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	<title>Worldclass Demountaining &#187; Städte</title>
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		<title>Tag 15 &#8211; Alles hat ein Ende (nur die Wurst hat zwei)</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Sep 2007 21:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich heute Morgen schon um 7.00 Uhr im Flieger Richtung Heimat sitze, klingelt mein Wecker heute bereits um 4.15 Uhr. Nach dem Fiasko der Anreise m&#246;chte ich heute zeitig am Flughafen sein. Man weiss ja nie, was sich US Airways heute einfallen l&#228;sst, um die Reise spannend zu gestalten. Das morgentliche Procedere ist schnell erledigt und bereits eine halbe Stunde sp&#228;ter bin ich unterwegs Richtung McCarran Rent-A-Car Center. Die R&#252;ckgabe des Mietwagens verl&#228;uft wie immer vollkommen problemlos und schnell. Den Cooler mit allen noch unge&#246;ffneten Dosen und Flaschen und das Fix-A-Flat lasse ich einfach im Wagen. Bevor ich den Trailblazer endg&#252;ltig zur&#252;cklasse, notiere ich mir noch ein paar Eckdaten des Bordcomputers. Auf meiner Reise bin ich demnach 2&#8242;285.7 Meilen gefahren, habe dabei 122.7 Gallonen Benzin verbraucht und jede Gallone hat mich 18.6 Meilen weit gebracht. Umgerechnet ergibt das eine gefahrene Distanz 3&#8242;677.70 Kilometern, eine verbrauchte Benzinmenge von 464.47 Litern und einen durchschnittlichen Verbrauch von 12.65 Liter auf 100 Kilometern.</p>
<p>Kurze Zeit sp&#228;ter sitze ich schon im Flughafen-Shuttle auf dem Weg zum US Airways Schalter. Da man direkt vor der Schalterhalle abgesetzt wird, sind es nur wenige Schritte. Nur wenige Personen stehen vor mir in der Schlange. Da ich noch mehr als genug Zeit zur Verf&#252;gung habe, bin ich ganz entspannt. Als ich an die Reihe komme, geht der bef&#252;rchtete Zauber aber schon los. Die Dame hinterm Schalter meint, dass mein erster Flug von United Airlines durchgef&#252;hrt werde, weswegen ich mich bei United Airlines einchecken m&#252;sse. Ich weise sie darauf hin, dass auf der aktuellsten Reisebest&#228;tigung beim fraglichen Flug „US Airways 7108 operated by US Airways“ st&#252;nde, ich die komplette Reise &#252;ber US Airways gebucht h&#228;tte und die beiden weiteren Fl&#252;ge bis nach Z&#252;rich ohnehin von US Airways durchgef&#252;hrt werden w&#252;rden. Das l&#228;sst sie aber alles kalt. Ich m&#252;sse mich bei  United Airlines anstellen und dort einchecken. Next!</p>
<p>„Das kann ja was werden“, denke ich mir, als ich mich auf die Suche nach dem United Airlines Schalter mache. Gl&#252;cklicherweise ist der gesuchte Schalter nicht nur direkt daneben und somit nur wenige Schritte entfernt, sondern auch die Schlange davor angenehm kurz. Nach lediglich 10 Minuten stehe ich schon wieder am Check-In Schalter und wie zu erwarten, m&#246;chte mich die Tante wieder zum US Airways Schalter schicken! Nachdem ich ich sie aber dar&#252;ber aufgekl&#228;rt habe, dass ich von ebendort hierher geschickt worden sei und ich jetzt sicherlich nicht mehr hin&#252;ber ginge, geht es dann nach einem Blick in den Computer pl&#246;tzlich doch und vor allem kurz und schmerzlos. Mit 50 bzw. 49 Pfund liegen meine Koffer zudem gerade noch im erlaubten Bereich.</p>
<p>Wie &#252;blich werde ich als Liechtensteiner als Sicherheitsrisiko eingesch&#228;tzt und muss beim Sicherheitscheck durch die spezielle Kontrolle, f&#252;r die man nat&#252;rlich nur rein zuf&#228;llig ausgew&#228;hlt wird. Da ich noch immer mehr als genug Zeit habe, diese Kontrollen  f&#252;r mich ohnehin schon die Norm sind, bleibe ich gelassen. Dass der Typ vor mir aber durch die spezielle Kontrolle muss, ist f&#252;r mich aber vollkommen einleuchtend. Er hat nicht nur eine Piraten-Augenklappe und einen Ring nicht am, sondern im Ohr, nein er ist ausserdem auch &#252;berall mit kinderfreundlichen Motiven t&#228;towiert und noch immer sturzbesoffen. Als er mein Anchor Steam Brewery T-Shirt bemerkt, werde ich nat&#252;rlich sofort in ein Gespr&#228;ch &#252;ber verschiedene Biersorten der Vereinigten Staaten und deren geschmackliche Einordnung verwickelt.</p>
<p>Nach einigen Minuten bin ich endlich an der Reihe. Im Unterschied zum gew&#246;hnlichen Sicherheitscheck muss man sich hier erst in ein Ger&#228;t namens Sentinel II stellen. Dabei wird man von allen Seiten mit kurzen Luftst&#246;ssen beblasen. Dadurch sollen anscheinend Drogen- und/oder Bombenspuren abfallen, die dann am Boden angesaugt und analysiert werden. Zus&#228;tzlich wird nicht nur das Gep&#228;ck von einem Sicherheitsbeamten genau durchgesehen, sondern auch alle einschl&#228;gigen Produkte und Ger&#228;te sowie die Innenseite der Koffer jeweils mit einem eigenen Watte-Pl&#228;ttchen abgerieben und in einer Maschine auf Drogen- und/oder Bombenspuren analysiert. Auf meine Frage, ob sie denn schon einmal etwas gefunden habe meint die Sicherheitsbeamtin, dass dies immer wieder mal vorkomme. Man w&#252;rde gar nicht glauben, mit was f&#252;r Spuren manche Leute unterwegs seien.</p>
<p>Nachdem ich den Sicherheitscheck hinter mich gebracht habe, begebe ich mich zum Flugsteig. Auf dem Weg dorthin g&#246;nne ich mir noch einen sch&#246;nen heissen Kaffee und warte geduldig auf meinen Flug mach Denver. Von dort geht es weiter nach Philadelphia und abschliessend nach Z&#252;rich. Alle Fl&#252;ge sind p&#252;nktlich und in Denver und Philadelphia muss ich lediglich eine respektive eineinhalb Stunden warten. Da ich an beiden Flugh&#228;fen eine Steckdose finde, n&#252;tze ich die Zeit, um ein wenig an meinen Reiseberichten zu schreiben. Da ich zudem relativ m&#252;de bin, kann ich im Flieger nach Z&#252;rich sogar schlafen. Der Flug vergeht im wahrsten Sinne der Wortes wie im Flug.</p>
<p>In Z&#252;rich gelandet und fast schon bei der Gep&#228;ckausgabe angekommen, bin ich hocherfreut, dass wider Erwarten der R&#252;ckflug gut geklappt hat. Ich denke mir, dass sie jetzt eigentlich nur noch meine Koffer verschlampt haben k&#246;nnten. Man kann sich hier nat&#252;rlich vorstellen, was passiert: Nach langem Warten am Band stelle ich fest, dass keiner meiner beiden Koffer angekommen ist. Erst bin ich dadurch ein wenig genervt, aber als mir dann einf&#228;llt, dass ich dadurch keine Koffer mehr mit mir herumschleppen brauche, f&#252;lle ich schnell eine Suchmeldung aus und spaziere dann leichtf&#252;ssig Richtung Bahnhof.</p>
