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	<title>Worldclass Demountaining &#187; Anchor Steam Brewery</title>
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	<description>... oder sowas in der Art.</description>
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		<title>Tag 03 &#8211; Touren in San Francisco f&#252;r Sparf&#252;chse</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Aug 2007 20:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kalifornien]]></category>
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		<category><![CDATA[Westen 2007]]></category>
		<category><![CDATA[Anchor Steam Brewery]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits um 7.00 Uhr bin ich wach. Ich nutze die Gelegenheit, mit meinen Reiseberichten ein wenig voranzukommen. Da ich zwar k&#246;rperlich aber geistig noch nicht wirklich wach bin, erweist es sich das aber als z&#228;he Angelegenheit. Gegen 9.00 Uhr und nach einem Intermezzo in der Dusche mache ich mich mit Laptop auf in das abends zuvor entdeckte Café namens &#8220;The Grove&#8221;. Ich bestelle das &#8220;Breakfast Special&#8221; ohne zu wissen, um was es sich da handelt, und lasse mich an einem Tisch nieder. Steckdose vorhanden, Computer aufgestartet und in dem Moment kommt auch das Essen auf dem Tisch. Da mache ich erstmal grosse Augen, denn w&#228;hrend die Dame neben mir gerade gen&#252;sslich ein tolles M&#252;sli mit Joghurt und Bananen verspeist, bekomme ich Kartoffeln, Speck, Ei und French Toast vorgesetzt. Na gut, bestellt ist bestellt und schliesslich ist das ja quasi das amerikanische Parade-Fr&#252;hst&#252;ck. W&#228;hrend ich also mehr oder minder gen&#252;sslich fr&#252;hst&#252;cke stelle ich fest, dass das WLAN gar nicht wie erwartet kostenlos ist. Kurzerhand die Dame neben mir angesprochen, ob sie da Genaueres wisse und siehe da, Amber weiss wirklich Bescheid. Sie hat fr&#252;her n&#228;mlich &#246;fters von hier aus gearbeitet. Ich komme mit ihr ins Gespr&#228;ch und stelle fest, dass sie eine Wanderfrau ist. Da werden nat&#252;rlich Geschichten und Erfahrungen ausgetauscht und zuf&#228;llig habe ich auch die Fotos von der letzten Reise durch Washington auf dem Laptop. Nachdem ich ihr erz&#228;hlt habe, was ich in San Francisco noch vorhabe, r&#228;t sie mir, unbedingt noch North Beach und das Ferry Building anzuschauen. Kurze Zeit sp&#228;ter muss sie gehen und ich logge mich ins WLAN  um $5.95 f&#252;r 24 Stunden ein. Was tut man nicht alles, um die Leserschaft zu Hause bei Laune zu halten.</p>
<p>Ein kurzer Blick ins Programm der San Francisco City Guides verr&#228;t mir, dass heute Abend um 19.00 Uhr eine F&#252;hrung &#8220;North Beach by Night&#8221; stattfindet. Da bin ich doch prompt dabei. Erstmals &#252;berarbeite ich den morgens geschrieben Bericht, lade ein paar Fotos hoch und als ich mehr oder minder zufrieden bin, packe ich meine sieben Sachen, und kehre zum Hotel zur&#252;ck.</p>
<p>Von dort mach ich mich auf zur n&#228;chsten Haltestelle der 45er Buslinie, die mich in die Stadt bringt. An der Market Street steige ich in den n&#228;chsten Bus, der mich in der N&#228;he meines endg&#252;ltigen Ziels, der Anchor Steam Brewery, bringt. Ich bin ein wenig zu fr&#252;h aber das macht nichts, denn zu einer kostenlosen F&#252;hrung durch eine Bierbrauerei mit anschliessender Verkostung aller gebrauten Biere will man schliesslich nicht zu sp&#228;t kommen. Immerhin muss man seinen Platz schon rund einen Monat vor der gew&#252;nschten F&#252;hrung reservieren.</p>

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<p>Um 14.00 Uhr geht es los. Lindsay, die eben noch als Security Guard am Eingang einen Stock tiefer gesessen ist, erl&#228;utert uns im Ausschankraum die Geschichte der Brauerei, ihrer Biere und erkl&#228;rt auch, wie der Brauprozess genau funktioniert. Dann geht die eigentlich Tour los, Fotos d&#252;rfen nur im ersten Raum mit den Kesseln gemacht werden, wo Lindsay wieder fleissig am Erkl&#228;ren ist.</p>

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<p>Die Tour f&#252;hrt durch die gesamte Brauerei. Leider ist der heutige Arbeitstag, was das Brauen und Abf&#252;llen anbelangt, schon vorbei, die Arbeiter sind nur noch mit der Reinigung besch&#228;ftigt. Lindsay erkl&#228;rt, dass man in der Regel um 14.00 Uhr fertig sei. Deswegen wurde die Tour wohl seit August von 13.00 Uhr auf 14.00 Uhr verschoben.</p>
<p>Nach der interessanten Runde durch die kleine Brauerei endet die Tour im Ausschankraum wo der gem&#252;tliche Teil beginnt. Hier k&#246;nnen alle sechs derzeit gebrauten Biere frisch vom Fass probiert werden. Dies zudem nicht aus Fingerh&#252;ten sondern aus Gl&#228;sern, die ich im 2 dl Bereich einordnen w&#252;rde. Ausserdem sagt niemand etwas, wenn man sich ein Bier ein zweites mal einschenken l&#228;sst. Es geht dabei zu wie in einer Bar.</p>

