__580x_20070826-28.jpg" alt="20070826-28.jpg" title="20070826-28.jpg" />
</a>

<p>Nach vielen Fotos geht es weiter Richtung Westen. Da ich keine Lust habe, die selbe Strecke Richtung S&#252;den zur US-50 zu nehmen, habe ich mir im Vorfeld &#252;ber Google Maps eine Strasse rausgesucht, die von Virginia City westlichen wegf&#252;hrt und auf die US-50 trifft. Leider ist die Strasse auf der AAA-Karte nicht eingezeichnet. Ich kann mich aber noch erinnern, dass sie Irgendwas Mile-Canyon-Road heisst und man entweder von der Stadt aus oder direkt n&#246;rdlich von Virgina City auffahren kann. Nachdem ich mich bereits im Norden von Virginia City befinde, nehme ich die n&#246;rdliche Variante, die zudem sicherlich leichter zu finden ist. Ich fahre also ich Richtung Norden und treffe kurze Zeit sp&#228;ter auf die Seven-Mile-Canyon-Road. Perfekt! Das war ja kinderleicht. Die Seven-Mile-Canyon-Road entpuppt sich als breite, gut zu befahrende Dreckstrasse, zumindest bis zur Seven Mile Canyon Guest Ranch, keine Meile von der NV-341 entfernt. Ab der Ranch wird die Strasse deutlich enger und ruppiger.</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/virginia-city-nevada-2007/20070826-29.jpg" title="" rel="lightbox[singlepic220]" >
	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/220__580x_20070826-29.jpg" alt="20070826-29.jpg" title="20070826-29.jpg" />
</a>

<p>An manchen Stellen muss man sogar aufpassen, mit dem Auto nicht aufzusetzen.</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/virginia-city-nevada-2007/20070826-30.jpg" title="" rel="lightbox[singlepic221]" >
	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/221__580x_20070826-30.jpg" alt="20070826-30.jpg" title="20070826-30.jpg" />
</a>

<p>Eigentlich macht die Fahrerei extrem viel Spass, aber der Gedanke, mich w&#228;hrend der n&#228;chsten 10 Meilen im Schritttempo fortzubewegen, jagt mir schon Schauer den R&#252;cken runter. Nach etwa 1.5 Meilen Fahrerei treffe ich pl&#246;tzlich auf eine Asphalt-Strasse. Ein Blick auf die AAA-Karte verr&#228;t mir, dass an der Stelle gar keine Strasse sein d&#252;rfte. Macht aber nichts, denn die Himmelsrichtung stimmt und auf Asphalt gehts deutlich schneller voran. Die Strasse offenbart zudem einige optische Leckerbissen. In der N&#228;he der US-50 sehe ich endlich, auf welcher Strasse ich fahre. Es handelt sich um die Six-Mile-Canyon-Road. Zur&#252;ck auf der US-50 habe ich vorerst keine Lust mehr auf Dreckstrassen und lasse den geplanten Abstecher &#252;ber die Fort Churchill Road zum &#8230; nonaned &#8230; Fort Churchill aus und fahre schnurstracks nach Fallon. Dort angekommen, g&#246;nne ich mir ein leckeres Teuflisches H&#252;hnchen im Mexikaner La Fiesta, f&#252;lle anschliessend noch einmal schnell den Trailblazer und los geht es &#252;ber den eigentlichen Teil des America&#8217;s Lonliest Highway.</p>
<p>Die meisten Menschen glauben, dass man bei einer Fahrt quer durch Nevada einfach stundenlang durch die W&#252;ste f&#228;hrt und bis auf Sand wenig zu sehen bekommt. In Wirklichkeit schl&#228;ngelt sich die US-50 auf ihren 262 Meilen von Fallon bis zu meinem Tagesziel Ely &#252;ber insgesamt sieben P&#228;sse von 1&#8242;925m bis 2&#8242;319m H&#246;he.</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/diversa-2007/20070826-38.jpg" title="" rel="lightbox[singlepic229]" >
	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/229__580x_20070826-38.jpg" alt="20070826-38.jpg" title="20070826-38.jpg" />
</a>

<p>Direkt nach Austin f&#228;hrt man sogar durch einen Teil des Humboldt-Toiyabe National Forest. Die B&#228;ume sind zugegeben nicht gerade gross, aber immerhin ein Wald mitten in der vermeintlichen W&#252;stenlandschaft. Inzwischen habe ich es auch mit Regenschauern zu tun. Scheinbar handelt es sich um die Ausl&#228;ufer des Hurrikans Felix. Soviel f&#252;r eine trockene, flache und sandige W&#252;ste.</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/diversa-2007/20070826-39.jpg" title="" rel="lightbox[singlepic230]" >
	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/230__580x_20070826-39.jpg" alt="20070826-39.jpg" title="20070826-39.jpg" />
</a>

