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	<title>Worldclass Demountaining &#187; San Francisco</title>
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		<title>Tag 05 &#8211; Der Husarenritt</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Aug 2007 20:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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      &#160;
	  
        Route:
        &#160;San Francisco, CA - Redwoods National and State Parks - Yreka, CA
      
    [...]]]></description>
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    <table>
      <tr>&nbsp;</tr>
	  <tr>
        <td><strong>Route:</strong></td>
        <td>&nbsp;San Francisco, CA - Redwoods National and State Parks - Yreka, CA</td>
      </tr>
      <tr>
        <td valign="top"><strong>Link:</strong></td>
        <td>&nbsp;<a title="Zeige Route in Vollbildansicht" target="_blank" href="http://www.jehle.com/routes/w07t05.html">Route in der Vollbildansicht</a></td>
      </tr>
    </table>
  </div>

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<p>Heute liegt ein langer Tag vor mir. Wenn ich dem Routenplaner Glauben schenken kann, muss ich heute mit 11:30h reiner Fahrzeit rechnen. Deshalb habe ich mir gestern auch den Wecker auf 5.30 Uhr gestellt, um heute gegen 6.00 Uhr losfahren zu k&#246;nnen. 6.00 Uhr wird es zwar nicht ganz, aber immerhin komme ich um 6.10 Uhr vom Hotel weg. Der erste Stopp erfolgt gleich direkt hinter der Golden Gate Bridge. Die Blue Hour ist wohl die beste Zeit, ein Bild der Br&#252;cke zu schiessen. Ausser mir weiss das aber scheinbar niemand, denn ich bin vollkommen allein. W&#228;hrend fast einer halben Stunde schiesse ich unz&#228;hlige Fotos und als die Sonne aufgeht, taucht endlich auch ein weitere Fotograf auf.</p>

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</a>

<p>Ich k&#246;nnte noch ewig dort stehen bleiben, um die Br&#252;cke in all ihren Farbnuancen zu fotografieren, aber ich habe ja noch einiges vor. Rein ins Auto und los geht die Fahrt, nur sollte ich langsam mal tanken gehen. Da das Benzin  n&#246;rdlich der Br&#252;cke deutlich billiger ist, schlage ich nat&#252;rlich erst hier zu. Mit vollen Tank geht es dann auf der US-101 nach Norden. Auf der Gegenspur herrscht bereits um die Uhrzeit ein endloser Stau Richtung San Francisco. Unbeindruckt d&#252;se ich Richtung Norden. Bis wenige Meilen vor Phillipsville ist die Streck zwar streckenweise interessant, aber nichts, das mir lange in Erinnerung bleiben wird. Vor Phillipsville fahre ich aber von der US-101 ab auf die mehr oder minder parallel verlaufende &#8220;Avenue of the Giants&#8221;, die mich im Humboldt Redwoods State Park von einer Redwood Baumgruppe zur anderen bringt. Schon beindruckend muss ich sagen. Meine Nase ber&#252;hrt w&#228;hrend der Fahrt fast die Frontscheibe, damit ich ja genug von den B&#228;umen mitbekomme. Nach etwa einer halben Stunde Staunen geht es wieder auf die US-101. Der Abstecher hat sich auf jeden Fall gelohnt. Jetzt knapp vor Eureka bekomme ich aber langsam Hunger, immerhin ist es schon 12.30 Uhr. Kurz bevor ich Eureka verlasse, fahre ich &#252;ber die Br&#252;cke nach Samoa zum Samoa Cookhouse. Dabei handelt es sich um eine Art ehemalige Mensa aus dem vorletzten und letzten Jahrhundert f&#252;r Holzf&#228;ller aus der Gegend, die aber seit vielen Jahrzehnten auch der &#214;ffentlichkeit zug&#228;nglich ist. Es gibt keine Speisekarte sondern gegessen wird, was gerade gekocht wird. Man setzt sich einfach an einen der grossen Tische mit rot-weiss karrierter Tischdecke und schon steht die Kellnerin auf der Matte. Wie es sich f&#252;r einen Holzf&#228;ller geh&#246;rt, werden auch keine mickrigen Portionen aufgetischt, sondern man kann von allem so viel essen wie man m&#246;chte. Ich bekomme erst eine Kartoffelsuppe, gefolgt von einem Salat und anschliessend Short Ribs mit Bohnen, Erbsen und Pasta, und zum Dessert ein St&#252;ck Kuchen mit Café. Bei $10.95 f&#252;r den ganzen Spass kann man wirklich nicht meckern. Das Essen schmeckt gut, nur die Pasta ist &#252;berkocht und meilenweit von &#8220;al dente&#8221;. Unterm Strich sicher eine Empfehlung wert, auch wenn man es eilig hat und eigentlich nur zu Fastfood greifen m&#246;chte. Ich verbinge nur eine halbe Stunde dort, obwohl ich alle G&#228;nge mitmache und von den Short Ribs noch Nachschlag bestelle.</p>
<p>Mit vollem Bauch geht die Fahrt weiter zu den Redwoods National and State Parks, ein buntes Gemisch aus verschiedenen Parks, die sich allesamt die Redwoods im Mittelpunkt haben. Vorher wird in Eureka aber noch einmal der Tank meines Trailblazers gef&#252;llt. Meine Fahrt f&#252;hrt mich erst zum Visitor Center, wo ich mir eine Karte des Parks abhole. Mit einem kleinen Umweg &#252;ber den Newton B. Drury Scenic Parkway, auf dem ich mir f&#252;r die R&#252;ckfahrt schon mal die interessanten B&#228;ume merke, fahre ich vom Visitor Center direkt zum Mouth of the Klamath River Overlook. Was sich mir da bietet ist zwar recht nett, aber nicht so beindruckend wie die Bilder, die ich vorab schon schon im Internet bestaunt habe. Dennoch Foto schiessen, und weiter gehts zur&#252;ck &#252;ber den Newton B. Drury Scenic Parkway zum Fern Canyon.</p>

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</a>

<p>Dieses mal halte ich aber ein paar mal an, um das eine oder andere B&#228;umchen auf die Speicherkarte der Digitalkamera zu bannen.</p>

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<p>Die Strasse zum Fern Canyon f&#252;hrt &#252;ber eine Dreckstrasse, erst durch den Wald hinunter zum Strand, dann diesem entlang und abschliessend durchquert man noch drei B&#228;che. F&#252;r selbige braucht man zwar kein Auto mit Schnorchel, aber ich kann mir vorstellen, dass die nach Regenf&#228;llen ordentlich Wasser f&#252;hren. Teilweise ist die Strecke recht ruppig, aber das hindert scheinbar nicht viele daran, mit ihrem normalen PKW hinunter zu fahren. Der relativ grosse Parkplatz ist fast komplett voll. Sogar ein Miet-RV steht unten am Parkplatz, der Fahrer muss echt nicht ganz gebacken sein.</p>

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<p>Ich frage mich, ob der Fern Canyon die Fahrt wert ist. Ich bin da sehr skeptisch, denn die Bilder die ich bisher gesehen habe, sind nicht wirklich &#252;berragend. &#220;berall wird er aber in h&#246;chsten T&#246;nen gelobt und einer der Teilnehmer der Anchor Steam Brauerei-Tour vor zwei Tagen hat sogar am Bau des Trails mitgearbeitet. Am Strand angekommen muss ich zudem $6 f&#252;r den Eintritt zum Park berappen, ich bin gespannt. Kaum aus dem Auto ausgestiegen und die ersten paar Schritte getan, orte ich schon das erste Highlight: Hier laufen doch tats&#228;chlich stattliche Hirsche am Strand herum. Einer erschreckt gerade ein paar Touristen die glauben, dass die Schilder &#8220;Nicht zu Fuss den Hirschen n&#228;hern&#8221; nicht f&#252;r sie gelten, indem er ein St&#252;ck mit vollem Karacho auf sie zul&#228;uft und dann stehen bleibt. Ich finde das auf jeden Fall relativ lustig. W&#228;hrendessen fotografiere ich den zweiten Hirsch, der sich das Treiben von der Distanz ansieht.</p>