<p>Die Fahrt nach Hause per Bahn und Bus und ist vollkommen ereignislos, weswegen ich an dieser Stelle auf eine n&#228;here Schilderung verzichte. Nach einem Fr&#252;hst&#252;cks- bzw. Brunch-Zwischenstopp bei einem Freund treffe ich gegen Mittag endlich zu Hause ein. Na dann, wir sehen uns sicherlich wieder, Vereinigte Staaten <img src='http://www.jehle.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Gefahrene Meilen: 5.5</p>
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		<title>Tag 14 &#8211; Viva Las Vegas!</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Aug 2007 21:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Las Vegas]]></category>
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        Route:
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<p>Um 6.00 klingelt mein Wecker. Wie von der Tarantel gestochen h&#252;pfe ich aus dem Bett. Rise and Shine, Baby! Heute geht es n&#228;mlich um Football-Tickets f&#252;r die Detroit Lions. Vor einigen Monaten habe ich n&#228;mlich festgestellt, dass ich schon lange kein Football-Spiel mehr live im Stadion gesehen habe. Nach einem kurzen Blick auf den Spielplan der Lions habe ich mit Freude festgestellt, dass die Lions im November gleich zwei Heimspiele innerhalb von 5 Tagen austragen. Das hat f&#252;r mich nach einer idealen Gelegenheit geklungen, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. N&#228;mlich meine beiden ehemaligen Gastfamilien aus meiner Zeit als Austauschsch&#252;ler wieder mal zu besuchen und die Lions gleich zwei Mal live im neuen Ford Field zu sehen. Das Ganze auf Kosten von gerade mal einer Woche Urlaub. Eigentlich sind das ja sogar vier Fliegen, weil w&#228;hrend dieser  Woche auch noch Thanksgiving stattfindet und Ohio State gegen Michigan im Big House (= Michigan Stadium in Ann Arbor mit 107’501 Pl&#228;tzen) spielt. F&#252;r letzteres sind zwar nur Karten auf dem Schwarzmarkt zu haben, die von $400 aufw&#228;rts kosten, aber alleine schon das Spiel live im Fernsehen zu sehen, d&#252;rfte ein Genuss sein. Also schnell mir mal wieder eine Rasur geg&#246;nnt, dann ab unter die Dusche und auf zum Sol Foods Market &amp; Deli. Da kann man nur hoffen, dass die die T&#252;re wirklich rechtzeitig f&#252;r mich &#246;ffnen. Vor dem Sol Foods Market &amp; Deli kann ich sehen, dass drinnen jemand gesch&#228;ftig Fr&#252;hst&#252;ck vorbereitet, nur leider hat sie kein Auge f&#252;r mich. Erst als ich wie wild herumh&#252;pfe und mit beiden Armen fuchtle (Hampelmann l&#228;sst gr&#252;ssen) nimmt sie mich wahr und &#246;ffnet mir die T&#252;re. Schnell den Laptop an die Steckdose anschliessen und aufstarten das Teil. Es ist 06.50 Uhr, also noch genug Zeit. WLAN weigert sich aber zu funktionieren, deswegen muss die Kiste neu gestartet werden w&#228;hrend sie sich nette Worte von mir anh&#246;ren darf. Beim zweiten Versuch klappt dann alles und ich bin online. Es ist inzwischen schon 06.59 Uhr, also schnell ins gestern erstelle Ticketmaster Konto eingeloggt (entsprechend einer Kochsendung: Ich hab da schon mal was vorbereitet) und den Link zu den Karten f&#252;r das Spiel Green Bay Packers @ Detroit Lions gew&#228;hlt. Die sind zum Gl&#252;ck noch nicht zu haben, ich bin also noch rechtzeitig. Ich dr&#252;cke immer wieder auf F5, um die Seite neu zu laden, aber da steht immer das Selbe: „Die Karten gehen am 30. August um 10.00 Uhr Eastern in den freien Verkauf“. Na toll, das h&#228;tte schon vor 10 Minuten sein sollen und es ist noch immer nichts zu sehen. Langsam werde ich wieder nerv&#246;s, dann komme ich auf die Idee mal im Internet zu suchen, wie sp&#228;t es denn jetzt an der Ostk&#252;ste ist. Das grosse, weise Internet verr&#228;t mir, dass es dort erst 09.10 Uhr ist. Da f&#228;llt es mir wie Schuppen von den Augen: Ich bin ja jetzt nicht mehr in der Pacific sondern in der Mountain Zeitzone! Toll, h&#228;tte ich eine Stunde l&#228;nger schlafen k&#246;nnen. Aber egal, wenn ich schon da bin lade ich doch gleich ein paar Fotos hoch und arbeite weiter an meinen Reiseberichten. Damit bin ich dann so besch&#228;ftigt, dass ich beinahe vergesse, mich um 8.00 Uhr wieder bei Ticketmaster einzuloggen, um mir die Karten zu sichern! Dennoch komme problemlos zu einer Karte f&#252;r das Spiel Green Bay Packers @ Detroit Lions und zu einer Karte f&#252;r das Spiel New York Giants @ Detroit Lions. Strahlend wie ein Honigkuchen-Pferd verlasse ich unmittelbar danach Sol Foods Market &amp; Deli und fahre zur&#252;ck zum Hotel. Bis 10.00 Uhr muss ich raus aus dem Zimmer sein. Als erstes stelle ich den Gasbrenner draussen auf die Veranda, um das restliche Gas zu verbrennen, dann k&#252;mmere ich mich um meine restlichen Sachen. Gl&#252;cklicherweise ist nicht mehr allzu viel zu erledigen, weil ich gestern schon damit begonnen habe, meine Koffer flugfertig zu packen. In Las Vegas werde ich dazu wohl keine Zeit haben. Als ob es geplant w&#228;re, ist fast exakt um 10.00 Uhr das Gas alle und der Brenner kann in den letzten verbleibenden Koffer gepackt werden. Die leere Gaskartusche lasse ich zusammen mit ein paar Dollar Trinkgeld und dem Schl&#252;ssel im Zimmer zur&#252;ck und fahre dann kurz nach 10.00 Uhr los Richtung Las Vegas, nat&#252;rlich mit dem obligatorischen Abstecher durchs Valley of Fire.</p>
<p>Nach einer ereignislosen Fahrt, die nur auf dem &#252;ber Arizona f&#252;hrenden Strassenabschnitt einigermassen interessant ist, erreiche ich nach etwa 2.15 Stunden Fahrt den Osteingang des Valley of Fire State Parks. Ich halte beim ersten Parkplatz an, um dort die Selbstregistrierung vorzunehmen. Als ich aus dem Auto aussteige trifft mich fast der Schlag. Es ist einfach nur heiss, heiss, heiss und nochmals heiss. Nicht dass ich das nicht gewusst h&#228;tte, immerhin habe ich w&#228;hrend der Fahrt das Aussenthermometer beobachten, wie es sch&#246;n langsam auf &#252;ber 100° Fahrenheit (= 38° Celsius) geklettert ist, aber die mir entgegenkommende Hitze verdirbt mir sofort die Lust, hier gr&#246;ssere Spr&#252;nge zu machen.</p>
<p>Da ich aber schon mal da bin, schaue ich mir ein paar Highlights an. Erstes Fotomotiv ist logischerweise der Elephant Rock, den nun wirklich jeder Besucher fotografiert und daher in jedem Reisebericht zu finden ist (meiner soll da keine Ausnahme sein).</p>