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<p>Man kommt ins Gespr&#228;ch, redet &#252;ber dies und das und die Zeit geht vorbei wie im Flug. Mein Podest: Das Porter gewinnt vor dem Summer Ale und auf Platz drei das Steam. Ein Blick ins G&#228;stebuch zeigt mir, dass ich der einzige Ausl&#228;nder bin. Abgesehen von einer Familie aus New York und einer Dame aus Washington State, alles Kalifornier. Das gef&#228;llt mir. Nach dem Kauf eines T-Shirts (been there, done that, got the t-shirt) mache ich mich auf zu R.E.I, einen Gesch&#228;ft mit Wanderutensilien. Da komme ich mir immer vor wie ein Kind im Spielzeugladen. Ich mache ein paar keine Eink&#228;ufe und spaziere weiter zu Nordstrom Rack. Ich schaue kurz durch das Angebot, habe dann aber keine Lust, irgendwas anzuprobieren oder mich gar durch irgendwelche Sachen zu w&#252;hlen. Stattdessen mache ich mich auf den Weg zum Ferry Building. Zu Fuss geht es zur Market Street, wo mir die Strassenbahn F vor der Nase wegf&#228;hrt. Weil die Haltestelle direkt neben einem Walgreens liegt versuche ich dort, das scheinbar &#252;berall ausverkaufte Motorola C139 von Tracfone zu kaufen. Und siehe da, sie haben wirklich noch eins um $14.99 plus Steuern. Wieder an der Haltestelle dauert es eine Ewigkeit, bis endlich die n&#228;chste F kommt. Wieder mal typisch, dass ich in die Gegenrichtung f&#252;nf Strassenbahnen z&#228;hle bis meine endlich auftaucht. Dann entpuppt sich das Teil auch noch als absoluter Bummelzug. Endlich am Ferry Building bleibt nur noch Zeit, um schnell ein paar Fotos zu schiessen.</p>

<a href="http://www.jehle.com/wp-content/gallery/san-francisco-2007/20070820-05.jpg" title="Ferry Building" rel="lightbox[singlepic40]" >
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<p>Dann geht es schon zu Fuss weiter zum Treffpunkt der &#8220;North Beach by Night&#8221; F&#252;hrung der San Francisco City Guides, die um 19.00 Uhr beginnt. Die F&#252;hrungen sind vollkommen kostenlos und werden von Freiwilligen gemacht die die Stadt lieben und sie anderen zeigen m&#246;chten. Am Ende der Tour kursiert ein gelber Umschlag in den man monet&#228;re Unterst&#252;tzung (f&#252;r die Organisation San Francisco City Guides, nicht den jeweiligen Guide selber) stecken kann. Niemand wird aber dazu gezwungen. Die F&#252;hrerin Gail sieht ein wenig &#8220;gesch&#252;ttelt&#8221; aus und F&#252;hrungen sind sicher nicht ihr gr&#246;sstes Talent, aber sich macht sich gut und gestaltet die F&#252;hrung wirklich interessant. Da einige Locals bei der F&#252;hrung dabei sind, gestaltet sich die F&#252;hrung unterm Strich sogar sehr unterhaltsam und informativ. Sie erz&#228;hlt uns von Tosca, wo zu Zeiten der Prohibition ein House-Cappuccino serviert wurde, der aus aufgesch&#228;umter Milch, Schokolade und Brandy besteht, oder wahlweise war auch die White Nun zu haben, die sich ebenfalls aus aufgesch&#228;umter Milch, Kahlua und Brandy zusammensetzt. Im Wurlitzer sind nur Opern zu finden und den Haus-Cappuccino und die Weisse Nonne kann man sich noch immer bestellen. Die Tour f&#252;hrt weiter vorbei an ehemaligen Strip-Clubs, Kabarets und Gef&#228;ngnissen, zur ehemaligen Spaghetti Factory, in der einst Fritz Maytag beschlossen hat, die Brauerei Anchor Steam zu kaufen (das habe ich vor wenigen Stunden schon bei der Anchor Steam Tour geh&#246;rt). Eine Strasse weiter l&#228;uft uns noch die lokale Prominenz Carol Doda &#252;ber den Weg, ihres Zeichens die erste Oben-Ohne-T&#228;nzer in San Francisco. Das passt nat&#252;rlich toll sins Programm, weil wir zwei Strassen weiter vor dem Condor Night Club stehen, wo sich dieses &#8220;historische&#8221; Ereignis am 19.06.1964 zugetragen hat. Auch bei dieser F&#252;hrung bin ich der einzige Ausl&#228;nder, wenn man mal die Kanadierin aus Toronto aussen vor l&#228;sst.</p>
<p>Nach der F&#252;hrung und nachdem f&#252;nf meiner Dollar im gelben Umschlag gelandet sind, mache ich mich auf dem Weg zur n&#228;chsten Haltestelle des 45er Busses. Wie es der Zufall so will, h&#228;lt direkt vor meiner Nase ein Cable Car. Die Chance lasse ich mir nicht entgehen und h&#252;pfe gleich an Bord ohne zu wissen, wohin die Fahrt geht. Wie sich herausstellt, endet die Fahrt an der Van Ness, also nicht schlecht. Auf dem restlichen Weg zum Hotel will ich noch etwas zu Essen besorgen und gehe deswegen zu Pacific Catch, einem wirklichen Insider Tip an der Chestnut Street. Ich lasse mir einpacken, was immer die Dame hinter der Kasse empfehlen kann, und zu Hause muss bzw. darf ich feststellen, dass das wirklich exzellent schmeckt. Eigentlich m&#246;chte ich noch einen Tagesbericht schreiben, der f&#228;llt aber meiner M&#252;digkeit zum Opfer.</p>
<p>Gefahrene Meilen: 0.0</p>
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