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<p>Ein paar Schritte weiter befinde ich mich schon im Fern Canyon. Was ich sehe ist zwar relativ nett, aber nicht wirklich toll. Halt ein Haufen Farn das links und recht an der Wand h&#228;ngt. Da ich aber schon mal da bin schiesse ich ein paar Fotos und fahre dann entlang des Strandes und durch den Wald zur&#252;ck zur befestigten Strasse.</p>

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<p>Dort fahre ich ein kurzes St&#252;ck Richtung Eureka, biege dann aber relativ bald auf die Bald Hills Road Richtung Osten. Die ist zu Beginn geteert, mutiert dann aber im weiteren Verlauf zu einer Dreckstrasse. Lediglich der Abschnitt &#252;ber die Bald Hills ist sehenswert, der aber so wirklich. Runderhum kann man H&#252;gel ausmachen, die dicht von B&#228;umen bewachsen sind, nur die Bald Hills sind kahl und vornehmlich mit gelbem Gras bewachsen. Gef&#228;llt mir sehr gut.</p>

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<p>Es geht unspektakul&#228;r runtert zum Bigfoot Scenic Highway. Unspektakul&#228;r deshalb, weil nach den Bald Hills links und rechts B&#228;ume die Strasse s&#228;umen und man ausser der Strasse nichts sehen kann. Der Bigfoot Scenic Highway gibt schon mehr f&#252;rs Auge her, und als ich dann vor Somes Bar auf die Salmon River Road abbiege bin ich restlos begeistert. Die Farben, einfach grossartig! Dieses gelbe Gras, braune Felsen, rote Erde, gr&#252;ne B&#228;ume und der wilde Salmon River als st&#228;ndiger Begleiter, einfach grossartig! Ich kann mich gar nicht sattsehen. Schade nur, dass die Sonne schon tief steht und nicht  mehr bis ins Tal hinunter scheint. Deswegen gelingen auch keine Fotos, die das geschriebene wiederspiegeln k&#246;nnen. Als ich dann bei Forks of Salmon auf die Sawyers Bar Road abbiege trifft mich vor Begeisterung glatt der Schlag: Die Strasse ist nun einspuring, schl&#228;ngelt sich kurvenreich ohne irgendwelche Leitplanken hoch oberhalb des Flusses entlang. Das in Kombination mit dem Farbenspiel macht einfach Spass und Laune zum  Fahren, obwohl ich schon so lange unterwegs bin. Wirklich grossartig! Als ich mich langsam Etna n&#228;here habe ich erst das Gef&#252;hl, dass die Landschaft nun nachl&#228;sst, doch dann windet sich die Strasse steil nach oben und f&#252;hrt &#252;ber einen Pass von dem ich noch im letzten Licht den Mond &#252;ber den Trinity Alps bewundern kann. Fantastisch, in die Gegend werde ich sicher noch einmal kommen!</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/redwood-national-and-state-parks-2007/20070822-20.jpg" title="" rel="lightbox[singlepic159]" >
	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/159__580x_20070822-20.jpg" alt="20070822-20.jpg" title="20070822-20.jpg" />
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<p>Im Dunkeln  fahre ich die letzten Meilen noch nach Yreka, wo ich gegen 21.15 Uhr eintreffe und gleich im Motel 6 einchecke. Nachdem ich mehr als 15 Stunden unterwegs gewesen bin habe ich keine Lust mehr, irgendwo etwas essen zu gehen. Zudem bin ich noch immer satt vom Somoa Cookhouse. Ich verschiebe den Besuch im benchbarten Black Bear Diner auf das Fr&#252;hst&#252;ck und schlafe schnell tief und fest.</p>
<p>Gefahrene Meilen: 524.9</p>
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		<title>Tag 04 &#8211; Ein Ausflug in die Marine Headlands</title>
		<link>http://www.jehle.com/2007/08/21/tag-04-ein-ausflug-in-die-marine-headlands/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Aug 2007 21:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kalifornien]]></category>
		<category><![CDATA[Point Reyes National Seashore]]></category>
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		<description><![CDATA[
  
    

    
      &#160;
	  
        Route:
        &#160;Ausflug zur Point Reyes National Seashore
      
      
    [...]]]></description>
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    <table>
      <tr>&nbsp;</tr>
	  <tr>
        <td><strong>Route:</strong></td>
        <td>&nbsp;Ausflug zur Point Reyes National Seashore</td>
      </tr>
      <tr>
        <td valign="top"><strong>Link:</strong></td>
        <td>&nbsp;<a title="Zeige Route in Vollbildansicht" target="_blank" href="http://www.jehle.com/routes/w07t04.html">Route in der Vollbildansicht</a></td>
      </tr>
    </table>
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<p>Gegen 8.00 Uhr bin ich schon wieder wach und beginne gleich damit, an meinem Reisebericht zu schreiben, die Fotos von gestern zu sortieren und diese f&#252;r das Blog in die passende Gr&#246;sse zu bringen. Nach getaner Arbeit und und einer franz&#246;sischen Dusche mach ich mich bereits im L&#228;ufermontur mit dem Laptop auf dem Buckel auf zu The Grove. Immerhin habe ich gestern f&#252;r 24 Stunden WLAN gezahlt und die will ich noch ein wenig ausn&#252;tzen. Ich bestelle einen Caffè Latte und hantiere erst auf der Webseite von Tracfone herum, um mein gestern erworbenes Handy zu aktivieren. Minuten m&#246;chte ich auch online kaufen, denn dazu kenne ich einen Promo Code der mir die doppelten Minuten gibt. Leider verweigert mir der Online Shop den Kauf, weil ich keine Adresse in den USA habe, die mit meiner Kreditkarte &#252;bereinstimmt. Da man gem&#228;ss Webseite auch beim normalen Aktivieren einer z.B. in Walgreens gekauften Minutenkarte  Promo Codes eingeben k&#246;nnen soll, st&#246;rt mich das, abgesehen von der verplemperten Zeit, nicht besonders. Weiter geht es mit Fotos hochladen, den aktuellen Bericht noch einmal &#252;berarbeiten und als ich noch die gefahrenen Meilen einf&#252;gen will sind die 24 Stunden um, und ich habe keinen Zugang zum Internet mehr. Macht nichts, ich sollte ohnehin schon l&#228;ngst unterwegs sein. Weiter geht es zu einer nahen AAA-Filiale, die ich am Vorabend  zuf&#228;llig entdeckt habe, wo ich mich nach Vorweisen meiner &#214;AMTC-Karte kostenlos mit Kartenmaterial eindecken kann. Auf dem Weg zum Hotel kaufe ich im Walgreens um die Ecke noch schnell eine 60-Minuten Karte und als ich zur&#252;ck im Hotel die Minuten zu meinem Tracfone hinzuf&#252;ge, bekomme ich nie die M&#246;glichkeit, den Promo Code einzugeben. Mist! Laptop im Zimmer aufs Bett geschmissen, Sonnenbrille montiert und auf Richtung Point Reyes National Seashore! Das Wetter ist herrlich, keine Wolke am Himmel auszumachen und obwohl die Golden Gate Br&#252;cke gerade mal zwei Meilen vom Hotel entfernt ist, liegt sie komplett im Nebel. Kaum bin ich runter von der Br&#252;cke herrscht wieder eitel Sonnenschein. Nur die Br&#252;cke selber liegt im Nebel, sonst nichts. Verr&#252;ckt! Ist wohl nichts mit den Golden Gate Bridge Fotos aus der N&#228;he.</p>
<p>Die Route f&#252;hrt mich auf der CA-1 vorbei beim ebenfalls komplett eingenebelten Stinson Beach bis zum Trailhead des Tomales Point Trails, wo ich bis zum Tomales Point und zur&#252;ck joggen m&#246;chte. Der Wanderweg ist ca. 16 km lang (hin- und zur&#252;ck), sch&#246;n coupiert, verl&#228;uft &#252;ber grasige H&#252;gel mit tollem Aussichten  links und rechts aufs Meer und endet am Schluss an wundersch&#246;nen Klippen. Da er zudem in einem Elch-Reservat liegt, kann man immer mit Elchsichtungen rechnen. Am Trailhead steht noch eine alte Ranch aus dem Jahr 1858, die will ich mir aber erst am R&#252;ckweg anschauen. Ich laufe also los, geniesse die Aussichten und sehe in der Ferne eine Elchherde. Schnell ein Foto schiessen, man kann ja nie wissen, ob das nicht die erste und zugleich letzte Sichtung ist, und weiter geht es Richtung Tomales Point. Nach einer halben Stunde biege ich um eine Ecke und sehe eine zweite Herde, die es sich direkt neben dem Weg gem&#252;tlich gemacht hat. Da ich keine Lust auf einen Elchtest habe, drossle ich mein Tempo, spaziere langsam auf die Herde zu und schiesse ein Foto nach dem andern. Toll!</p>