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</a>

<p>Ebenfalls auf die Speicherkarte gebannt wird der Archrock, der wahrscheinlich das Fotomotiv Nummer 2 im Park sein d&#252;rfte.</p>

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</a>

<p>Daneben schiesse ich noch einige andere Fotos, mit denen ich die Leserschaft aber nicht weiter langweilen will. Bei k&#228;lteren Temperaturen lohnt es sich sicherlich, das weniger fotografierte Hinterland mal in Angriff zu nehmen. Das merke ich mir schon mal f&#252;r die bereits in meinem Kopf herumschwirrende Reise vor, bei der ich den Tonto-Trail im Grand Canyon erkunden m&#246;chte. Nach nur einer Stunde verlasse ich den Park schon wieder Richtung Westen. Interessant finde ich den Umstand, dass nichts auf diese bunte Farbenwelt des Valley of Fire hindeutet, und dass der aus Las Vegas kommende Besucher nicht erahnen kann, dass sich unmittelbar links hinter der gezeigten biederen H&#252;gelkette das farbenpr&#228;chtige Valley of Fire versteckt.</p>

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<p>Weiter geht es Richtung Las Vegas. Kurz nach dem Las Vegas Motor Speedway bahnt sich ein Stau an, weswegen ich sofort von der I-15 runter fahre und der parallel verlaufenen Strassen folge. Alles nicht sehr spektakul&#228;r, also beschliesse ich einen In-N-Out Burger zu finden, um dort etwas essen zu gehen. Ich meine, bei meinen Reisevorbereitungen mal einen im nordwestlichen Teil der Stadt gesehen zu haben. Zuvor halte ich noch schnell bei einem ATM, um mein Bargeld ein wenig aufzustocken, man kann ja nie wissen. Nachdem ich ein wenig in der Gegend herumgefahren bin und dabei festgestellt habe, dass Las Vegas abseits des Strips sehr unspektakul&#228;r aussieht, finde ich tats&#228;chlich einen In-N-Out Burger. Dort bestelle ich mit nat&#252;rlich wieder einen Double-Double Animal Style und w&#228;hrend ich in der N&#228;he des Tresens auf mein Essen warte, spazieren ein paar Cheerleader der in der N&#228;he gelegenen Palo Verde High School herein. Da sie direkt vor mir stehen bekomme ich nat&#252;rlich mit, was f&#252;r oberfl&#228;chliche Banalit&#228;ten besprochen werden und f&#252;hle mich gleich wieder in meine Zeit als Highschool Sch&#252;ler in Michigan zur&#252;ckversetzt. Herrlich! Anschliessend statte ich einem in der N&#228;he gelegenen Buchladen einen Besuch ab, langweilige mich aber recht schnell. Ich beschliesse, zu meinem Hotel zu fahren. Es ist zwar noch immer ordentlich vor der offiziellen Check-In Zeit, aber vielleicht ist meine Suite schon bereit. Ja, ihr habt richtig gelesen. Nach alle den g&#252;nstigen Unterk&#252;nften &#252;bernachte ich heute in einer Suite, die ironischerweise die g&#252;nstigste &#220;bernachtung auf der ganzen Reise sein wird. Aufgrund eines Fehlers im Buchungsystem habe ich statt $259 plus Taxen nur $34.47 inklusive aller Taxen zahlen m&#252;ssen. Ich bin gespannt, ob beim Check-In noch etwas nachbezahlt werden muss.</p>
<p>20 Minuten sp&#228;ter erreiche ich das Platinum Hotel &amp; Spa, nur einen Block &#246;stlich des Strips. Ich fahre einfach ins Parkhaus und stelle meinen Trailblazer in den ersten Stock, obwohl es hier nur Valet Parking zu geben scheint. Schnell ein paar Sachen mitgenommen und auf geht es zur Rezeption. Meine Suite ist schon fertig und beim Check-In stelle ich mich bl&#246;d, als die Dame nach meiner Kreditkarte fragt. Ich frage, ob die Karte nur f&#252;r Extra-Ausgaben wie Telefongespr&#228;che oder Minibar sei, da mein Zimmer ja schon komplett bezahlt sein sollte. Ich h&#228;tte noch nie &#252;ber diesen Anbieter gebucht und w&#252;sste nicht, ob das auch wirklich geklappt habe. Sie best&#228;tigt, dass das Zimmer bereits bezahlt ist und dr&#252;ckt mir zwei Schl&#252;sselkarten in die Hand. Mit dem Aufzug fahre ich ein paar Stockwerke nach oben und betrete meine Suite. Nicht schlecht f&#252;r $34.47 an einem Freitag Abend in Las Vegas.</p>

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</a>
<br />

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</a>

<p>Nachdem ich meinen ganzen Kram in die Suite geschleppt habe, verlasse ich das Hotel Richtung Strip. Auf dem Weg dorthin stoppe ich noch schnell beim Ellis Island Casino vorbei. Dort soll es nicht nur ein extrem g&#252;nstiges Steak-Special sondern auch eigens gebrautes Bier um nur einen Dollar geben. Wie es der Zufall so will, liegt das Casino in  unmittelbarer N&#228;he zu meinem Hotel.</p>

