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Tag 04 – Ein Ausflug in die Marine Headlands

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Route:  Ausflug zur Point Reyes National Seashore
Link:  Route in der Vollbildansicht

Gegen 8.00 Uhr bin ich schon wieder wach und beginne gleich damit, an meinem Reisebericht zu schreiben, die Fotos von gestern zu sortieren und diese für das Blog in die passende Grösse zu bringen. Nach getaner Arbeit und und einer französischen Dusche mach ich mich bereits im Läufermontur mit dem Laptop auf dem Buckel auf zu The Grove. Immerhin habe ich gestern für 24 Stunden WLAN gezahlt und die will ich noch ein wenig ausnützen. Ich bestelle einen Caffè Latte und hantiere erst auf der Webseite von Tracfone herum, um mein gestern erworbenes Handy zu aktivieren. Minuten möchte ich auch online kaufen, denn dazu kenne ich einen Promo Code der mir die doppelten Minuten gibt. Leider verweigert mir der Online Shop den Kauf, weil ich keine Adresse in den USA habe, die mit meiner Kreditkarte übereinstimmt. Da man gemäss Webseite auch beim normalen Aktivieren einer z.B. in Walgreens gekauften Minutenkarte Promo Codes eingeben können soll, stört mich das, abgesehen von der verplemperten Zeit, nicht besonders. Weiter geht es mit Fotos hochladen, den aktuellen Bericht noch einmal überarbeiten und als ich noch die gefahrenen Meilen einfügen will sind die 24 Stunden um, und ich habe keinen Zugang zum Internet mehr. Macht nichts, ich sollte ohnehin schon längst unterwegs sein. Weiter geht es zu einer nahen AAA-Filiale, die ich am Vorabend zufällig entdeckt habe, wo ich mich nach Vorweisen meiner ÖAMTC-Karte kostenlos mit Kartenmaterial eindecken kann. Auf dem Weg zum Hotel kaufe ich im Walgreens um die Ecke noch schnell eine 60-Minuten Karte und als ich zurück im Hotel die Minuten zu meinem Tracfone hinzufüge, bekomme ich nie die Möglichkeit, den Promo Code einzugeben. Mist! Laptop im Zimmer aufs Bett geschmissen, Sonnenbrille montiert und auf Richtung Point Reyes National Seashore! Das Wetter ist herrlich, keine Wolke am Himmel auszumachen und obwohl die Golden Gate Brücke gerade mal zwei Meilen vom Hotel entfernt ist, liegt sie komplett im Nebel. Kaum bin ich runter von der Brücke herrscht wieder eitel Sonnenschein. Nur die Brücke selber liegt im Nebel, sonst nichts. Verrückt! Ist wohl nichts mit den Golden Gate Bridge Fotos aus der Nähe.

Die Route führt mich auf der CA-1 vorbei beim ebenfalls komplett eingenebelten Stinson Beach bis zum Trailhead des Tomales Point Trails, wo ich bis zum Tomales Point und zurück joggen möchte. Der Wanderweg ist ca. 16 km lang (hin- und zurück), schön coupiert, verläuft über grasige Hügel mit tollem Aussichten links und rechts aufs Meer und endet am Schluss an wunderschönen Klippen. Da er zudem in einem Elch-Reservat liegt, kann man immer mit Elchsichtungen rechnen. Am Trailhead steht noch eine alte Ranch aus dem Jahr 1858, die will ich mir aber erst am Rückweg anschauen. Ich laufe also los, geniesse die Aussichten und sehe in der Ferne eine Elchherde. Schnell ein Foto schiessen, man kann ja nie wissen, ob das nicht die erste und zugleich letzte Sichtung ist, und weiter geht es Richtung Tomales Point. Nach einer halben Stunde biege ich um eine Ecke und sehe eine zweite Herde, die es sich direkt neben dem Weg gemütlich gemacht hat. Da ich keine Lust auf einen Elchtest habe, drossle ich mein Tempo, spaziere langsam auf die Herde zu und schiesse ein Foto nach dem andern. Toll!

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Nachdem ich an der Elchherde vorbei bin, nehme ich wieder Tempo auf. An manchen Stellen wird der Weg sandig, aber unterm Strich komme ich gut voran und bin 25 Minuten später am Tomales Point.

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Einfach herrlich! Ich schiesse Fotos aus allen möglichen Perspektiven und klettere dann hinuter zu den Vögeln, die es sich auf einem Felsen vor der Küste gemütlich gemacht haben. Dort bleibe ich gut 20 Minuten sitzen, geniesse wie Pelikanschwärme mir über den Kopf fliegen und beobachte das muntere Treiben der Seevögel.