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</a>

<p>Nachdem ich an der Elchherde vorbei bin, nehme ich wieder Tempo auf. An manchen Stellen wird der Weg sandig, aber unterm Strich komme ich gut voran und bin 25 Minuten sp&#228;ter am Tomales Point.</p>

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</a>

<p>Einfach herrlich! Ich schiesse Fotos aus allen m&#246;glichen Perspektiven und klettere dann hinuter zu den V&#246;geln, die es sich auf einem Felsen vor der K&#252;ste gem&#252;tlich gemacht haben. Dort bleibe ich gut 20 Minuten sitzen, geniesse wie Pelikanschw&#228;rme mir &#252;ber den Kopf fliegen und beobachte das muntere Treiben der Seev&#246;gel.</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/point-reyes-national-seashore-2007/20070821-17.jpg" title="" rel="lightbox[singlepic61]" >
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<p>Anschliessend mache ich mich wieder zur&#252;ck zum Auto. Bei der Elchherde wieder das obligate Schrittempo und die ebenso obligaten weiteren Fotos. Auf dem R&#252;ckweg zieht nun Nebel &#252;ber die Halbinsel, sieht toll aus.</p>

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<p>Etwa einen halben Kilometer vor dem Ende des Weges beende ich meinen Lauf und spaziere zur Ranch, um auch dort ein paar Fotos zu schiessen. Sie ist noch sehr gut erhalten und passt super in die Landschaft. Ich glaube, das Haus wird sogar noch immer bewohnt.</p>

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<p>Eigentlich wollte ich nach dem Lauf zum Tomales Point noch auf den Mount Tamalpais, doch dazu habe ich nun keine Lust mehr und die Zeit ist schon zu weit fortgeschritten. Ich fahre auf der selben Strecke wieder nach Hause und als ich durch Stinson Beach fahre, ist jetzt sch&#246;nstes Wetter. Die Fahrt gestaltet sich wie schon bei der Hinfahrt als &#228;usserst kurzweilig, denn die CA-1 ist eine kurvige K&#252;stenstrasse, auf der 55 Meilen die Stunde gefahren werden d&#252;rfen.</p>

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</a>

<p>Als ich dann feststelle, dass auch die Golden Gate Bridge sch&#246;n in der Sonne liegt und von Nebel weit und breit nichts zu sehen ist n&#252;tze ich nat&#252;rlich die Gelegenheit und schiesse noch das eine oder andere Foto.</p>

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<p>Endlich wieder in San Franciso habe ich einen B&#228;renhunger. Kein Wunder, ich habe ja zuletzt am Vorabend etwas gegessen. Schnell ins Marina Deli wo die Sandwiches frisch gemacht werden. Alles wird frisch geschnitten, nichts ist bereits vorbereitet. Mit zwei Sandwiches, einem &#8220;Italian&#8221; und einem &#8220;Hoagie #2&#8243;, gehts dann zur&#252;ck ins Hotel. Dort futtere ich gen&#252;sslich erst das Italian und obwohl ich danach schon mehr als satt bin (die Dinger sind riesig und sehr grossz&#252;gig gef&#252;llt), verdr&#252;cke ich auch noch das Hoagie #2. Solche tollen Sandwich habe ich schon lange nicht mehr gegessen.</p>
<p>Nach einem Intermezzo in der Dusche w&#228;re es eigentlich h&#246;chste Zeit, um zum AT&amp;T Park zu fahren um mir das Spiel der Giants gegen die Cubs anzuschauen. Ich ziehe es aber vor, erst noch ins Sports Basement ganz in er N&#228;he zu fahren. Ich brauche unbedingt noch einen Fleece-Pulli f&#252;r den Mount Shasta und ein zweites Paar Laufschuhe k&#246;nnen auch nicht schaden. Im Sports Basement werde ich schnell f&#252;ndig und schlage wieder g&#252;nstig zu. Die Trabucco von ASICS kosten mich schlappe $78.12 und der Fleece Pulli von The North Face g&#252;nstige $41.23. Echte Schn&#228;ppchen wie ich finde. Schnell die Sachen ins Hotelzimmer geschmissen und dann auf mit dem 45er zum Stadion. Als ich eintreffe sind wir schon im 7. Inning. Was ist bloss mit den Baseball Spielen passiert, die drei bis vier Stunden dauern? Wie kann man nach 1 1/2 Stunden schon im 7. Inning sein? Ich habe das irgendwie anders in Erinnerung. Wie dem auch sei, viel verpasst habe ich ja nicht. Die Giants f&#252;hren mit 1:0 bereits seit dem ersten Inning. Aber ich komme doch noch auf meine Kosten, denn im 9. und letzten Inning erzielen die Cubs gleich 6 Runs, da n&#252;tzt auch das zweimalige Auswechseln der Pitchers nichts mehr. Die Cubs treffen einfach jeden Ball von jedem Pitcher. Nach 2 Stunden und 20 Minuten ist das Spiel zu Ende.</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/san-francisco-2007/20070821-37.jpg" title="" rel="lightbox[singlepic81]" >
	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/81__580x_20070821-37.jpg" alt="20070821-37.jpg" title="20070821-37.jpg" />
</a>