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</a>

<p>Nachdem ich noch keinen Hunger habe marschiere ich anschliessend direkt weiter zum Strip. Vom ehemaligen Flamingo Hilton schlendere ich auf der &#246;stlichen Seite des Strips hinauf bis zum Venetian, r&#252;ber zum Treasure Island und auf der westlichen Seite wieder hinunter bis zum Bellagio. Dabei stelle ich fest, dass mir die &#228;lteren und viel kleineren Casions deutlich besser gefallen als die riesigen Casino-Bunker, die sich gegenseitig mit Superlativen zu &#252;bertreffen versuchen. Vom Bellagio quere ich den Strip Richtung Planet Hollywood. Inzwischen habe ich genug gesehen und Hunger und Durst macht sich bemerkbar. Dennoch beschliesse ich, noch schnell einen Abstecher zum MGM einzulegen, um dort den genauen Ort des KÀ Theatres ausfindig zu machen. Ich bin n&#228;mlich im Besitz einer Karte f&#252;r die 21.30 Uhr Vorstellung von Cirque du Solei KÀ. Bei der Karte habe ich ebenfalls ein Schn&#228;ppchen gemacht, denn sie kostet lediglich $57.25 f&#252;r einen Platz, bei dem man normalerweise das doppelte bezahlen m&#252;sste. Nach einer ewig erscheinenden Herumhatscherei ist das Theater gefunden und ich mache mich zu Fuss &#252;ber die Koval Lane auf zum Ellis Island Casino.</p>
<p>Etwa 20 Minuten sp&#228;ter erreiche ich mein Ziel und stelle mit Bedauern fest, dass das Restaurant dort schon regelrecht belagert wird und man mit einer langen Wartezeit zu rechnen hat. Ich lasse mir also ein Nummer geben und setzte mich an eine Penny-Slotmachine. Nach etwa 10 Minuten habe ich meinen Einsatz bereits fast verachtfacht (aus $1.00 wurden $7.83). Statt meinen Gewinn mitzunehmen spiele ich weiter, verliere nat&#252;rlich wieder alles und nachdem ich noch zwei weitere Dollarnoten in den Automat gesteckt und verloren habe, beschliesse ich mein Geld stattdessen vern&#252;nftiger an der Bar anzulegen. F&#252;r einen l&#228;ppischen Dollar bekommt man hier n&#228;mlich 20 Unzen (= 591ml) eines von vier vor Ort frisch gebrauten Bieren serviert. Ich setzte mich an die Bar, bestelle mir ein Weizen und schau mir irgendein Football-Spiel zwischen zwei Wald-und-Wiesen-Colleges im TV an. Nach einiger Zeit bestelle ich mir noch ein Weizen, ruf der Kellnerin noch hinterher, dass ich dieses mal aber keine Zitronenscheibe in meinem Bier sehen m&#246;chte, und habe kurze Zeit sp&#228;ter ein Weizen mit gleich zwei Zitronenscheiben vor mir stehen. Ich sehe mir mehr oder weniger interessiert das Football-Spiel weiter an als sich pl&#246;tzlich die Dame neben mir zu mir r&#252;berlehnt und mit mir zu reden beginnt. Der Typ neben ihr habe sie st&#228;ndig angegraben, ich h&#228;tte das sicher mitbekommen. Jetzt sei er gerade abgelenkt und sie w&#252;rde die Chance nutzen, von ihm loszukommen. Sie sieht aus wie eine etwas &#228;ltere Version von Kim Cattrall, die in der Serie „Sex and the City“ die sexbesessene Samantha Jones verk&#246;rpert. Sie erz&#228;hlt mir, dass sie von der Ostk&#252;ste stamme, vor vielen Jahren der Liebe wegen nach Los Angeles gezogen sei und jetzt ein Dessous-Gesch&#228;ft in Las Vegas f&#252;hre. Es entwickelt sich ein recht interessantes Gespr&#228;ch &#252;ber Gott und die Welt und weil im Barbereich die aufgerufenen Nummern f&#252;r den Restaurant-Bereich nicht zu h&#246;ren sind, verpasse ich prompt meine Nummer. Gl&#252;cklicherweise bekomme ich aber dennoch sofort einen Tisch zugeteilt und bestelle nat&#252;rlich das 10 Unzen Sirloin Special mit Salat und Beilagen f&#252;r schlappe $4.95. Nat&#252;rlich kann man um den Preis die Qualit&#228;t nicht mit einem waschechten Steakhouse vergleichen, aber ich bin mit dem Gebotenen sehr zufrieden. Da man im Restaurant-Bereich nicht beim Spielen sein Geld verlieren kann, kostet das Bier dort etwas mehr, $1.50 um genau zu sein. Nachdem ich mir den Bauch vollgeschlagen habe probiere ich an der Bar noch ein Glas Amber-Ale und muss dann nach einem Blick auf die Uhr Hals &#252;ber Kopf aufbrechen. Es ist bereits 20.45 Uhr und um 21.15 Uhr muss ich im KÀ Theatre auf meinem Platz sitzen, da sonst meine Karte verf&#228;llt.</p>
<p>Schnellen Schrittes marschiere ich Richtung MGM. Gl&#252;cklicherweise habe ich zuvor die genaue Lage des KÀ Theatres ausgekundschaftet, sonst w&#252;rde ich sicherlich zu sp&#228;t kommen. Beim KÀ Theatre steht schon eine lange Schlange vor dem Einganz und zu allem &#220;bel muss ich noch notfallm&#228;ssig auf die Toilette. Punkt 21.10 verlasse ich das stille &#214;rtchen und laufe wieder Richtung KÀ Theatre. Da sich auf dem Gang zwischen den Slot-Machines ein lange Schlange gebildet hat, umgehe ich diese einfach rechterhand hinter den Slot-Machines und stehe keine Minute sp&#228;ter vor einem Herrn, der meine Karte Punkt 21.14 Uhr einscannt. Das war knapp! Anschliessend begebe mich auf meinen Platz und warte, bis die 90-min&#252;tige Show beginnt. Kurz nach 23.00 Uhr ist die tolle Show vorbei, das hat sich auf jeden Fall gelohnt, wenn auch „O“ besser sein soll.</p>
<p>Zu Fuss mache ich mich auf den Weg nach Hause, ist noch immer dr&#252;ckend heiss. Aus meinem Auto hole ich mir noch schnell ein paar Bier aus dem Cooler und mache es mir in meiner Suite auf der Couch gem&#252;tlich. Ich muss morgen zwar schon kurz nach 4.00 Uhr aufstehen, wenn man aber schon mal eine Suite zur Verf&#252;gung hat, sollte man diese doch wenigstens ein paar Minuten ausn&#252;tzen. Gegen 01.00 Uhr bin ich dann hundem&#252;de und schmeisse mich ins Bett. War wieder ein langer aber toller Tag.</p>
<p>Gefahrene Meilen: 216.4</p>
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		<title>Tag 09 &#8211; Auf und nieder, immer wieder</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Aug 2007 21:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Reno]]></category>
		<category><![CDATA[Westen 2007]]></category>
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      &#160;
	  
        Route:
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    </table>
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<p>Da ich heute wieder relativ viele Meilen zu bew&#228;ltigen habe (es geht immerhin quer durch ganz Nevada), bin ich um 07.00 Uhr schon auf den Beinen. Da ich gestern meine beiden Koffer relativ unangetastet gelassen habe, gibt es nicht wirklich viel zu packen, und ich kann schon vor 8.00 Uhr vom Hotel wegfahren. Mein erster Stopp erfolgt schon nach etwas mehr als einer Meile. Ich muss meine Vorr&#228;te wieder ein wenig auffrischen und mir vor allem einen Lippenbalsam kaufen. Meine Lippen sind schon so spr&#246;de und rissig, dass ich gestern Abend die Sch&#228;rfe des Wasabis intensiver als sonst erlebt habe. Ich ben&#246;tige ausserdem noch ein paar Plastikt&#252;ten, die sich luftdicht verschliessen lassen, und ein paar M&#252;lls&#228;cke. In wenigen Tagen bin ich n&#228;mlich im Zion Nationalpark in den Narrows unterwegs, und da muss alles wasserdicht eingepackt sein. Schnell noch den Trailblazer auff&#252;llen und los geht es erstmals Richtung S&#252;dwesten.</p>
<p>Wenn ich schon mal in der Gegend bin, kann ich doch auch noch einen Blick auf den Lake Tahoe werfen. Mich hat der zwar noch nie so wirklich gereizt, aber ich bin doch neugierig, warum so viel Wirbel darum gemacht wird und warum die Fahrt am Ufer entlang an verschiedenen Stellen als „The Most Beautiful Drive in America“ bezeichnet wird. Ich fahre also erstmals den Mount Rose Scenic Byway Richtung Lake Tahoe. Die Strasse schraubt sich bis auf 2&#8242;723m hoch, bevor sie kurz nach der Passh&#246;he die ersten Blicke auf den Lake Tahoe preisgibt. Sieht zwar ganz nett aus, als Amerika-Routinier bin ich aber vorerst nicht wirklich beeindruckt.</p>

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<p>Vielleicht erschliesst sich mir die Sch&#246;nheit des Sees ja, wenn ich am Ufer entlang fahre?</p>

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<p>Nach der Fahrt der Ostk&#252;ste entlang bis nach Stateline muss ich sagen, dass sich der Abstecher nicht wirklich gelohnt hat. Wenn man in Reno lebt ist das sicher grossartig, nach nicht einmal einer Stunde Fahrt statt in der Halbw&#252;ste an einem hochalpinen See zu stehen, aber warum Amis von allen Ecken des Landes einfliegen und deswegen die Motels unversch&#228;mt hohe Preise verlangen k&#246;nnen, verstehe ich nicht. Nun gut, ich muss ja nicht alles verstehen.</p>
<p>Weiter geht die Fahrt &#252;ber Genoa, der &#228;ltesten Siedlung Nevadas, und Carson City, der Hauptstadt Nevadas, bis nach Virginia City. Der Name dieser Stadt ist sicher jedem ein Begriff, denn schliesslich sind die Cartwrights in der Serie Bonanza regelm&#228;ssig nach Virginia City geritten. Die Ponderosa Ranch der Cartwrights bzw. ein Nachbau, der ab der 10. Staffel aber auch f&#252;r Dreharbeiten genutzt wurde, liegt &#252;brigens direkt am Lake Tahoe. Seit 2004 ist die Ponderosa Ranch aber geschlossen. Das Land auf der sie steht wurde verkauft und der neue Eigent&#252;mer hat kein Interesse daran, dass Horden von Touristen bei ihm rumlaufen. Im Visitor Center von Virgina City bekomme ich aber zuf&#228;llig mit, dass einige Personen versuchen, die Ranch zu kaufen, St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck abzutragen und in der N&#228;he von Virginia City wieder aufzubauen.</p>
<p>So eine Touristen Attraktion braucht Virginia City auch unbedingt, denn die Stadt ist von Kopf bis Fuss auf Touristen eingestellt. Mir gef&#228;llt das &#252;berhaupt nicht, obwohl die alten H&#228;user schon ihren Charme haben.</p>