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Anschliessend mache ich mich wieder zurück zum Auto. Bei der Elchherde wieder das obligate Schrittempo und die ebenso obligaten weiteren Fotos. Auf dem Rückweg zieht nun Nebel über die Halbinsel, sieht toll aus.

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Etwa einen halben Kilometer vor dem Ende des Weges beende ich meinen Lauf und spaziere zur Ranch, um auch dort ein paar Fotos zu schiessen. Sie ist noch sehr gut erhalten und passt super in die Landschaft. Ich glaube, das Haus wird sogar noch immer bewohnt.

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Eigentlich wollte ich nach dem Lauf zum Tomales Point noch auf den Mount Tamalpais, doch dazu habe ich nun keine Lust mehr und die Zeit ist schon zu weit fortgeschritten. Ich fahre auf der selben Strecke wieder nach Hause und als ich durch Stinson Beach fahre, ist jetzt schönstes Wetter. Die Fahrt gestaltet sich wie schon bei der Hinfahrt als äusserst kurzweilig, denn die CA-1 ist eine kurvige Küstenstrasse, auf der 55 Meilen die Stunde gefahren werden dürfen.

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Als ich dann feststelle, dass auch die Golden Gate Bridge schön in der Sonne liegt und von Nebel weit und breit nichts zu sehen ist nütze ich natürlich die Gelegenheit und schiesse noch das eine oder andere Foto.

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Endlich wieder in San Franciso habe ich einen Bärenhunger. Kein Wunder, ich habe ja zuletzt am Vorabend etwas gegessen. Schnell ins Marina Deli wo die Sandwiches frisch gemacht werden. Alles wird frisch geschnitten, nichts ist bereits vorbereitet. Mit zwei Sandwiches, einem “Italian” und einem “Hoagie #2″, gehts dann zurück ins Hotel. Dort futtere ich genüsslich erst das Italian und obwohl ich danach schon mehr als satt bin (die Dinger sind riesig und sehr grosszügig gefüllt), verdrücke ich auch noch das Hoagie #2. Solche tollen Sandwich habe ich schon lange nicht mehr gegessen.

Nach einem Intermezzo in der Dusche wäre es eigentlich höchste Zeit, um zum AT&T Park zu fahren um mir das Spiel der Giants gegen die Cubs anzuschauen. Ich ziehe es aber vor, erst noch ins Sports Basement ganz in er Nähe zu fahren. Ich brauche unbedingt noch einen Fleece-Pulli für den Mount Shasta und ein zweites Paar Laufschuhe können auch nicht schaden. Im Sports Basement werde ich schnell fündig und schlage wieder günstig zu. Die Trabucco von ASICS kosten mich schlappe $78.12 und der Fleece Pulli von The North Face günstige $41.23. Echte Schnäppchen wie ich finde. Schnell die Sachen ins Hotelzimmer geschmissen und dann auf mit dem 45er zum Stadion. Als ich eintreffe sind wir schon im 7. Inning. Was ist bloss mit den Baseball Spielen passiert, die drei bis vier Stunden dauern? Wie kann man nach 1 1/2 Stunden schon im 7. Inning sein? Ich habe das irgendwie anders in Erinnerung. Wie dem auch sei, viel verpasst habe ich ja nicht. Die Giants führen mit 1:0 bereits seit dem ersten Inning. Aber ich komme doch noch auf meine Kosten, denn im 9. und letzten Inning erzielen die Cubs gleich 6 Runs, da nützt auch das zweimalige Auswechseln der Pitchers nichts mehr. Die Cubs treffen einfach jeden Ball von jedem Pitcher. Nach 2 Stunden und 20 Minuten ist das Spiel zu Ende.

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Nach dem Spiel hüpfe ich noch schnell in ein Buchgeschäft beim Stadion und bin über deren Auswahl an Wanderbüchern enttäuscht. Mit einer Wanderkarte vom Grand Canyon kann ich doch noch etwas brauchbares finden. Mit dem 45er soll es wieder zurück zum Hotel. Der Busfahrer ist mir aber nicht ganz geheuer. Der schreit ständig ins Mikrophon, um die Haltestellen anzukündigen, man versteht aber kein Wort. Sogar wenn man weiss, wie die Haltestelle heisst die er da ausruft. Auf mich macht der Typ den Eindruck, als ob er stockbetrunken wäre. Ich habe aber keine List, auszusteigen und auf den nächsten Bus zu warten. Zurück beim Hotel packe ich meine Koffer, denn morgen soll es schon früh losgehen. Ein langer Fahrtag liegt vor mir.

Gefahrene Meilen: 109.4