<p>Nach dem Spiel h&#252;pfe ich noch schnell in ein Buchgesch&#228;ft beim Stadion und bin &#252;ber deren Auswahl an Wanderb&#252;chern entt&#228;uscht. Mit einer Wanderkarte vom Grand Canyon kann ich doch noch etwas brauchbares finden. Mit dem 45er soll es wieder zur&#252;ck zum Hotel. Der Busfahrer ist mir aber nicht ganz geheuer. Der schreit st&#228;ndig ins Mikrophon, um die Haltestellen anzuk&#252;ndigen, man versteht aber kein Wort. Sogar wenn man weiss, wie die Haltestelle heisst die er da ausruft. Auf mich macht der Typ den Eindruck, als ob er stockbetrunken w&#228;re. Ich habe aber keine List, auszusteigen und auf den n&#228;chsten Bus zu warten. Zur&#252;ck beim Hotel packe ich meine Koffer, denn morgen soll es schon fr&#252;h losgehen. Ein langer Fahrtag liegt vor mir.</p>
<p>Gefahrene Meilen: 109.4</p>
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		<title>Tag 03 &#8211; Touren in San Francisco f&#252;r Sparf&#252;chse</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Aug 2007 20:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Anchor Steam Brewery]]></category>
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		<description><![CDATA[Bereits um 7.00 Uhr bin ich wach. Ich nutze die Gelegenheit, mit meinen Reiseberichten ein wenig voranzukommen. Da ich zwar k&#246;rperlich aber geistig noch nicht wirklich wach bin, erweist es sich das aber als z&#228;he Angelegenheit. Gegen 9.00 Uhr und nach einem Intermezzo in der Dusche mache ich mich mit Laptop auf in das abends [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits um 7.00 Uhr bin ich wach. Ich nutze die Gelegenheit, mit meinen Reiseberichten ein wenig voranzukommen. Da ich zwar k&#246;rperlich aber geistig noch nicht wirklich wach bin, erweist es sich das aber als z&#228;he Angelegenheit. Gegen 9.00 Uhr und nach einem Intermezzo in der Dusche mache ich mich mit Laptop auf in das abends zuvor entdeckte Café namens &#8220;The Grove&#8221;. Ich bestelle das &#8220;Breakfast Special&#8221; ohne zu wissen, um was es sich da handelt, und lasse mich an einem Tisch nieder. Steckdose vorhanden, Computer aufgestartet und in dem Moment kommt auch das Essen auf dem Tisch. Da mache ich erstmal grosse Augen, denn w&#228;hrend die Dame neben mir gerade gen&#252;sslich ein tolles M&#252;sli mit Joghurt und Bananen verspeist, bekomme ich Kartoffeln, Speck, Ei und French Toast vorgesetzt. Na gut, bestellt ist bestellt und schliesslich ist das ja quasi das amerikanische Parade-Fr&#252;hst&#252;ck. W&#228;hrend ich also mehr oder minder gen&#252;sslich fr&#252;hst&#252;cke stelle ich fest, dass das WLAN gar nicht wie erwartet kostenlos ist. Kurzerhand die Dame neben mir angesprochen, ob sie da Genaueres wisse und siehe da, Amber weiss wirklich Bescheid. Sie hat fr&#252;her n&#228;mlich &#246;fters von hier aus gearbeitet. Ich komme mit ihr ins Gespr&#228;ch und stelle fest, dass sie eine Wanderfrau ist. Da werden nat&#252;rlich Geschichten und Erfahrungen ausgetauscht und zuf&#228;llig habe ich auch die Fotos von der letzten Reise durch Washington auf dem Laptop. Nachdem ich ihr erz&#228;hlt habe, was ich in San Francisco noch vorhabe, r&#228;t sie mir, unbedingt noch North Beach und das Ferry Building anzuschauen. Kurze Zeit sp&#228;ter muss sie gehen und ich logge mich ins WLAN  um $5.95 f&#252;r 24 Stunden ein. Was tut man nicht alles, um die Leserschaft zu Hause bei Laune zu halten.</p>
<p>Ein kurzer Blick ins Programm der San Francisco City Guides verr&#228;t mir, dass heute Abend um 19.00 Uhr eine F&#252;hrung &#8220;North Beach by Night&#8221; stattfindet. Da bin ich doch prompt dabei. Erstmals &#252;berarbeite ich den morgens geschrieben Bericht, lade ein paar Fotos hoch und als ich mehr oder minder zufrieden bin, packe ich meine sieben Sachen, und kehre zum Hotel zur&#252;ck.</p>
<p>Von dort mach ich mich auf zur n&#228;chsten Haltestelle der 45er Buslinie, die mich in die Stadt bringt. An der Market Street steige ich in den n&#228;chsten Bus, der mich in der N&#228;he meines endg&#252;ltigen Ziels, der Anchor Steam Brewery, bringt. Ich bin ein wenig zu fr&#252;h aber das macht nichts, denn zu einer kostenlosen F&#252;hrung durch eine Bierbrauerei mit anschliessender Verkostung aller gebrauten Biere will man schliesslich nicht zu sp&#228;t kommen. Immerhin muss man seinen Platz schon rund einen Monat vor der gew&#252;nschten F&#252;hrung reservieren.</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/san-francisco-2007/20070820-01.jpg" title="Anchor Steam Brewery" rel="lightbox[singlepic36]" >
	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/36__580x_20070820-01.jpg" alt="20070820-01.jpg" title="20070820-01.jpg" />
</a>

<p>Um 14.00 Uhr geht es los. Lindsay, die eben noch als Security Guard am Eingang einen Stock tiefer gesessen ist, erl&#228;utert uns im Ausschankraum die Geschichte der Brauerei, ihrer Biere und erkl&#228;rt auch, wie der Brauprozess genau funktioniert. Dann geht die eigentlich Tour los, Fotos d&#252;rfen nur im ersten Raum mit den Kesseln gemacht werden, wo Lindsay wieder fleissig am Erkl&#228;ren ist.</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/san-francisco-2007/20070820-03.jpg" title="Tour der Anchor Steam Brewery" rel="lightbox[singlepic38]" >
	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/38__580x_20070820-03.jpg" alt="20070820-03.jpg" title="20070820-03.jpg" />
</a>

<p>Die Tour f&#252;hrt durch die gesamte Brauerei. Leider ist der heutige Arbeitstag, was das Brauen und Abf&#252;llen anbelangt, schon vorbei, die Arbeiter sind nur noch mit der Reinigung besch&#228;ftigt. Lindsay erkl&#228;rt, dass man in der Regel um 14.00 Uhr fertig sei. Deswegen wurde die Tour wohl seit August von 13.00 Uhr auf 14.00 Uhr verschoben.</p>
<p>Nach der interessanten Runde durch die kleine Brauerei endet die Tour im Ausschankraum wo der gem&#252;tliche Teil beginnt. Hier k&#246;nnen alle sechs derzeit gebrauten Biere frisch vom Fass probiert werden. Dies zudem nicht aus Fingerh&#252;ten sondern aus Gl&#228;sern, die ich im 2 dl Bereich einordnen w&#252;rde. Ausserdem sagt niemand etwas, wenn man sich ein Bier ein zweites mal einschenken l&#228;sst. Es geht dabei zu wie in einer Bar.</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/san-francisco-2007/20070820-04.jpg" title="Tour der Anchor Steam Brewery" rel="lightbox[singlepic39]" >
	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/39__580x_20070820-04.jpg" alt="20070820-04.jpg" title="20070820-04.jpg" />
</a>