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</a>

<p>Wenn das ganze nur nicht wie eine Wild West Version des Fisherman&#8217;s Wharf w&#228;re. Einfach ein Souvenir-Laden neben dem anderen. Als ich im Delta Saloon und auf der anderen Strassenseite im Bucket of Blood Saloon vom Gebimmel der Einarmigen Banditen empfangen werde, mach ich auf dem Absatz kehrt und marschiere schnurstracks zu meinem Auto. Furchtbar, hoffentlich ist wenigsten der Friedhof unber&#252;hrt. Der Friedhof ist in Wirklichkeit nicht ein Friedhof sondern es sind mehrere Friedh&#246;fe, die direkt nebeneinander liegen. Die Menschen lebten getrennt nach Klassen und Rassen, also wurden sie auch getrennt begraben. So gibt es einen Friedhof f&#252;r Freimaurer, f&#252;r Feuerwehrm&#228;nner, Katholiken, usw. Im Gegensatz zur Stadt gefallen mir die Friedh&#246;fe sehr gut, denn obwohl ich noch Gr&#228;ber entdecke, sie keine 20 Jahre alt sind, sieht der Friedhof dennoch aus wie im Wilden Westen.</p>

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</a>

<p>Nach vielen Fotos geht es weiter Richtung Westen. Da ich keine Lust habe, die selbe Strecke Richtung S&#252;den zur US-50 zu nehmen, habe ich mir im Vorfeld &#252;ber Google Maps eine Strasse rausgesucht, die von Virginia City westlichen wegf&#252;hrt und auf die US-50 trifft. Leider ist die Strasse auf der AAA-Karte nicht eingezeichnet. Ich kann mich aber noch erinnern, dass sie Irgendwas Mile-Canyon-Road heisst und man entweder von der Stadt aus oder direkt n&#246;rdlich von Virgina City auffahren kann. Nachdem ich mich bereits im Norden von Virginia City befinde, nehme ich die n&#246;rdliche Variante, die zudem sicherlich leichter zu finden ist. Ich fahre also ich Richtung Norden und treffe kurze Zeit sp&#228;ter auf die Seven-Mile-Canyon-Road. Perfekt! Das war ja kinderleicht. Die Seven-Mile-Canyon-Road entpuppt sich als breite, gut zu befahrende Dreckstrasse, zumindest bis zur Seven Mile Canyon Guest Ranch, keine Meile von der NV-341 entfernt. Ab der Ranch wird die Strasse deutlich enger und ruppiger.</p>

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</a>

<p>An manchen Stellen muss man sogar aufpassen, mit dem Auto nicht aufzusetzen.</p>

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</a>

<p>Eigentlich macht die Fahrerei extrem viel Spass, aber der Gedanke, mich w&#228;hrend der n&#228;chsten 10 Meilen im Schritttempo fortzubewegen, jagt mir schon Schauer den R&#252;cken runter. Nach etwa 1.5 Meilen Fahrerei treffe ich pl&#246;tzlich auf eine Asphalt-Strasse. Ein Blick auf die AAA-Karte verr&#228;t mir, dass an der Stelle gar keine Strasse sein d&#252;rfte. Macht aber nichts, denn die Himmelsrichtung stimmt und auf Asphalt gehts deutlich schneller voran. Die Strasse offenbart zudem einige optische Leckerbissen. In der N&#228;he der US-50 sehe ich endlich, auf welcher Strasse ich fahre. Es handelt sich um die Six-Mile-Canyon-Road. Zur&#252;ck auf der US-50 habe ich vorerst keine Lust mehr auf Dreckstrassen und lasse den geplanten Abstecher &#252;ber die Fort Churchill Road zum &#8230; nonaned &#8230; Fort Churchill aus und fahre schnurstracks nach Fallon. Dort angekommen, g&#246;nne ich mir ein leckeres Teuflisches H&#252;hnchen im Mexikaner La Fiesta, f&#252;lle anschliessend noch einmal schnell den Trailblazer und los geht es &#252;ber den eigentlichen Teil des America&#8217;s Lonliest Highway.</p>
<p>Die meisten Menschen glauben, dass man bei einer Fahrt quer durch Nevada einfach stundenlang durch die W&#252;ste f&#228;hrt und bis auf Sand wenig zu sehen bekommt. In Wirklichkeit schl&#228;ngelt sich die US-50 auf ihren 262 Meilen von Fallon bis zu meinem Tagesziel Ely &#252;ber insgesamt sieben P&#228;sse von 1&#8242;925m bis 2&#8242;319m H&#246;he.</p>

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	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/229__580x_20070826-38.jpg" alt="20070826-38.jpg" title="20070826-38.jpg" />
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<p>Direkt nach Austin f&#228;hrt man sogar durch einen Teil des Humboldt-Toiyabe National Forest. Die B&#228;ume sind zugegeben nicht gerade gross, aber immerhin ein Wald mitten in der vermeintlichen W&#252;stenlandschaft. Inzwischen habe ich es auch mit Regenschauern zu tun. Scheinbar handelt es sich um die Ausl&#228;ufer des Hurrikans Felix. Soviel f&#252;r eine trockene, flache und sandige W&#252;ste.</p>

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	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/230__580x_20070826-39.jpg" alt="20070826-39.jpg" title="20070826-39.jpg" />
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<p>Die Fahrt gef&#228;llt mir gut, aber sie ist nicht so einsam wie erwartet. Nat&#252;rlich kann man immer wieder einfach mitten auf der Strasse stehen bleiben, um schnell ein Foto zu schiessen, aber es ist immer irgendwo ein anderes Auto zu sehen. Eigentlich m&#246;chte ich vor Ely noch einen Abstecher nach Ruth machen, um dort vom Liberty Pit Overlook Fotos eines der gr&#246;ssten Kupferbergwerke im Tagbau zu machen. Leider spielt dank Felix das Wetter nicht mit und da die Fotos ohne Sonne langweilig auss&#228;hen, fahre ich direkt weiter bis zum Hotel Nevada und Gambling Hall in Ely.</p>
<p>Das Hotel hat echt Flair. Im Aufzug sind Bilder des Liberty Pits zu sehen. Die sind wirklich toll. Bei sch&#246;nem Wetter bestimmt einen Stopp wert. Im Zimmer angekommen nutze ich endlich wieder mal den nach langer Zeit m&#246;glichen Wireless-Zugriff aus. Eigentlich m&#246;chte ich noch den $8.99 Prime Rib Dinner und die $1 10 oz. Draft Beer ausn&#252;tzen, da ich es mir aber inzwischen schon so gem&#252;tlich gemacht habe und vom Mittag noch immer satt bin, bleibe ich stattdessen im Zimmer. Am n&#228;chsten Tag habe ich vor, bereits um 4.00 Uhr loszufahren. Es steht wieder mal ein Berg auf dem Programm. Da es doch ein wenig sp&#228;ter wird als erwartet, stelle ich den Wecker auf 4.30 Uhr und schmeisse mich gegen Mitternacht endlich ins Bett.</p>
<p>Gefahrene Meilen: 430.6</p>
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		<item>
		<title>Tag 08 &#8211; Ab in die W&#252;ste</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Aug 2007 20:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kalifornien]]></category>
		<category><![CDATA[Lassen Peak]]></category>
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		<category><![CDATA[Lassen Volcanic National Park]]></category>
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        &#160;Yreka, CA - Lassen  Volcanic National Park - Reno, NV
      
