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	<title>Worldclass Demountaining &#187; America’s Lonliest Highway</title>
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	<description>... oder sowas in der Art.</description>
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		<title>Tag 09 &#8211; Auf und nieder, immer wieder</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Aug 2007 21:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nevada]]></category>
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		<category><![CDATA[Westen 2007]]></category>
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      &#160;
	  
        Route:
        &#160;Reno, NV - Lake Tahoe - Virginia City, NV - Ely, NV
      
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	  <tr>
        <td><strong>Route:</strong></td>
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      </tr>
      <tr>
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        <td>&nbsp;<a title="Zeige Route in Vollbildansicht" target="_blank" href="http://www.jehle.com/routes/w07t09.html">Route in der Vollbildansicht</a></td>
      </tr>
    </table>
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<p>Da ich heute wieder relativ viele Meilen zu bew&#228;ltigen habe (es geht immerhin quer durch ganz Nevada), bin ich um 07.00 Uhr schon auf den Beinen. Da ich gestern meine beiden Koffer relativ unangetastet gelassen habe, gibt es nicht wirklich viel zu packen, und ich kann schon vor 8.00 Uhr vom Hotel wegfahren. Mein erster Stopp erfolgt schon nach etwas mehr als einer Meile. Ich muss meine Vorr&#228;te wieder ein wenig auffrischen und mir vor allem einen Lippenbalsam kaufen. Meine Lippen sind schon so spr&#246;de und rissig, dass ich gestern Abend die Sch&#228;rfe des Wasabis intensiver als sonst erlebt habe. Ich ben&#246;tige ausserdem noch ein paar Plastikt&#252;ten, die sich luftdicht verschliessen lassen, und ein paar M&#252;lls&#228;cke. In wenigen Tagen bin ich n&#228;mlich im Zion Nationalpark in den Narrows unterwegs, und da muss alles wasserdicht eingepackt sein. Schnell noch den Trailblazer auff&#252;llen und los geht es erstmals Richtung S&#252;dwesten.</p>
<p>Wenn ich schon mal in der Gegend bin, kann ich doch auch noch einen Blick auf den Lake Tahoe werfen. Mich hat der zwar noch nie so wirklich gereizt, aber ich bin doch neugierig, warum so viel Wirbel darum gemacht wird und warum die Fahrt am Ufer entlang an verschiedenen Stellen als „The Most Beautiful Drive in America“ bezeichnet wird. Ich fahre also erstmals den Mount Rose Scenic Byway Richtung Lake Tahoe. Die Strasse schraubt sich bis auf 2&#8242;723m hoch, bevor sie kurz nach der Passh&#246;he die ersten Blicke auf den Lake Tahoe preisgibt. Sieht zwar ganz nett aus, als Amerika-Routinier bin ich aber vorerst nicht wirklich beeindruckt.</p>

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<p>Vielleicht erschliesst sich mir die Sch&#246;nheit des Sees ja, wenn ich am Ufer entlang fahre?</p>