<p>Man kommt ins Gespr&#228;ch, redet &#252;ber dies und das und die Zeit geht vorbei wie im Flug. Mein Podest: Das Porter gewinnt vor dem Summer Ale und auf Platz drei das Steam. Ein Blick ins G&#228;stebuch zeigt mir, dass ich der einzige Ausl&#228;nder bin. Abgesehen von einer Familie aus New York und einer Dame aus Washington State, alles Kalifornier. Das gef&#228;llt mir. Nach dem Kauf eines T-Shirts (been there, done that, got the t-shirt) mache ich mich auf zu R.E.I, einen Gesch&#228;ft mit Wanderutensilien. Da komme ich mir immer vor wie ein Kind im Spielzeugladen. Ich mache ein paar keine Eink&#228;ufe und spaziere weiter zu Nordstrom Rack. Ich schaue kurz durch das Angebot, habe dann aber keine Lust, irgendwas anzuprobieren oder mich gar durch irgendwelche Sachen zu w&#252;hlen. Stattdessen mache ich mich auf den Weg zum Ferry Building. Zu Fuss geht es zur Market Street, wo mir die Strassenbahn F vor der Nase wegf&#228;hrt. Weil die Haltestelle direkt neben einem Walgreens liegt versuche ich dort, das scheinbar &#252;berall ausverkaufte Motorola C139 von Tracfone zu kaufen. Und siehe da, sie haben wirklich noch eins um $14.99 plus Steuern. Wieder an der Haltestelle dauert es eine Ewigkeit, bis endlich die n&#228;chste F kommt. Wieder mal typisch, dass ich in die Gegenrichtung f&#252;nf Strassenbahnen z&#228;hle bis meine endlich auftaucht. Dann entpuppt sich das Teil auch noch als absoluter Bummelzug. Endlich am Ferry Building bleibt nur noch Zeit, um schnell ein paar Fotos zu schiessen.</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/san-francisco-2007/20070820-05.jpg" title="Ferry Building" rel="lightbox[singlepic40]" >
	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/40__580x_20070820-05.jpg" alt="20070820-05.jpg" title="20070820-05.jpg" />
</a>

<p>Dann geht es schon zu Fuss weiter zum Treffpunkt der &#8220;North Beach by Night&#8221; F&#252;hrung der San Francisco City Guides, die um 19.00 Uhr beginnt. Die F&#252;hrungen sind vollkommen kostenlos und werden von Freiwilligen gemacht die die Stadt lieben und sie anderen zeigen m&#246;chten. Am Ende der Tour kursiert ein gelber Umschlag in den man monet&#228;re Unterst&#252;tzung (f&#252;r die Organisation San Francisco City Guides, nicht den jeweiligen Guide selber) stecken kann. Niemand wird aber dazu gezwungen. Die F&#252;hrerin Gail sieht ein wenig &#8220;gesch&#252;ttelt&#8221; aus und F&#252;hrungen sind sicher nicht ihr gr&#246;sstes Talent, aber sich macht sich gut und gestaltet die F&#252;hrung wirklich interessant. Da einige Locals bei der F&#252;hrung dabei sind, gestaltet sich die F&#252;hrung unterm Strich sogar sehr unterhaltsam und informativ. Sie erz&#228;hlt uns von Tosca, wo zu Zeiten der Prohibition ein House-Cappuccino serviert wurde, der aus aufgesch&#228;umter Milch, Schokolade und Brandy besteht, oder wahlweise war auch die White Nun zu haben, die sich ebenfalls aus aufgesch&#228;umter Milch, Kahlua und Brandy zusammensetzt. Im Wurlitzer sind nur Opern zu finden und den Haus-Cappuccino und die Weisse Nonne kann man sich noch immer bestellen. Die Tour f&#252;hrt weiter vorbei an ehemaligen Strip-Clubs, Kabarets und Gef&#228;ngnissen, zur ehemaligen Spaghetti Factory, in der einst Fritz Maytag beschlossen hat, die Brauerei Anchor Steam zu kaufen (das habe ich vor wenigen Stunden schon bei der Anchor Steam Tour geh&#246;rt). Eine Strasse weiter l&#228;uft uns noch die lokale Prominenz Carol Doda &#252;ber den Weg, ihres Zeichens die erste Oben-Ohne-T&#228;nzer in San Francisco. Das passt nat&#252;rlich toll sins Programm, weil wir zwei Strassen weiter vor dem Condor Night Club stehen, wo sich dieses &#8220;historische&#8221; Ereignis am 19.06.1964 zugetragen hat. Auch bei dieser F&#252;hrung bin ich der einzige Ausl&#228;nder, wenn man mal die Kanadierin aus Toronto aussen vor l&#228;sst.</p>
<p>Nach der F&#252;hrung und nachdem f&#252;nf meiner Dollar im gelben Umschlag gelandet sind, mache ich mich auf dem Weg zur n&#228;chsten Haltestelle des 45er Busses. Wie es der Zufall so will, h&#228;lt direkt vor meiner Nase ein Cable Car. Die Chance lasse ich mir nicht entgehen und h&#252;pfe gleich an Bord ohne zu wissen, wohin die Fahrt geht. Wie sich herausstellt, endet die Fahrt an der Van Ness, also nicht schlecht. Auf dem restlichen Weg zum Hotel will ich noch etwas zu Essen besorgen und gehe deswegen zu Pacific Catch, einem wirklichen Insider Tip an der Chestnut Street. Ich lasse mir einpacken, was immer die Dame hinter der Kasse empfehlen kann, und zu Hause muss bzw. darf ich feststellen, dass das wirklich exzellent schmeckt. Eigentlich m&#246;chte ich noch einen Tagesbericht schreiben, der f&#228;llt aber meiner M&#252;digkeit zum Opfer.</p>
<p>Gefahrene Meilen: 0.0</p>
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		<title>Tag 02 &#8211; Auf der Jagd nach dem Panoramafoto</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Aug 2007 19:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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<p>Noch bevor der Wecker um 8.00 Uhr klingelt bin ich schon wach. Ich probiere noch einmal vergeblich, WLAN doch zum Funktionieren zu &#252;berreden. Immerhin gelange ich dieses mal bis zum Login-Bildschirm, aber der Username, den mir der Typ gestern Nacht gegeben hat, scheint nicht zu existieren. Ich g&#246;nne mir eine Rasur und h&#252;pfe schnell unter die Dusche. Gegen 8.45 Uhr mache ich mich mich auf zur Rezeption. Der Typ von gestern ist nat&#252;rlich nicht da und den anderen m&#246;chte ich deswegen nicht fragen. Vielleicht h&#228;tte der gestern mir seine WLAN-Zugangsdaten nicht geben d&#252;rfen und wird deswegen zuletzt noch wegen mir gefeuert.</p>
<p>Ich trinke also schnell einen Kaffee und einen Orangensaft, esse einen Muffin und zwei Scheiben Toast. Kein k&#246;nigliches Fr&#252;hst&#252;ck, aber das muss erstmal reichen. Schnell zur&#252;ck ins Zimmer ein paar Sachen holen und schon geht es los Richtung meines ersten Ziels, der Great Mall of the Bay Area in Milpitas. Dazu fahre ich erst &#252;ber die Bay Bridge nach Oakland, und dann &#252;ber die I-880 runter nach Milpitas. Nat&#252;rlich stoppe ich erst auf der Yerba Buena Island in der Mitte der Bay Bridge, um das eine oder andere Foto der San Francisco Skyline zu schiessen.</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/san-francisco-2007/20070819-01.jpg" title="Blick auf Bay Bridge und San Francisco von Yerba Buena Island." rel="lightbox[singlepic35]" >
	<img class="ngg-singlepic" src="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/cache/35__580x_20070819-01.jpg" alt="20070819-01.jpg" title="20070819-01.jpg" />
</a>