     [...]]]></description>
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      </tr>
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    </table>
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<p>Bereits um 6.30 Uhr bin ich wieder wach und beginne gleich damit, meine Koffer fertig zu packen. Das meiste habe ich zwar schon gestern erledigt, weil aber gerade im TV „Scent of a Woman“ l&#228;uft, werde ich st&#228;ndig abgelenkt. Huah! Wenigstens komme ich in den zahlreichen Werbepausen voran. Ein vorsichtiger Biss in die kalte Pizza von gestern offenbart mir, dass sie auch kalt noch gut schmeckt und nach dem Motto „ess ma ois zamm“ meiner verstorbenen Wiener Grosstante bleibt letztlich nur eine leere Pizza-Schachtel &#252;brig. Gegen 9.00 Uhr ist der Film endlich fertig und ich schon l&#228;ngst abfahrbereit. Schnell alles ins Auto geschleppt, den Trailblazer an der n&#228;chsten Tanke gef&#252;llt und los geht die Fahrt Richtung Reno. Da ich in den letzten beiden Tagen die West- und S&#252;dseite des Mount Shasta gleich zwei mal gesehen habe beschliesse ich, den Berg auf der entgegengesetzten Seite zu umfahren. Laut Karte f&#252;hrt auf der nord&#246;stlichen Seite eine Dreckstrasse namens Military Pass Road um den Berg herum. Bei Grenada fahre ich also von I-5 und nehme den 99-97 Cut-Off, der direkt Richtung Mount Shasta f&#252;hrt und tolle Blicke bietet.</p>

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<p>Bevor der 99-97 Cut-Off auf die US-97 trifft, fahre ich rechts ab und folge &#252;ber eine Dreckstrasse dem Wegweiser Richtung einer Kupfer-Grube. Das k&#246;nnte es tolle Fotom&#246;glichkeiten geben. Leider ist die Grube durch einen Zaun abgeschottet, deswegen fahre ich noch ein wenig in der Gegend herum, ob sich nicht vielleicht irgendwo ein per Strasse erreichbarer, erh&#246;hter Aussichtspunkt mit Blick auf den Mount Shasta finden l&#228;sst. Nach etwa 15 Minuten gebe ich das Vorhaben auf, schiesse noch schnell ein Foto und fahre zur&#252;ck zum 99-97 Cut-Off.</p>

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<p>Die Fahrerei auf der Military Pass Road ist recht interessant, von angenehm zu fahren &#252;ber Waschbrettstrecke bis Sandpiste ist alles vorhanden.</p>

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<p>Vor allem der Blick auf den Mount Shasta ist toll.</p>

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<p>Scheinbar darf hier an einigen Ecken jeder Holz f&#252;r den Eigenbedarf f&#228;llen, sogar vom zugegeben nicht ganz so weit entfernten Oregon steht ein Truck mit Anh&#228;nger am Strassenrand und daneben s&#228;gt gerade der Herr des Hauses einen Baumstamm auseinander, w&#228;hrend die Damen des Hauses im Schatten sitzen und Diet Coke trinken. Nach etwas mehr als einer Stunde Spass auf der Military Pass Road biege ich auf die CA-89 ab, auch bekannt als Volcanic Legacy Scenic Byway. Von Vulkanen ist hier aber nichts mehr zu sehen und Landschaft entlang der Strasse nur m&#228;ssig interessant. Immerhin gibts scheinbar endlose Rolling Hills, die ab und zu mal von einer Kurve abgel&#246;st werden. Auch nicht schlecht! Die Fahrt wird von einer gr&#246;sseren Baustelle mit 20 Minuten Wartezeit unterbrochen. Schon lustig. In den letzten 18 Jahren USA-Urlaub habe ich noch nie einen Pilot-Car gesehen und kaum im Reisef&#252;hrer von Grundmann davon gelesen, habe ich es hier schon mit dem zweiten zu tun. Gegen 14.00 Uhr treffe ich endlich beim Nordeingang des Lassen Volcanic National Park ein. Der Lassen Peak Highway ist recht interessant und wird vor allem in der N&#228;he des Lassen Peaks wirklich sch&#246;n. Beim Trailhead zum Lassen Peak halte ich auf dem riesigen Parkplatz an, und bereite mich auf die Wanderung vor. Angesichts der Massen kann es sich nur um eine Touristenstrecke handeln, deswegen verzichte ich auf Rucksack und Wanderschuhe, montiere meine in San Francisco neu gekauften Trail Running Schuhe und packe nur ein paar Wasserflaschen ein. Laut meinem Wanderf&#252;hrer bin ich in vier Stunden wieder beim Auto. Bei lediglich 8 Kilometern hin und zur&#252;ck und einem H&#246;henunterschied von etwas mehr als 600 Metern bis zum 3&#8242;187 Meter hohen Gipfel kann das meiner Einsch&#228;tzung nach doch nicht mehr als drei Stunden dauern. Beim Informationsschild zu Beginn der Wanderung steht was von 5 Stunden, die spinnen doch! Ich sprinte also los und schon nach wenigen Schritten merke ich: Das wird schwer! Meine Oberschenkel brennen bei jedem Schritt, die sind wohl noch vom Mount Shasta gezeichnet. Schnell aber nicht ganz so schnell wie geplant geht es voran, das Ziehen in den Beinen wird zur Routine. Nach 65 Minuten bin ich schon auf dem Gipfel und geniesse den Ausblick. Nicht schlecht f&#252;r so wenig Anstrengung.</p>

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<p>40 Minuten und ein paar Fotos sp&#228;ter bin ich schon wieder beim Auto und wundere mich, wie man f&#252;r die Wanderung ernsthaft vier bis f&#252;nf Stunden veranschlagen kann. Wie dem auch sei, noch ein Foto des Lassen Peak vom Helen Lake geschossen, und weiter geht die Fahrt.</p>

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<p>Kaum auf Gas getreten bin ich schon auf dem Parkplatz der Bumpass Hell. Obwohl weniger als 5 Kilometer hin und zur&#252;ck und nur 100 H&#246;henmeter zu bew&#228;ltigen w&#228;ren, verzichte ich wegen Zeitmangels auf die Bumpass Hell. Eigentlich schade, auf den Fotos sieht sie wirklich toll aus. Die Fahrt geht weiter und mit den Sulphur Works, die direkt an der Strasse liegen, komme ich dann doch noch zu meinen thermischen Bereich mit dem Duft von vor sich faulender Eier in der Luft.</p>