<p>Die Fahrt gef&#228;llt mir gut, aber sie ist nicht so einsam wie erwartet. Nat&#252;rlich kann man immer wieder einfach mitten auf der Strasse stehen bleiben, um schnell ein Foto zu schiessen, aber es ist immer irgendwo ein anderes Auto zu sehen. Eigentlich m&#246;chte ich vor Ely noch einen Abstecher nach Ruth machen, um dort vom Liberty Pit Overlook Fotos eines der gr&#246;ssten Kupferbergwerke im Tagbau zu machen. Leider spielt dank Felix das Wetter nicht mit und da die Fotos ohne Sonne langweilig auss&#228;hen, fahre ich direkt weiter bis zum Hotel Nevada und Gambling Hall in Ely.</p>
<p>Das Hotel hat echt Flair. Im Aufzug sind Bilder des Liberty Pits zu sehen. Die sind wirklich toll. Bei sch&#246;nem Wetter bestimmt einen Stopp wert. Im Zimmer angekommen nutze ich endlich wieder mal den nach langer Zeit m&#246;glichen Wireless-Zugriff aus. Eigentlich m&#246;chte ich noch den $8.99 Prime Rib Dinner und die $1 10 oz. Draft Beer ausn&#252;tzen, da ich es mir aber inzwischen schon so gem&#252;tlich gemacht habe und vom Mittag noch immer satt bin, bleibe ich stattdessen im Zimmer. Am n&#228;chsten Tag habe ich vor, bereits um 4.00 Uhr loszufahren. Es steht wieder mal ein Berg auf dem Programm. Da es doch ein wenig sp&#228;ter wird als erwartet, stelle ich den Wecker auf 4.30 Uhr und schmeisse mich gegen Mitternacht endlich ins Bett.</p>
<p>Gefahrene Meilen: 430.6</p>
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		<title>Tag 08 &#8211; Ab in die W&#252;ste</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Aug 2007 20:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kalifornien]]></category>
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      &#160;
	  
        Route:
        &#160;Yreka, CA - Lassen  Volcanic National Park - Reno, NV
      
     [...]]]></description>
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      </tr>
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    </table>
  </div>

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<p>Bereits um 6.30 Uhr bin ich wieder wach und beginne gleich damit, meine Koffer fertig zu packen. Das meiste habe ich zwar schon gestern erledigt, weil aber gerade im TV „Scent of a Woman“ l&#228;uft, werde ich st&#228;ndig abgelenkt. Huah! Wenigstens komme ich in den zahlreichen Werbepausen voran. Ein vorsichtiger Biss in die kalte Pizza von gestern offenbart mir, dass sie auch kalt noch gut schmeckt und nach dem Motto „ess ma ois zamm“ meiner verstorbenen Wiener Grosstante bleibt letztlich nur eine leere Pizza-Schachtel &#252;brig. Gegen 9.00 Uhr ist der Film endlich fertig und ich schon l&#228;ngst abfahrbereit. Schnell alles ins Auto geschleppt, den Trailblazer an der n&#228;chsten Tanke gef&#252;llt und los geht die Fahrt Richtung Reno. Da ich in den letzten beiden Tagen die West- und S&#252;dseite des Mount Shasta gleich zwei mal gesehen habe beschliesse ich, den Berg auf der entgegengesetzten Seite zu umfahren. Laut Karte f&#252;hrt auf der nord&#246;stlichen Seite eine Dreckstrasse namens Military Pass Road um den Berg herum. Bei Grenada fahre ich also von I-5 und nehme den 99-97 Cut-Off, der direkt Richtung Mount Shasta f&#252;hrt und tolle Blicke bietet.</p>

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<p>Bevor der 99-97 Cut-Off auf die US-97 trifft, fahre ich rechts ab und folge &#252;ber eine Dreckstrasse dem Wegweiser Richtung einer Kupfer-Grube. Das k&#246;nnte es tolle Fotom&#246;glichkeiten geben. Leider ist die Grube durch einen Zaun abgeschottet, deswegen fahre ich noch ein wenig in der Gegend herum, ob sich nicht vielleicht irgendwo ein per Strasse erreichbarer, erh&#246;hter Aussichtspunkt mit Blick auf den Mount Shasta finden l&#228;sst. Nach etwa 15 Minuten gebe ich das Vorhaben auf, schiesse noch schnell ein Foto und fahre zur&#252;ck zum 99-97 Cut-Off.</p>