<p>Hier macht sich wieder die alte Weisheit bezahlt, wirklich auch in der gr&#246;ssten Pampa bei allen Stop-Schildern zu einem vollen Stopp zu kommen, auch wenn weit und breit kein anderes Auto zu sehen ist. Als ich n&#228;mlich nach dem Schiessen des obigen Fotos &#252;ber eine andere Strasse zu einer kleinen Kreuzung komme, die ich vor wenigen Minuten &#252;berquert habe,  sehe ich einen Cop am Strassenrand parken, der sehr von B&#228;umen verdeckt, eine Auge auf die Kreuzung wirft.</p>
<p>Weiter geht es &#252;ber die restliche Bay Bridge und &#252;ber die I-880 nach Milpitas. Die Fahrt ist recht unspektakul&#228;r und bietet keine besonderen visuellen Leckerbissen. Mein erster Stopp gilt einem Walmart, um mich dort mit einem seit Jahren bew&#228;hrten Weggef&#228;hrten, dem Cooler, zu versorgen und neben allerlei Getr&#228;nken kaufe ich auch eine Dose Fix-a-Flat. Hoffentlich werde ich die w&#228;hrend meiner Reise nie ben&#246;tigen.</p>
<p>Nachdem es nun bereits 11.30 Uhr ist, f&#252;hrt mich mein Weg zu einem In-N-Out Burger. Das ist kein gew&#246;hnlicher Burger Laden, sondern hier wird alles frisch geliefert, nichts wird eingefroren und man kann sogar zuschauen, wie aus ganzen Kartoffeln die Pommes gemacht werden. Auch werden den Angestellten f&#252;r solch typische Minimum-Wage-Jobs vern&#252;nftige Geh&#228;lter gezahlt. Neben der Eingangst&#252;re findet sich ein Hinweis, dass noch Personal zu $10 die Stunde gesucht wird. Das Men&#252; ist sehr simpel gehalten, es gibt eigentlich nur drei verschiedene Burger, Pommes nur in einer Gr&#246;sse und nat&#252;rlich diverse Softdrinks. Was der normale Tourist nicht weiss ist aber, dass man sich mit &#8220;geheimen&#8221; Bestellcodes seinen Burger individuell zusammenstellen kann. Einfach mal im Internet nach &#8220;Secret Menu&#8221; und &#8220;In-N-Out Burger&#8221; suchen, da finden sich die ulkigsten Kombinationen. Ich lasse es erstmal vorsichtig angehen und bestelle mir nur einen &#8220;Two by Two Animal Style&#8221;. Wirklich toll!</p>
<p>Weiter geht es zu meinem eigentlichen Ziel, der Great Mall of the Bay Area. Hier finden sich vornehmlich Outlet-Gesch&#228;fte. Da sie sich aber nicht Outlet Mall nennt, treiben sich hier vornehmlich Locals herum. Ich mache die Runde und nach etwa 3 Stunden Shoppen bin ich um ein paar Schuhe ($27.06), eine Jeans ($21.64) und eine kurze Hose ($15.38) reicher. Tolle Schn&#228;ppchen wie ich finde.</p>
<p>Nun geht es zur&#252;ck nach San Francisco, dieses mal aber &#252;ber die US-101 wo ich mich in den &#8220;49 Mile Scenic Drive&#8221; einklinken will. Dieser ist bei Lake Merced schnell gefunden, es ist aber streckenweise schwer, ihm zu folgen. Dies weil ich einerseits keine Karte dabei habe und andererseits einige Spassv&#246;gel hin und wieder ein paar Schilder als Souvenir mitnehmen. Im Golden Gate Park halte ich kurz an, um ein Foto mit Tretbootfahrern und einer kleinen Steinbr&#252;cke im Hintergrund zu schiessen, als mir pl&#246;tzlich ein kleines Tier auff&#228;llt, das emsig dabei ist, sich eine H&#246;hle zu graben und den Dreck aus dem Loch zu schieben. Den Z&#228;hnen nach zu urteilen, scheint es zur Familie der Biber zu geh&#246;ren. Ist es eine Biber- oder Bisamratte?</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/san-francisco-2007/20070819-08.jpg" title="Biber- bzw. Bisamratte im Golden Gate Park." rel="lightbox[singlepic28]" >
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<p>Weiter geht es dem Scenic Drive entlang zu den Twin Peaks. Als ich da zwei Mal von Route abkomme beschliesse ich, auf den Scenic Drive zu pfeifen, und einfach so hochzufahren. Oben angekommen schiesse ich nur schnell eine paar Fotos. Die Aussicht ist zwar toll, aber f&#252;r meinen Geschmack sind viel zu viele Menschen anwesend, um das wirklich geniessen zu k&#246;nnen. Die Touristenbusse mit den laufenden Motoren, um im ohnehin nicht heissen San Francisco den Innenraum k&#252;hl zu halten, tragen ihr &#220;briges zur &#8220;Atmosph&#228;re&#8221; bei.</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/san-francisco-2007/20070819-12.jpg" title="Treiben auf den Twin Peaks." rel="lightbox[singlepic24]" >
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<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/san-francisco-2007/20070819-11.jpg" title="Treiben auf den Twin Peaks." rel="lightbox[singlepic25]" >
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<p>Ich orte einen weiteren H&#252;gel, der auch gute Ausblicke zu bieten scheint, und beschliesse, diesen zu finden. Auf der Suche danach fahre ich am Buena Vista Park vorbei und als alter Spanier weiss ich nat&#252;rlich, dass Buena Vista Park kein schlechter Name f&#252;r einen guten Aussichtspunkt ist. Schnell raus aus dem Auto, rein in den Park und ein nettes Foto der mit etwas Nebel behangenen Golden Gate Bridge geschossen.</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/san-francisco-2007/20070819-17.jpg" title="Blick vom Buena Vista Park auf Golden Gate Bridge." rel="lightbox[singlepic19]" >
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<p>Auf dem Weg zur&#252;ck zum Auto orte ich mein eigentliches Ziel, den Corona Heights Park an der Ecke Roosevelt &amp; Museum Way, und keine zehn Minuten sp&#228;ter stehe ich schon auf der Spitze des Aussichtspunkts und geniesse den im Vergleich zu den Twin Peaks nicht ganz so tollen Ausblick wie, daf&#252;r ist aber niemand ausser mir vor Ort. Das schreit geradezu nach dem ersten Einsatz des Gorillapods. Den klammere ich auf einem Felsen fest und schiesse einige Fotos von mir. Da ich ja von Natur aus sehr &#8220;fotogen&#8221; bin, m&#252;sste ich eigentlich alle 12 geschossenen Fotos gleich wieder l&#246;schen. Eines m&#246;chte ich dann aber doch schon ver&#246;ffentlichen mit dem warnenden Hinweis, keine Fotos von sich zu schiessen, wenn man dabei ohne Sonnenbrille und mit Kontaktlinsen in Richtung Sonne sehen muss und einem der Wind nur so um die Ohren und vor allem durch die Haare pfeift <img src='http://www.jehle.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> .</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/san-francisco-2007/20070819-21.jpg" title="Meinereiner vor der San Francisco Skyline." rel="lightbox[singlepic15]" >