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<p>Anschliessend heisst es, m&#246;glichst schnell Meilen zu fressen, um bei Zeiten in Reno anzukommen. Die Fahrt Richtung Susanville ist recht interessant, vor allem als es beim Lake Almanor vorbei geht. Wie alle Seen in der Gegend ist auch hier der Wasserstand auf einem Rekordtief. Kein Wunder, dass &#252;berall Schilder mit &#8220;Save Lake Almanor&#8221; zu sehen sind. Extrem faszinierend finde ich die letzten Meilen vor Susanville. Die Strasse weisst pl&#246;tzlich ein starkes Gef&#228;lle auf und innert weniger Minuten befindet man sich statt in einem Nadelwald pl&#246;tzlich in einer Halbw&#252;ste. Dass der &#220;bergang so schnell gehen kann, ist kaum zu glauben.</p>
<p>Auf der US-395 geht es weiter Richtung Reno. Die Sonne geht gerade unter, deshalb bieten sich mir fantastische Farbenspiele. Ich bin gefesselt von der Landschaft und bin schneller als erwartet in Reno. Von der US-395 runter auf dem Weg zum Motel mache ich einen kurzen Abstecher zu den Booze Brothers. Wie man weiss, ist das das Gesch&#228;ft mit dem gr&#246;ssten Bier-Angebot in Nord-Nevada. Als ausgewiesener Experte greife ich nat&#252;rlich zum Anchor Steam Porter. Anschliessend checke ich ins Motel 6 Virginia Plumb ein, h&#252;pfe schnell unter die Dusche und m&#246;chte mich dann zu Fuss erst zu den Century Theaters 16 aufmachen um zu sehen, ob mich der eine oder andere Film interessiert, und mir vor dem Filmstart im Sushi Pier II den Bauch mit leckerem Sushi zu f&#252;llen. Dort wo ich das Kino und die Sushi Bar vermute, ist aber nichts dergleichen auszumachen. Ein Kino mit 16 S&#228;len kann doch nicht so schwer zu finden sein. Auf der anderen Strassenseite scheint die Park Lane Mall geschlossen zu sein, zumindest ist alles dunkel und Autos parken dort auch keine. Nach 15 Minuten Sucherei verliere ich die Geduld, setze mich in den Trailblazer und mache mich auf zu Sushi Pier I. Die Adresse weiss ich zwar nicht mehr, kann mich aber erinnern, es vor Wochen mal auf der Karte an der Ecke East Plumb Lane und US-395 lokalisiert zu haben. Das ist ja gerade mal etwas mehr als eine Meile entfernt. Beim Vorbeifahren ist aber kein Sushi Pier auszumachen, und nach einem unfreiwilligen Abstecher &#252;ber den Renoer Flughafen auch nicht bei der R&#252;ckfahrt. Das Lokal kann sich nur noch in der Strip Mall s&#252;dlich der East Plumb Lane verstecken. Also ein U-Turn gemacht, in die Strip Mall eingebogen und siehe da, auf der R&#252;ckseite finde ich tats&#228;chlich den Sushi Pier. Es ist kurz vor 21.00 Uhr und ich habe Hunger. Das Lokal ist wirklich klein. Ich sch&#228;tze, dass dort vielleicht 25 Personen Platz finden d&#252;rften. Ich setze mich an die Bar und bestelle All-You-Can-Eat-Sushi um $17.95.Auf die Frage, was ich denn genau wolle, sage ich dem Sushi Chef nur, dass er mir alles geben k&#246;nne ausser Sushi mit Ei und Krebsersatz. Kurze Zeit sp&#228;ter geht das Feuerwerk schon los, ein Teller nach dem anderen wird vor meine Nase gesetzt, ich komme mit dem Essen fast nicht mehr nach. Da das Lokal um 21.30 Uhr schon schliesst, erfolgt kurz davor die letzte Offensive und ich werde mit Tellern regelrecht zugestellt. Der Sushi Chef gibt sich M&#252;he, f&#252;r Abwechslung zu sorgen. Neben Sushi gibts auch Maki und verschiedene Sushi-Rolls. Die letzten Teller leere ich nur noch mit M&#252;he. Weil das Essen aber absolut grossartig schmeckt, lasse ich nur eine paar Reisk&#246;rner in meinem Sojasosse/Wasabi-Dip zur&#252;ck. Inklusive Eistee f&#228;llt die Rechnung mit $21.35 sehr bescheiden aus. M&#246;chte gar nicht wissen, f&#252;r welchen Gegenwert ich eben Sushi verputzt habe.</p>
<p>Auf jeden Fall fahre ich gl&#252;cklich zur&#252;ck ins Hotel und bin inzwischen so m&#252;de, dass ich gerade noch ein Achor Steam Porter trinke und zu m&#252;de f&#252;r einen Tagesbericht mich dann schlafen lege.</p>
<p>Gefahrene Meilen: 329.7</p>
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		<title>Tag 05 &#8211; Der Husarenritt</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Aug 2007 20:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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<p>Heute liegt ein langer Tag vor mir. Wenn ich dem Routenplaner Glauben schenken kann, muss ich heute mit 11:30h reiner Fahrzeit rechnen. Deshalb habe ich mir gestern auch den Wecker auf 5.30 Uhr gestellt, um heute gegen 6.00 Uhr losfahren zu k&#246;nnen. 6.00 Uhr wird es zwar nicht ganz, aber immerhin komme ich um 6.10 Uhr vom Hotel weg. Der erste Stopp erfolgt gleich direkt hinter der Golden Gate Bridge. Die Blue Hour ist wohl die beste Zeit, ein Bild der Br&#252;cke zu schiessen. Ausser mir weiss das aber scheinbar niemand, denn ich bin vollkommen allein. W&#228;hrend fast einer halben Stunde schiesse ich unz&#228;hlige Fotos und als die Sonne aufgeht, taucht endlich auch ein weitere Fotograf auf.</p>

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<p>Ich k&#246;nnte noch ewig dort stehen bleiben, um die Br&#252;cke in all ihren Farbnuancen zu fotografieren, aber ich habe ja noch einiges vor. Rein ins Auto und los geht die Fahrt, nur sollte ich langsam mal tanken gehen. Da das Benzin  n&#246;rdlich der Br&#252;cke deutlich billiger ist, schlage ich nat&#252;rlich erst hier zu. Mit vollen Tank geht es dann auf der US-101 nach Norden. Auf der Gegenspur herrscht bereits um die Uhrzeit ein endloser Stau Richtung San Francisco. Unbeindruckt d&#252;se ich Richtung Norden. Bis wenige Meilen vor Phillipsville ist die Streck zwar streckenweise interessant, aber nichts, das mir lange in Erinnerung bleiben wird. Vor Phillipsville fahre ich aber von der US-101 ab auf die mehr oder minder parallel verlaufende &#8220;Avenue of the Giants&#8221;, die mich im Humboldt Redwoods State Park von einer Redwood Baumgruppe zur anderen bringt. Schon beindruckend muss ich sagen. Meine Nase ber&#252;hrt w&#228;hrend der Fahrt fast die Frontscheibe, damit ich ja genug von den B&#228;umen mitbekomme. Nach etwa einer halben Stunde Staunen geht es wieder auf die US-101. Der Abstecher hat sich auf jeden Fall gelohnt. Jetzt knapp vor Eureka bekomme ich aber langsam Hunger, immerhin ist es schon 12.30 Uhr. Kurz bevor ich Eureka verlasse, fahre ich &#252;ber die Br&#252;cke nach Samoa zum Samoa Cookhouse. Dabei handelt es sich um eine Art ehemalige Mensa aus dem vorletzten und letzten Jahrhundert f&#252;r Holzf&#228;ller aus der Gegend, die aber seit vielen Jahrzehnten auch der &#214;ffentlichkeit zug&#228;nglich ist. Es gibt keine Speisekarte sondern gegessen wird, was gerade gekocht wird. Man setzt sich einfach an einen der grossen Tische mit rot-weiss karrierter Tischdecke und schon steht die Kellnerin auf der Matte. Wie es sich f&#252;r einen Holzf&#228;ller geh&#246;rt, werden auch keine mickrigen Portionen aufgetischt, sondern man kann von allem so viel essen wie man m&#246;chte. Ich bekomme erst eine Kartoffelsuppe, gefolgt von einem Salat und anschliessend Short Ribs mit Bohnen, Erbsen und Pasta, und zum Dessert ein St&#252;ck Kuchen mit Café. Bei $10.95 f&#252;r den ganzen Spass kann man wirklich nicht meckern. Das Essen schmeckt gut, nur die Pasta ist &#252;berkocht und meilenweit von &#8220;al dente&#8221;. Unterm Strich sicher eine Empfehlung wert, auch wenn man es eilig hat und eigentlich nur zu Fastfood greifen m&#246;chte. Ich verbinge nur eine halbe Stunde dort, obwohl ich alle G&#228;nge mitmache und von den Short Ribs noch Nachschlag bestelle.</p>
<p>Mit vollem Bauch geht die Fahrt weiter zu den Redwoods National and State Parks, ein buntes Gemisch aus verschiedenen Parks, die sich allesamt die Redwoods im Mittelpunkt haben. Vorher wird in Eureka aber noch einmal der Tank meines Trailblazers gef&#252;llt. Meine Fahrt f&#252;hrt mich erst zum Visitor Center, wo ich mir eine Karte des Parks abhole. Mit einem kleinen Umweg &#252;ber den Newton B. Drury Scenic Parkway, auf dem ich mir f&#252;r die R&#252;ckfahrt schon mal die interessanten B&#228;ume merke, fahre ich vom Visitor Center direkt zum Mouth of the Klamath River Overlook. Was sich mir da bietet ist zwar recht nett, aber nicht so beindruckend wie die Bilder, die ich vorab schon schon im Internet bestaunt habe. Dennoch Foto schiessen, und weiter gehts zur&#252;ck &#252;ber den Newton B. Drury Scenic Parkway zum Fern Canyon.</p>

