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	<title>Worldclass Demountaining &#187; Black Bear Diner</title>
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	<description>... oder sowas in der Art.</description>
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		<title>Tag 06 &#8211; Zu F&#252;ssen des Mount Shasta</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Aug 2007 17:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Clear Creek Trail]]></category>
		<category><![CDATA[Kalifornien]]></category>
		<category><![CDATA[Mount Shasta]]></category>
		<category><![CDATA[Westen 2007]]></category>
		<category><![CDATA[Black Bear Diner]]></category>

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		<description><![CDATA[
  
    

    
      &#160;
	  
        Route:
        &#160;Yreka, CA - Clear Creek Trailhead, Mount Shasta
      
      
  [...]]]></description>
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      <tr>&nbsp;</tr>
	  <tr>
        <td><strong>Route:</strong></td>
        <td>&nbsp;Yreka, CA - Clear Creek Trailhead, Mount Shasta</td>
      </tr>
      <tr>
        <td valign="top"><strong>Link:</strong></td>
        <td>&nbsp;<a title="Zeige Route in Vollbildansicht" target="_blank" href="http://www.jehle.com/routes/w07t06.html">Route in der Vollbildansicht</a></td>
      </tr>
    </table>
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<p>Heute bin ich schon wieder um 7.00 Uhr wach. Gleich als erstes durchforste ich meine Sachen nach Wanderutensilien, die ich heute und morgen ben&#246;tigen werde. Was ich finde schmeisse ich einfach aufs Bett, wo sich mit der Zeit regelrecht ein Berg an Utensilien auft&#252;rmt. Als ich das Gef&#252;hl habe, alles beisammen zu haben, beginnt die Packerei. Inzwischen geht das schon recht schnell weil ich meinen riesigen Rucksack immer auf dieselbe Art und Weise packe. Trotzdem bin ich mit der ganzen Aktion bis 8.00 Uhr besch&#228;ftigt. Dann ist es Zeit, ein paar Kalorien zu tanken. Schnell r&#252;ber in den benachbarten Black Bear Diner, wo ich mir ein Denver Omelett mit Hash Browns (so etwas wie R&#246;sti) und Roggen-Toast bestelle. Nebenbei lese ich den aktuellen San Francisco Chronicle. F&#252;r den hatte ich lustigerweise in San Francisco selber nie Zeit. Obwohl heute das Abenteuer Mount Shasta losgeht, habe ich keinen Stress. Vor 12.00 Uhr m&#246;chte ich ohnehin nicht loslegen, sonst bin ich viel zu fr&#252;h im Basecamp. Urspr&#252;nglich habe ich den Plan gehabt, vom Norden &#252;ber die Hotlum-Bolum Route auf die Spitze zu steigen. Bereits vor Abflug in die USA war aber auf der Webseite der Mount Shasta Ranger Station zu lesen, dass die Route dieses Jahr sehr eisig sei und Einzelg&#228;nger dort nix verloren h&#228;tten. Man m&#252;sse dieses Jahr an einigen Stellen sogar Eisschrauben verwenden. Aus diesem Grund habe ich inzwischen schon auf die Standard-Route &#8220;Avalanche Gulch&#8221;, die den Berg vom S&#252;den her in Angriff nimmt, umgeschwenkt. Zuvor werde ich aber dennoch bei der Ranger Station vorbeischauen, um aktuelle Routeninformationen einzuholen.</p>
<p>Erst gilt es aber, noch die letzten Besorgungen zu machen. So brauche ich noch ein paar Abfalls&#228;cke und eine starke Schnur, falls man Essen, Abf&#228;lle, Kochutensilien, Sonnencreme usw. wegen der B&#228;ren aufh&#228;ngen muss, Reserve-Batterien f&#252;r mein GPS-Ger&#228;t und die Stirnlampe sowie sowas wie Druckstellenpflaster. Die relativ neuen Wanderschuhe machen mir n&#228;mlich in der Hinsicht noch Probleme. Nach erfolgreicher Besorgung im lokalen Walmart h&#252;pfe ich noch schnell in das Lebensmittelgesch&#228;ft nebenan. Dort besorge ich die &#252;blichen Esswaren: Powerbars, &#196;pfel, Mac &amp; Cheese, Bagels und ein wenig Bier. Ich w&#228;hle das Bier aber nicht nach Geschmack, sondern nach Verpackung aus. Die kleinen 208 ml Dosen von Coors Lite finde ich einfach passend. Noch schnell den Tank mit $20 Dollar aufgef&#252;llt, den R&#252;cksack mit den letzten Besorgungen angereichert und schon geht es los Richtung Mount Shasta Ranger Station. Einen Helm will ich mir auch noch mieten, soll ja schon regelrecht Steine regnen auf der Avalanche Gulch Route.</p>
<p>Bei der Ranger Station angekommen r&#228;t mir der Ranger aber zu einer mir unbekannten Route, der Clear Creek Route. Dort soll es nicht ganz so steil sein und weil die Route im Gegensatz zur Avalanche Gulch Route nicht wie in einem Trichter verlaufe, komme es wenn &#252;berhaupt h&#246;chstens von vorne zu Steinschlag und nicht von drei Seiten gleichzeitig. Am Computer zeigt mir der Ranger ein Foto mit dem Streckenverlauf, gibt mir Instruktionen in die Hand wie ich den Trailhead finden kann und nach dem Kauf einer Bewilligung um $15  geht es schon los. Den Helm spare ich mir (scheint auf der Route nicht notwendig zu sein), denn zum Schleppen habe ich schliesslich schon mehr als genug. Nach etwa einer Stunde und einigen Meilen Dreckstrasse erreiche ich endlich den Trailhead.</p>