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<p>Inzwischen macht sich wieder der kleine Hunger bemerkbar. Da bietet es ich nat&#252;rlich an, schnell mal nach Haight Ashbury zu fahren, um mir beim Rosamunde Sausage Grill ein typisches amerikanisches Hotdog-Br&#246;tchen mit Wildschweinwurst zu kaufen, getoppt mit jeder Menge gegrillter Zwiebel und scharfer Paprika. Ein Gedicht!</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/san-francisco-2007/20070819-23.jpg" title="Rosamunde Sausage Grill" rel="lightbox[singlepic13]" >
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<p>Erst m&#246;chte ich noch ein weiteres Br&#246;tchen  mitnehmen, dieses aber mit ger&#228;uchertem Lamm, und mich damit zu Fuss zu den Painted Ladies am Alamao Square zu machen. Weil aber von Osten ein fieser Nebel einzieht und die Sonne g&#228;nzlich verdeckt, fahre ich stattdessen zum n&#228;chsten Safeway, um dort ein paar Eink&#228;ufe zu t&#228;tigen.</p>
<p>Zur&#252;ck im Hotel gegen 20.30 Uhr mache ich mich auf den Weg, um schnell im benachbarten Presidio Theatre zu sehen, was da f&#252;r Filme laufen. Meist beginnen die Sp&#228;tvorstellungen ja gegen 20.45 Uhr. Beim Kino auf der Chestnut Street angekommen stelle ich aber fest, dass ich bis 21.50 Uhr warten m&#252;sste, dazu habe ich nun echt keine Lust mehr. Ich streife also noch ein wenig die Chestnut runter und finde ein tolles Café namens &#8220;The Grove&#8221; in dem massenhaft Leute mit ihren Notebooks sitzen. Da werde ich morgen mal vorbei schauen, falls sich die WLAN-Problematik im Hotel nicht l&#246;st. Zur&#252;ck im Hotel mit einem bereits gek&#252;hlten Sixpack Samuel Adams Summer Ale m&#246;chte ich mit dem Reisebericht &#252;ber den gestrigen Tag beginnen, bin aber so hundem&#252;de, dass ich einschlafe, bevor &#252;berhaupt das erste Wort geschrieben ist (&#8221;nur schnell mal aufs Bett liegen und die Augen ausruhen&#8221;).</p>
<p>Gefahrene Meilen: 144.9</p>
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		<title>Tag 01 &#8211; Die Anreise</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Aug 2007 23:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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<p>Um 5.00 Uhr morgens werde ich nach nur vier Stunden Schlaf aus meinen Tr&#228;umen gerissen. Toll, wieder mal erst in letzter Minute gepackt, ich werd es wohl nie lernen.</p>
<p>Wie von der Tarantel gestochen springe ich aus dem Bett, denn es gibt noch einiges in der Wohnung zu erledigen und die Koffer sind auch noch nicht komplett gepackt. Kurz vor 6.00 Uhr schaffe ich es dann endlich, in das Auto meines bereits l&#228;nger wartenden Onkels einzusteigen, der mich zum Bahnhof Sargans bringt.</p>
<p>Um 6.25 Uhr verl&#228;sst mein Zug Sargans und nach einer unspektakul&#228;ren Fahrt erreiche ich gegen 7.45 Uhr den Flughafen Z&#252;rich. Beim Schalter der US Airways ist &#252;berhaupt nichts los, so muss ich weder beim Sicherheits-Check noch beim Einchecken warten. Deutlich schneller als erwartet stehe ich kurz nach 8.00 Uhr mit meiner Bordkarte in der Flughafenhalle. Eigentlich eine tolle Sache, wenn mir nicht zuvor gesagt worden w&#228;re, dass der Flieger zu sp&#228;t ankomme und sich deswegen der Abflug verz&#246;gern werde. Statt um 10.25 Uhr soll der Flug nun erst um 11.35 Uhr Richtung Philadelphia starten.</p>
<p>Um ein wenig Zeit zu t&#246;ten, tr&#246;dle ich am Flughafen umher, g&#246;nne meinem knurrenden Mangen ein Laugenbr&#246;tchen mit Rohschinken und wundere mich bei der Fahrt mit der U-Bahn zum Terminal E, welches Werbegenie wohl auf den Namen Skymetro f&#252;r eine U-Bahn gekommen ist. Beim Terminal E finden sich dann erfreulicherweise Regale mit kostenlosen Magazinen, um sich die Zeit zu vertreiben. Auch gratis WLAN wird angeboten. Nur bl&#246;d, dass bei meinem Notebook der Akku durch ist und ohne Steckdose die Arbeit verweigert. Nachdem ich mich durch einige Magazine gelesen habe beschliesse ich, meine letzten Franken an den Mann zu bringen, und g&#246;nne mir ein grosses Bier an der Flughafen-Bar.</p>
<p>Zur&#252;ck beim Flugsteig muss ich dann feststellen, dass das Einsteigen erst gegen 11.30 Uhr beginnen und der Flug mit 2.00 Stunden Versp&#228;tung starten wird. Endlich an Bord schon die n&#228;chste Entt&#228;uschung: Der Flieger bietet kein In-Seat-Entertainment. Als ich dann wenigstens einen Blick nach draussen werfen m&#246;chte, muss ich feststellen, dass sich das Visier des Fensters nicht &#246;ffnen l&#228;sst. Ich stelle fest, dass es mit Klebeband befestigt worden ist. Hoffentlich sind die US Airways Flugzeugtechniker nicht auch bei wirklich wichtigen Systemen so kreativ. Die Stewardess sieht mich am Fenster rumhantieren, versucht es ihrerseits erst selber und meint dann lapidar: &#8220;Sie werden ja ohnehin meistens schlafen&#8221;.</p>
<p>An Bord werden zwei Filme geboten. Der erste ist nicht wirklich berauschend, aber man sieht sich ja im Flieger bekanntlich jeden Mist an, um sich die Zeit zu vertreiben. Der zweite w&#228;re wohl interessant, nur leider funktioniert die Technik nicht ganz und das Bild ist viel zu dunkel. Lediglich die Szenen bei Tageslicht sind einigermassen auszumachen. Aber eben: Um sich die Zeit zu vertreiben, sieht man sich auch sowas an. Um 14.50 Uhr Ortszeit geht es in Philly endlich von Bord. Da mein n&#228;chster Flug planm&#228;ssig um 16.10 Uhr abheben soll, beeile ich mich und &#252;berhole vor der Immigration die Mehrzahl der Mitreisenden. In der Halle dann die Erleichterung. Fast keine Flugg&#228;ste und massenhaft offene Schalter. Vor mir in der Schlange nur eine einzige Person, damit sollte der n&#228;chste Flieger locker rechtzeitig zu erreichen sein.</p>
<p>Bei der Immigration werde ich lediglich gefragt, ob ich beruflich oder zum Vergn&#252;gen hier sei und ob dies meine erste Reise in die Vereinigten Staaten w&#228;re. Um 15.05 Uhr bin ich schon durch die Immigration durch und habe nun noch mehr als eine Stunde Zeit, um mein Gep&#228;ck zu holen und den n&#228;chsten Flieger zu erreichen. Leider sind die mit dem Gep&#228;ck nicht ganz so schnell wie erwartet und somit kann ich erst nach fast 40 Minuten Warterei mit meinen Koffern zum Zoll. Dort verl&#228;uft es zum Gl&#252;ck reibungslos und nach der erneuten Aufgabe der Koffer mache ich mich schnellen Schrittes auf zum n&#228;chsten Terminal, wo mein Flieger schon auf mich wartet. 