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<p>Die Fahrerei auf der Military Pass Road ist recht interessant, von angenehm zu fahren &#252;ber Waschbrettstrecke bis Sandpiste ist alles vorhanden.</p>

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<p>Vor allem der Blick auf den Mount Shasta ist toll.</p>

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<p>Scheinbar darf hier an einigen Ecken jeder Holz f&#252;r den Eigenbedarf f&#228;llen, sogar vom zugegeben nicht ganz so weit entfernten Oregon steht ein Truck mit Anh&#228;nger am Strassenrand und daneben s&#228;gt gerade der Herr des Hauses einen Baumstamm auseinander, w&#228;hrend die Damen des Hauses im Schatten sitzen und Diet Coke trinken. Nach etwas mehr als einer Stunde Spass auf der Military Pass Road biege ich auf die CA-89 ab, auch bekannt als Volcanic Legacy Scenic Byway. Von Vulkanen ist hier aber nichts mehr zu sehen und Landschaft entlang der Strasse nur m&#228;ssig interessant. Immerhin gibts scheinbar endlose Rolling Hills, die ab und zu mal von einer Kurve abgel&#246;st werden. Auch nicht schlecht! Die Fahrt wird von einer gr&#246;sseren Baustelle mit 20 Minuten Wartezeit unterbrochen. Schon lustig. In den letzten 18 Jahren USA-Urlaub habe ich noch nie einen Pilot-Car gesehen und kaum im Reisef&#252;hrer von Grundmann davon gelesen, habe ich es hier schon mit dem zweiten zu tun. Gegen 14.00 Uhr treffe ich endlich beim Nordeingang des Lassen Volcanic National Park ein. Der Lassen Peak Highway ist recht interessant und wird vor allem in der N&#228;he des Lassen Peaks wirklich sch&#246;n. Beim Trailhead zum Lassen Peak halte ich auf dem riesigen Parkplatz an, und bereite mich auf die Wanderung vor. Angesichts der Massen kann es sich nur um eine Touristenstrecke handeln, deswegen verzichte ich auf Rucksack und Wanderschuhe, montiere meine in San Francisco neu gekauften Trail Running Schuhe und packe nur ein paar Wasserflaschen ein. Laut meinem Wanderf&#252;hrer bin ich in vier Stunden wieder beim Auto. Bei lediglich 8 Kilometern hin und zur&#252;ck und einem H&#246;henunterschied von etwas mehr als 600 Metern bis zum 3&#8242;187 Meter hohen Gipfel kann das meiner Einsch&#228;tzung nach doch nicht mehr als drei Stunden dauern. Beim Informationsschild zu Beginn der Wanderung steht was von 5 Stunden, die spinnen doch! Ich sprinte also los und schon nach wenigen Schritten merke ich: Das wird schwer! Meine Oberschenkel brennen bei jedem Schritt, die sind wohl noch vom Mount Shasta gezeichnet. Schnell aber nicht ganz so schnell wie geplant geht es voran, das Ziehen in den Beinen wird zur Routine. Nach 65 Minuten bin ich schon auf dem Gipfel und geniesse den Ausblick. Nicht schlecht f&#252;r so wenig Anstrengung.</p>

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<p>40 Minuten und ein paar Fotos sp&#228;ter bin ich schon wieder beim Auto und wundere mich, wie man f&#252;r die Wanderung ernsthaft vier bis f&#252;nf Stunden veranschlagen kann. Wie dem auch sei, noch ein Foto des Lassen Peak vom Helen Lake geschossen, und weiter geht die Fahrt.</p>

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<p>Kaum auf Gas getreten bin ich schon auf dem Parkplatz der Bumpass Hell. Obwohl weniger als 5 Kilometer hin und zur&#252;ck und nur 100 H&#246;henmeter zu bew&#228;ltigen w&#228;ren, verzichte ich wegen Zeitmangels auf die Bumpass Hell. Eigentlich schade, auf den Fotos sieht sie wirklich toll aus. Die Fahrt geht weiter und mit den Sulphur Works, die direkt an der Strasse liegen, komme ich dann doch noch zu meinen thermischen Bereich mit dem Duft von vor sich faulender Eier in der Luft.</p>