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</a>

<p>Dieses mal halte ich aber ein paar mal an, um das eine oder andere B&#228;umchen auf die Speicherkarte der Digitalkamera zu bannen.</p>

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<p>Die Strasse zum Fern Canyon f&#252;hrt &#252;ber eine Dreckstrasse, erst durch den Wald hinunter zum Strand, dann diesem entlang und abschliessend durchquert man noch drei B&#228;che. F&#252;r selbige braucht man zwar kein Auto mit Schnorchel, aber ich kann mir vorstellen, dass die nach Regenf&#228;llen ordentlich Wasser f&#252;hren. Teilweise ist die Strecke recht ruppig, aber das hindert scheinbar nicht viele daran, mit ihrem normalen PKW hinunter zu fahren. Der relativ grosse Parkplatz ist fast komplett voll. Sogar ein Miet-RV steht unten am Parkplatz, der Fahrer muss echt nicht ganz gebacken sein.</p>

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</a>

<p>Ich frage mich, ob der Fern Canyon die Fahrt wert ist. Ich bin da sehr skeptisch, denn die Bilder die ich bisher gesehen habe, sind nicht wirklich &#252;berragend. &#220;berall wird er aber in h&#246;chsten T&#246;nen gelobt und einer der Teilnehmer der Anchor Steam Brauerei-Tour vor zwei Tagen hat sogar am Bau des Trails mitgearbeitet. Am Strand angekommen muss ich zudem $6 f&#252;r den Eintritt zum Park berappen, ich bin gespannt. Kaum aus dem Auto ausgestiegen und die ersten paar Schritte getan, orte ich schon das erste Highlight: Hier laufen doch tats&#228;chlich stattliche Hirsche am Strand herum. Einer erschreckt gerade ein paar Touristen die glauben, dass die Schilder &#8220;Nicht zu Fuss den Hirschen n&#228;hern&#8221; nicht f&#252;r sie gelten, indem er ein St&#252;ck mit vollem Karacho auf sie zul&#228;uft und dann stehen bleibt. Ich finde das auf jeden Fall relativ lustig. W&#228;hrendessen fotografiere ich den zweiten Hirsch, der sich das Treiben von der Distanz ansieht.</p>

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</a>

<p>Ein paar Schritte weiter befinde ich mich schon im Fern Canyon. Was ich sehe ist zwar relativ nett, aber nicht wirklich toll. Halt ein Haufen Farn das links und recht an der Wand h&#228;ngt. Da ich aber schon mal da bin schiesse ich ein paar Fotos und fahre dann entlang des Strandes und durch den Wald zur&#252;ck zur befestigten Strasse.</p>

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<p>Dort fahre ich ein kurzes St&#252;ck Richtung Eureka, biege dann aber relativ bald auf die Bald Hills Road Richtung Osten. Die ist zu Beginn geteert, mutiert dann aber im weiteren Verlauf zu einer Dreckstrasse. Lediglich der Abschnitt &#252;ber die Bald Hills ist sehenswert, der aber so wirklich. Runderhum kann man H&#252;gel ausmachen, die dicht von B&#228;umen bewachsen sind, nur die Bald Hills sind kahl und vornehmlich mit gelbem Gras bewachsen. Gef&#228;llt mir sehr gut.</p>

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<p>Es geht unspektakul&#228;r runtert zum Bigfoot Scenic Highway. Unspektakul&#228;r deshalb, weil nach den Bald Hills links und rechts B&#228;ume die Strasse s&#228;umen und man ausser der Strasse nichts sehen kann. Der Bigfoot Scenic Highway gibt schon mehr f&#252;rs Auge her, und als ich dann vor Somes Bar auf die Salmon River Road abbiege bin ich restlos begeistert. Die Farben, einfach grossartig! Dieses gelbe Gras, braune Felsen, rote Erde, gr&#252;ne B&#228;ume und der wilde Salmon River als st&#228;ndiger Begleiter, einfach grossartig! Ich kann mich gar nicht sattsehen. Schade nur, dass die Sonne schon tief steht und nicht  mehr bis ins Tal hinunter scheint. Deswegen gelingen auch keine Fotos, die das geschriebene wiederspiegeln k&#246;nnen. Als ich dann bei Forks of Salmon auf die Sawyers Bar Road abbiege trifft mich vor Begeisterung glatt der Schlag: Die Strasse ist nun einspuring, schl&#228;ngelt sich kurvenreich ohne irgendwelche Leitplanken hoch oberhalb des Flusses entlang. Das in Kombination mit dem Farbenspiel macht einfach Spass und Laune zum  Fahren, obwohl ich schon so lange unterwegs bin. Wirklich grossartig! Als ich mich langsam Etna n&#228;here habe ich erst das Gef&#252;hl, dass die Landschaft nun nachl&#228;sst, doch dann windet sich die Strasse steil nach oben und f&#252;hrt &#252;ber einen Pass von dem ich noch im letzten Licht den Mond &#252;ber den Trinity Alps bewundern kann. Fantastisch, in die Gegend werde ich sicher noch einmal kommen!</p>

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<p>Im Dunkeln  fahre ich die letzten Meilen noch nach Yreka, wo ich gegen 21.15 Uhr eintreffe und gleich im Motel 6 einchecke. Nachdem ich mehr als 15 Stunden unterwegs gewesen bin habe ich keine Lust mehr, irgendwo etwas essen zu gehen. Zudem bin ich noch immer satt vom Somoa Cookhouse. Ich verschiebe den Besuch im benchbarten Black Bear Diner auf das Fr&#252;hst&#252;ck und schlafe schnell tief und fest.</p>
<p>Gefahrene Meilen: 524.9</p>
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