15 Minuten sp&#228;ter und 10 Minuten vor dem geplanten Abflug sitze ich im Flieger. Der Pilot gibt durch, dass das Einsteigen abgeschlossen sei und sich die Crew auf den Abflug vorbereiten soll. Von wegen &#8220;jeder Flieger der US Airways startet mit Versp&#228;tung&#8221;, wie ich das zuvor von meiner Sitznachbarin auf dem Flug nach Philly geh&#246;rt habe. Nichts und nichts passiert, die Ladeluke bleibt offen und die ganzen Fahrzeuge der Bodencrew blockieren auch weiterhin den Flieger. Pl&#246;tzlich kommen neue Passagier ins Flugzeug und draussen beginnen zwei sichtlich vollkommen demotivierte Mitarbeiter, P&#228;ckchen des United States Postal Service einzuladen. Eine halbe Stunde nach der eigentlich Abflugszeit meldet sich der h&#246;rbar frustrierte Pilot: &#8220;Tut mir leid Leute f&#252;r die Versp&#228;tung. Seit in Philadelphia dieser Mord passiert ist und ich von den America West Flugsteigen zu den US Airways Flugsteigen wechseln musste, bin ich noch so gut wie nie p&#252;nktlich weggeflogen. Ich kann Euch nicht einmal sagen, was der Grund f&#252;r die Versp&#228;tung ist. Danke f&#252;r Euere Geduld&#8221;. Nach einer weitern Stunden stupiden Wartens (immerhin kann ich dieses Mal nach draussen sehen) und mit ca. 1 1/2 Stunden Versp&#228;tung geht es dann endlich auf den 5:36 Stunden dauernden Flug nach San Francisco.</p>
<p>Der Flug erweist sich aufgrund meiner M&#252;digkeit als k&#246;rperlich sehr anstrengend, alles an Bord bis auf Softdrinks kostet $5 (sogar das Essen in Form eines Sandwichs) und die Klapptische sind fl&#228;chendeckend mit Werbung beklebt. W&#252;rde mich nicht wundern, wenn man bald auch etwas f&#252;r die Ben&#252;tzung der Toiletten bezahlen m&#252;sste.</p>
<p>Um 20.15 Uhr Ortszeit endlich die Landung in San Francisco. Schnell zum Gep&#228;ckband und dort auf die Koffer warten. Die w&#252;rden es hoffentlich geschafft haben, immerhin ist man ja lange genug mit offener Gep&#228;ckluke am Flugsteig gestanden. Nach einer erneut endlos scheinenden Warterei die Ern&#252;chterung: Keiner meiner beiden Koffer in Sicht, das Band h&#246;rt auf, sich zu drehen. Da ich mit sowas nach der langen Warterei gerechnet habe, stehe ich bereits taktisch direkt beim &#8220;Lost Bagage Claim&#8221;, wo ich als erster eine Suchmeldung aufgeben kann. Nachdem sie 10 Minuten in ihren Computer gestarrt hat, kann die Tante hinterm Schalter mir noch nicht einmal sagen, wo meine Koffer derzeit sind. Mit der Suchmeldung in der Hand gehe ich sicherheitshalber noch einmal die ganzen abgestellten Gep&#228;ckst&#252;cke durch, als sich pl&#246;tzlich das Band unseres Fluges wieder zu drehen beginnt und tats&#228;chlich neues Gep&#228;ck von Flug US 650 ausgespuckt wird. V&#246;llig unerwartet komme ich dann doch noch zu meinen Koffern, mit einer kleinen Verz&#246;gerung von 1:15 Stunden. Ich bringe der Tante die Suchmeldung zur&#252;ck und mache mich mit der Blue Line auf zu Alamo. Ich brauche wohl nicht zu erw&#228;hnen, dass das mein erster und letzter Flug mit US Airways sein wird, wenn der R&#252;ckflug nicht pipifein abl&#228;uft.</p>
<p>Nach der Ankunft beim Rental Car Center spurte ich aus dem Zug und werde beim Rennen zum Alamo-Schalter nur von einer Frau geschlagen, die unter der Absperrung durchschl&#252;pft. Eigentlich eine klare Disqualifikation ihrerseits, aber egal: Wenigstens sind die anderen vier Konkurrenten hinter mir geblieben. Am Schalter erkl&#228;rt mir der Angestellte erst, dass ich nur einen Midsize-SUV h&#228;tte, was mich ob der zu erwartenden Choiceline vollkommen kalt l&#228;sst, und will mir anschliessend noch den Roadside Assistance Plan aufschwatzen. Da ich ein Super-Inklusiv-PLUS Paket habe, l&#228;sst er mich wenigstens mit den anderen Fragen in Ruhe. Und siehe da, bei &#8220;Your vehicle&#8217;s location&#8221; steht &#8220;IFAR&#8221;, was nichts anderes bedeutet, dass ich mir das Auto aus der Choiceline aussuchen kann. Dies obwohl ich eine Einwegmiete bis Las Vegas habe. Erneut gilt es zu spurten, man kann ja nicht wissen, welche Fahrzeuge zur Auswahl stehen und wie viele Mitkonkurrenten schon auf dem Weg dorthin sind. In der Garage &#252;berhole ich durch eine kleine Abk&#252;rzung eine Familie und nehme vor ihrer Nase gleich den Trailblazer in Beschlag. Der Trailblazer ist eine tolle Kiste. Mit Ledersitzen, Klimaautomatik und f&#252;r mich vollkommen &#252;berdimensioniert, so lasse ich mir das gefallen. Weiters in der Choiceline stehen noch ein Toyota RAV4, ein Jeep Grand Cherokee und ein Jeep Liberty. Vor der Abfahrt noch schnell die ganzen Anzeigen auf 0 gestellt und schon kann die Fahrt losgehen!</p>
<p>Auf der Fahrt zum Hotel rechne ich nicht mit viel Verkehr, immerhin ist es schon sp&#228;t abends an einem Samstag. Allerdings &#252;bersehe ich da, dass gerade das Pre-Season Spiel der San Francisco 49ers gegen die Oakland Raiders zu Ende ist und sich beim Monster Park der ganze Verkehr auf die US-101 dr&#228;ngt. In San Francisco verpasse ich aus Versehen die richtige Abzweigung und befinde mich anschliessend in SOMA mitten in einem Demonstrationszug, wo irgendwelche Parolen skandiert werden. Kurz nach 23.00 Uhr treffe ich dann endlich beim Hotel ein. Dort wird mir erst fast der doppelte Preis verrechnet und statt einem &#8220;Double-Queen&#8221; ein &#8220;King&#8221; zugeteilt. Da ich unter Vorhalt der Buchungsbest&#228;tigung anstandslos den mir zugesicherten Preis bekomme und wegen dem falschen Zimmer keinen Stress mache (es ist das letzte freie Zimmer), bekomme ich vom Angestellten seine Zugangsdaten zum WLAN. Normalerweise kosten 24 Stunden knapp $10.</p>
<p>Anschliessend schleppe ich meine ganzen Habseligkeiten in meine Zimmer und mach mich auf zum Café Maritime, um dort das erst ab 23.00 Uhr angebotene Blue Plate Special zu geniessen. Wie sich vor Ort herausstellt, ist die Website irref&#252;hrend. Es gibt kein Special im Sinne eines abendlichen Men&#252;s sondern nur 12 Austern zu $13. Auf Austern habe ich keine Lust, deswegen bestelle ich &#8220;Today&#8217;s Special&#8221;, den Wildlachs, und trinke dazu zwei Anchor Steam Biere vom Fass. Statt mit einem g&#252;nstigen, sp&#228;tabendlichen Men&#252; und Bieren zu einem Preis von $3.50 das Lokal zu verlassen, lasse ich mit Trinkgeld $42 liegen. Das Essen ist zwar gut, ich f&#252;hle mich dennoch ein wenig geneppt, vor allem weil auch das Bier mit $5 pro Glas in Rechnung gestellt wird.</p>
<p>Zur&#252;ck im Hotel versuche ich, mich ins WLAN einzuloggen, aber s&#228;mtliche Versuche scheitern. Gegen 01.00 Uhr morgens falle ich endlich ins Bett. Nach 29 Stunden auf den Beinen und nur vier Stunden Schlaf in der Nacht zuvor bin ich geschlaucht. Den Wecker stelle ich dennoch auf 08.00 Uhr, ich will ja meinen Urlaub nicht verschlafen.</p>
<p>Gefahrene Meilen: 18.1</p>
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