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<p>Nach der Fahrt der Ostk&#252;ste entlang bis nach Stateline muss ich sagen, dass sich der Abstecher nicht wirklich gelohnt hat. Wenn man in Reno lebt ist das sicher grossartig, nach nicht einmal einer Stunde Fahrt statt in der Halbw&#252;ste an einem hochalpinen See zu stehen, aber warum Amis von allen Ecken des Landes einfliegen und deswegen die Motels unversch&#228;mt hohe Preise verlangen k&#246;nnen, verstehe ich nicht. Nun gut, ich muss ja nicht alles verstehen.</p>
<p>Weiter geht die Fahrt &#252;ber Genoa, der &#228;ltesten Siedlung Nevadas, und Carson City, der Hauptstadt Nevadas, bis nach Virginia City. Der Name dieser Stadt ist sicher jedem ein Begriff, denn schliesslich sind die Cartwrights in der Serie Bonanza regelm&#228;ssig nach Virginia City geritten. Die Ponderosa Ranch der Cartwrights bzw. ein Nachbau, der ab der 10. Staffel aber auch f&#252;r Dreharbeiten genutzt wurde, liegt &#252;brigens direkt am Lake Tahoe. Seit 2004 ist die Ponderosa Ranch aber geschlossen. Das Land auf der sie steht wurde verkauft und der neue Eigent&#252;mer hat kein Interesse daran, dass Horden von Touristen bei ihm rumlaufen. Im Visitor Center von Virgina City bekomme ich aber zuf&#228;llig mit, dass einige Personen versuchen, die Ranch zu kaufen, St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck abzutragen und in der N&#228;he von Virginia City wieder aufzubauen.</p>
<p>So eine Touristen Attraktion braucht Virginia City auch unbedingt, denn die Stadt ist von Kopf bis Fuss auf Touristen eingestellt. Mir gef&#228;llt das &#252;berhaupt nicht, obwohl die alten H&#228;user schon ihren Charme haben.</p>

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<p>Wenn das ganze nur nicht wie eine Wild West Version des Fisherman&#8217;s Wharf w&#228;re. Einfach ein Souvenir-Laden neben dem anderen. Als ich im Delta Saloon und auf der anderen Strassenseite im Bucket of Blood Saloon vom Gebimmel der Einarmigen Banditen empfangen werde, mach ich auf dem Absatz kehrt und marschiere schnurstracks zu meinem Auto. Furchtbar, hoffentlich ist wenigsten der Friedhof unber&#252;hrt. Der Friedhof ist in Wirklichkeit nicht ein Friedhof sondern es sind mehrere Friedh&#246;fe, die direkt nebeneinander liegen. Die Menschen lebten getrennt nach Klassen und Rassen, also wurden sie auch getrennt begraben. So gibt es einen Friedhof f&#252;r Freimaurer, f&#252;r Feuerwehrm&#228;nner, Katholiken, usw. Im Gegensatz zur Stadt gefallen mir die Friedh&#246;fe sehr gut, denn obwohl ich noch Gr&#228;ber entdecke, sie keine 20 Jahre alt sind, sieht der Friedhof dennoch aus wie im Wilden Westen.</p>

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<p>Nach vielen Fotos geht es weiter Richtung Westen. Da ich keine Lust habe, die selbe Strecke Richtung S&#252;den zur US-50 zu nehmen, habe ich mir im Vorfeld &#252;ber Google Maps eine Strasse rausgesucht, die von Virginia City westlichen wegf&#252;hrt und auf die US-50 trifft. Leider ist die Strasse auf der AAA-Karte nicht eingezeichnet. Ich kann mich aber noch erinnern, dass sie Irgendwas Mile-Canyon-Road heisst und man entweder von der Stadt aus oder direkt n&#246;rdlich von Virgina City auffahren kann. Nachdem ich mich bereits im Norden von Virginia City befinde, nehme ich die n&#246;rdliche Variante, die zudem sicherlich leichter zu finden ist. Ich fahre also ich Richtung Norden und treffe kurze Zeit sp&#228;ter auf die Seven-Mile-Canyon-Road. Perfekt! Das war ja kinderleicht. Die Seven-Mile-Canyon-Road entpuppt sich als breite, gut zu befahrende Dreckstrasse, zumindest bis zur Seven Mile Canyon Guest Ranch, keine Meile von der NV-341 entfernt. Ab der Ranch wird die Strasse deutlich enger und ruppiger.</p>

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<p>An manchen Stellen muss man sogar aufpassen, mit dem Auto nicht aufzusetzen.</p>