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<p>Ich richte meine ganzen Sachen, schmiere mich gewissenhaft mit Sonnencreme ein und w&#228;hrend ich mir die Fersen zwecks Vermeidung von Blasen mit Sportstape zuklebe und anschliessend die Wanderschuhe montiere, stelle ich Sonnencreme im Kofferraum ab, um die H&#228;nde frei zu haben. Dabei denke ich mir noch, dass ich die auf keinen Fall vergessen darf. Nach insgesamt einer halben Stunde bin ich fertig und abmarschbereit. Es ist 14.11 Uhr und nach einem Foto des Trailheads geht es los Richtung Clear Creek Camp. Da d&#252;rfte nicht viel los sein, denn neben meinem Auto parken nur zwei weitere Autos am Trailhead. Eins davon tr&#228;gt zudem Regierungsnummerntafeln. Das d&#252;rfte ein Parkranger sein. Ich gehe es langsam an, denn ich habe genug Zeit und bis zum Camp sollen es nur drei Meilen (= 4.8 km) sein.</p>
<p>Nach etwa 45 Minuten kann ich den Mount Shasta endlich in seiner ganzen Pracht vor mir sehen und oberhalb der Baumgrenze auch schon das Clear Creek Camp ausmachen (nur weiss ich das zu dem Zeitpunkt noch nicht). Schon imposant, wie m&#228;chtig der Berg doch ist.</p>

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<p>Kurze Zeit sp&#228;ter kommen mir zwei Wandersleute entgegen. Nach einem kurzen Gespr&#228;ch stellt sich heraus, dass ihnen der Honda am Trailhead geh&#246;rt und derzeit ausser einem weiblichen Parkranger niemand am Clear Creek Camp ist. Das sind nat&#252;rlich gute Nachrichten. Etwa 20 Minuten sp&#228;ter kommt mir auch schon der weibliche Parkranger entgegen. Sie erkl&#228;rt mir, dass sie nur habe schauen wollen, ob noch Wasser am Clear Creek fliesst. Sie fragt mich, ob ich die zwei Typen mit dem Honda gesehen h&#228;tte, denn nach denen w&#228;re schon per Funk gesucht worden. Irgendwelche besorgten Verwandten h&#228;tten die Ranger Station angerufen, weil sie sich noch nicht zur&#252;ckgemeldet h&#228;tten. Bevor sie geht, warnt sie mich noch vor Hummeln, die es sich am Clear Creek Camp bequem gemacht h&#228;tten. Mein Weg f&#252;hrt mich nun weiter den Berg hinauf und kaum oberhalb der Baumgrenze, kann ich sowohl das Camp, den Verlauf des morgigen Aufstiegs als auch den Gipfel sehen. Sieht doch auf den ersten Blick gar nicht so wild aus.</p>

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<p>10 Minuten sp&#228;ter und nach etwas weniger als 2 Stunden Aufstieg bin ich im Camp und freue mich, dass ausser mir niemand da ist. Hummeln sehe ich auch keine, kaltes Wasser fliesst reichlich, perfekt! Als erstes stelle ich das Bier kalt, dann suche ich nach einem geeigneten Zeltplatz.</p>

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<p>Eigentlich m&#252;sste ich 100 Fuss (= 30.48m) vom Wasser entfernt zelten, aber alle geeigneten Zeltpl&#228;tze sind deutlich n&#228;her am Wasser. Bevor ich irgendwelche empfindlichen Pflanzen zerst&#246;re, baue ich mein Zelt lieber auf dem am weitesten vom Wasser entfernten, bereits vorbereiteten Platz auf. Der ist zwar keine 10 Meter vom Wasser entfernt, das ist mir aber letztlich egal. Anschliessend pumpe ich mir frisches Wasser (in Nordamerika muss das Wasser gefiltert oder mindestens 5 Minuten gekocht werden, sonst f&#228;ngt man sich einen D&#252;ndarm-Parasiten ein und verbringt den Rest der Reise mit Bauchschmerzen und Durchfall auf der Toilette)  und erkunde ein wenig die Gegend um mein Zelt herum.</p>