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<p>Anschliessend heisst es, m&#246;glichst schnell Meilen zu fressen, um bei Zeiten in Reno anzukommen. Die Fahrt Richtung Susanville ist recht interessant, vor allem als es beim Lake Almanor vorbei geht. Wie alle Seen in der Gegend ist auch hier der Wasserstand auf einem Rekordtief. Kein Wunder, dass &#252;berall Schilder mit &#8220;Save Lake Almanor&#8221; zu sehen sind. Extrem faszinierend finde ich die letzten Meilen vor Susanville. Die Strasse weisst pl&#246;tzlich ein starkes Gef&#228;lle auf und innert weniger Minuten befindet man sich statt in einem Nadelwald pl&#246;tzlich in einer Halbw&#252;ste. Dass der &#220;bergang so schnell gehen kann, ist kaum zu glauben.</p>
<p>Auf der US-395 geht es weiter Richtung Reno. Die Sonne geht gerade unter, deshalb bieten sich mir fantastische Farbenspiele. Ich bin gefesselt von der Landschaft und bin schneller als erwartet in Reno. Von der US-395 runter auf dem Weg zum Motel mache ich einen kurzen Abstecher zu den Booze Brothers. Wie man weiss, ist das das Gesch&#228;ft mit dem gr&#246;ssten Bier-Angebot in Nord-Nevada. Als ausgewiesener Experte greife ich nat&#252;rlich zum Anchor Steam Porter. Anschliessend checke ich ins Motel 6 Virginia Plumb ein, h&#252;pfe schnell unter die Dusche und m&#246;chte mich dann zu Fuss erst zu den Century Theaters 16 aufmachen um zu sehen, ob mich der eine oder andere Film interessiert, und mir vor dem Filmstart im Sushi Pier II den Bauch mit leckerem Sushi zu f&#252;llen. Dort wo ich das Kino und die Sushi Bar vermute, ist aber nichts dergleichen auszumachen. Ein Kino mit 16 S&#228;len kann doch nicht so schwer zu finden sein. Auf der anderen Strassenseite scheint die Park Lane Mall geschlossen zu sein, zumindest ist alles dunkel und Autos parken dort auch keine. Nach 15 Minuten Sucherei verliere ich die Geduld, setze mich in den Trailblazer und mache mich auf zu Sushi Pier I. Die Adresse weiss ich zwar nicht mehr, kann mich aber erinnern, es vor Wochen mal auf der Karte an der Ecke East Plumb Lane und US-395 lokalisiert zu haben. Das ist ja gerade mal etwas mehr als eine Meile entfernt. Beim Vorbeifahren ist aber kein Sushi Pier auszumachen, und nach einem unfreiwilligen Abstecher &#252;ber den Renoer Flughafen auch nicht bei der R&#252;ckfahrt. Das Lokal kann sich nur noch in der Strip Mall s&#252;dlich der East Plumb Lane verstecken. Also ein U-Turn gemacht, in die Strip Mall eingebogen und siehe da, auf der R&#252;ckseite finde ich tats&#228;chlich den Sushi Pier. Es ist kurz vor 21.00 Uhr und ich habe Hunger. Das Lokal ist wirklich klein. Ich sch&#228;tze, dass dort vielleicht 25 Personen Platz finden d&#252;rften. Ich setze mich an die Bar und bestelle All-You-Can-Eat-Sushi um $17.95.Auf die Frage, was ich denn genau wolle, sage ich dem Sushi Chef nur, dass er mir alles geben k&#246;nne ausser Sushi mit Ei und Krebsersatz. Kurze Zeit sp&#228;ter geht das Feuerwerk schon los, ein Teller nach dem anderen wird vor meine Nase gesetzt, ich komme mit dem Essen fast nicht mehr nach. Da das Lokal um 21.30 Uhr schon schliesst, erfolgt kurz davor die letzte Offensive und ich werde mit Tellern regelrecht zugestellt. Der Sushi Chef gibt sich M&#252;he, f&#252;r Abwechslung zu sorgen. Neben Sushi gibts auch Maki und verschiedene Sushi-Rolls. Die letzten Teller leere ich nur noch mit M&#252;he. Weil das Essen aber absolut grossartig schmeckt, lasse ich nur eine paar Reisk&#246;rner in meinem Sojasosse/Wasabi-Dip zur&#252;ck. Inklusive Eistee f&#228;llt die Rechnung mit $21.35 sehr bescheiden aus. M&#246;chte gar nicht wissen, f&#252;r welchen Gegenwert ich eben Sushi verputzt habe.</p>
<p>Auf jeden Fall fahre ich gl&#252;cklich zur&#252;ck ins Hotel und bin inzwischen so m&#252;de, dass ich gerade noch ein Achor Steam Porter trinke und zu m&#252;de f&#252;r einen Tagesbericht mich dann schlafen lege.</p>
<p>Gefahrene Meilen: 329.7</p>
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