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<p>Eigentlich macht die Fahrerei extrem viel Spass, aber der Gedanke, mich w&#228;hrend der n&#228;chsten 10 Meilen im Schritttempo fortzubewegen, jagt mir schon Schauer den R&#252;cken runter. Nach etwa 1.5 Meilen Fahrerei treffe ich pl&#246;tzlich auf eine Asphalt-Strasse. Ein Blick auf die AAA-Karte verr&#228;t mir, dass an der Stelle gar keine Strasse sein d&#252;rfte. Macht aber nichts, denn die Himmelsrichtung stimmt und auf Asphalt gehts deutlich schneller voran. Die Strasse offenbart zudem einige optische Leckerbissen. In der N&#228;he der US-50 sehe ich endlich, auf welcher Strasse ich fahre. Es handelt sich um die Six-Mile-Canyon-Road. Zur&#252;ck auf der US-50 habe ich vorerst keine Lust mehr auf Dreckstrassen und lasse den geplanten Abstecher &#252;ber die Fort Churchill Road zum &#8230; nonaned &#8230; Fort Churchill aus und fahre schnurstracks nach Fallon. Dort angekommen, g&#246;nne ich mir ein leckeres Teuflisches H&#252;hnchen im Mexikaner La Fiesta, f&#252;lle anschliessend noch einmal schnell den Trailblazer und los geht es &#252;ber den eigentlichen Teil des America&#8217;s Lonliest Highway.</p>
<p>Die meisten Menschen glauben, dass man bei einer Fahrt quer durch Nevada einfach stundenlang durch die W&#252;ste f&#228;hrt und bis auf Sand wenig zu sehen bekommt. In Wirklichkeit schl&#228;ngelt sich die US-50 auf ihren 262 Meilen von Fallon bis zu meinem Tagesziel Ely &#252;ber insgesamt sieben P&#228;sse von 1&#8242;925m bis 2&#8242;319m H&#246;he.</p>

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<p>Direkt nach Austin f&#228;hrt man sogar durch einen Teil des Humboldt-Toiyabe National Forest. Die B&#228;ume sind zugegeben nicht gerade gross, aber immerhin ein Wald mitten in der vermeintlichen W&#252;stenlandschaft. Inzwischen habe ich es auch mit Regenschauern zu tun. Scheinbar handelt es sich um die Ausl&#228;ufer des Hurrikans Felix. Soviel f&#252;r eine trockene, flache und sandige W&#252;ste.</p>

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<p>Die Fahrt gef&#228;llt mir gut, aber sie ist nicht so einsam wie erwartet. Nat&#252;rlich kann man immer wieder einfach mitten auf der Strasse stehen bleiben, um schnell ein Foto zu schiessen, aber es ist immer irgendwo ein anderes Auto zu sehen. Eigentlich m&#246;chte ich vor Ely noch einen Abstecher nach Ruth machen, um dort vom Liberty Pit Overlook Fotos eines der gr&#246;ssten Kupferbergwerke im Tagbau zu machen. Leider spielt dank Felix das Wetter nicht mit und da die Fotos ohne Sonne langweilig auss&#228;hen, fahre ich direkt weiter bis zum Hotel Nevada und Gambling Hall in Ely.</p>
<p>Das Hotel hat echt Flair. Im Aufzug sind Bilder des Liberty Pits zu sehen. Die sind wirklich toll. Bei sch&#246;nem Wetter bestimmt einen Stopp wert. Im Zimmer angekommen nutze ich endlich wieder mal den nach langer Zeit m&#246;glichen Wireless-Zugriff aus. Eigentlich m&#246;chte ich noch den $8.99 Prime Rib Dinner und die $1 10 oz. Draft Beer ausn&#252;tzen, da ich es mir aber inzwischen schon so gem&#252;tlich gemacht habe und vom Mittag noch immer satt bin, bleibe ich stattdessen im Zimmer. Am n&#228;chsten Tag habe ich vor, bereits um 4.00 Uhr loszufahren. Es steht wieder mal ein Berg auf dem Programm. Da es doch ein wenig sp&#228;ter wird als erwartet, stelle ich den Wecker auf 4.30 Uhr und schmeisse mich gegen Mitternacht endlich ins Bett.</p>
<p>Gefahrene Meilen: 430.6</p>
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