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<p>Dann beschliesse ich, den morgigen Weg ein wenig zu erkunden. Immerhin soll es um 4.00 Uhr im Dunkeln losgehen und ich will mich ja nicht schon ganz am Anfang verlaufen. W&#228;hrend ich also an H&#246;he gewinne meine ich, Stimmen zu h&#246;ren. Als ich mich umdrehe ist aber niemand zu sehen. Kurz bevor ich &#252;ber die erste Kuppe komme und dabei mein Zelt und vor allem meine Wertgegenst&#228;nde aus dem Auge verliere, sehe ich dann auf der anderen Talseite doch jemanden in einem roten Pullover, etwa 10 Minuten entfernt. Toll, das hat mir gerade noch gefehlt. Da freut man sich, dass man alleine ist, und dann muss doch noch jemand auftauchen. Ich marschiere schnell noch ein paar Minuten nach oben, pr&#228;ge mir den Verlauf der Route ein und steige dann schnell wieder hinunter in Richtung meines Zeltes. Der Typ im roten Pulli hat sich inzwischen noch keinen Meter bewegt und redet jetzt mit einem anderen Typen im weissen Pulli. Ich beschliesse, dass es jetzt Zeit f&#252;rs Abendessen ist. Auf dem Men&#252; steht heute Mac &amp; Cheese, das Schnitzel &amp; Pommes der amerikanischen Kinder. W&#228;hrend ich warte bis das Wasser kocht, trinke ich ein inzwischen sch&#246;n kaltes Coors Light, das wider Erwarten gar nicht mal so schlecht schmeckt, studiere die Karte und geniesse die abendliche Sonne verbunden mit dem tollen Blick auf den Mount Shasta.</p>

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<p>Auf die Karte h&#228;tte ich ruhig mal fr&#252;her einen Blick werfen k&#246;nnen, denn ich stelle fest, dass das Clear Creek Camp nur etwa auf 2530m liegt. Das ist eine Menge Holz bis zum Gipfel auf 4322m. Bei der Avalanche Gulch Route h&#228;tte ich auf etwa 3180m &#252;bernachtet. Jetzt wird mir auch klar, warum ich diese Route bei meiner Planung nie in Erw&#228;gung gezogen habe. Dann schiesst mir ein Schaudern durch die Knochen: F&#252;r fast 1700 H&#246;henmeter habe ich viel zu wenig Wasser dabei. Wasser gibt es hier zwar im &#220;berfluss, aber ich habe nur zwei Flaschen im Rucksack, die ich mit Wasser f&#252;llen kann. Ich &#252;berlege, noch einmal zum Auto abzusteigen um dort ein paar der reichlich vorhandenen Wasserflaschen zu holen. Der Aufwand von zwei bis drei Stunden ist mir dann aber doch zu viel, ich werde es morgen einfach so probieren. So schlimm kann das ja nicht sein.</p>
<p>Nach der ersten Portion Mac &amp; Cheese koche ich noch einmal Wasser auf. W&#228;hrend ich die Aussicht geniesse zischt es pl&#246;tzlich und mein Kocher brennt nicht mehr. Auch der Piezo-Anz&#252;nder funktioniert nicht mehr. Keine Ahnung, was da passiert ist. Ich versuche den Brenner zu trocknen und nach etwa 10 Minuten Warterei wirft der Piezo-Anz&#252;nder wieder Funken und der Kocher kann wieder in Betrieb gesetzt werden. Wenige Minuten sp&#228;ter zischt es schon wieder, nur dieses mal sehe ich auch warum: Weil der Topf nach der ersten Portion Mac &amp; Cheese nicht mehr sauber ist, l&#228;uft das Wasser &#252;ber, sobald es kocht. Das ist mir in all den Jahren noch nie passiert, und jetzt schon zum zweiten Mal. Wieder heisst es Kocher trocknen und warten. Zwischenzeitlich springe ich immer wieder wie ein Erdm&#228;nnchen auf den gr&#246;ssten Stein in der n&#228;heren Umgebung um zu sehen, was weisser und roter Pulli so treiben. Die sitzen schon seit l&#228;ngerem auf einem Felsbrocken auf der anderen Talseite und machen keine Anstalten, hier r&#252;ber zu kommen. Als ich kocherm&#228;ssig wieder zur&#252;ck im Gesch&#228;ft bin, werfe ich einen genauen Blick auf den Kochvorgang und schaffe es endlich, mir auch die zweite Portion Mac &amp; Cheese genussfertig zuzubereiten. Nach dem Abendessen wird die &#8220;K&#252;che&#8221; samt Kochutensilien aufger&#228;umt und gewaschen, und alles f&#252;r den morgigen Aufstieg vorbereitet. Dabei bemerke ich, dass ich die Sonnencreme im Auto gelassen haben muss! Auch nach dem kompletten Leeren des Rucksackes keine Spur der Sonnencreme. Wieder spiele ich mit dem Gedanken, zum Auto abzusteigen, verwerfe diesen aber gleich wieder. Ich kann ja morgen auf dem Gipfel nach Sonnencreme fragen. Bis dahin werde ich beim Aufstieg ohnehin nicht viel Sonne abbekommen. Ich packe also meinen Rucksack, lege mir die Kleidung f&#252;r den Aufstieg zurecht und teste, ob der Wecker des neugekauften Tracfones funktioniert. Test bestanden, Alarm auf 4.00 Uhr gesetzt und ab ins Bett. Es ist zwar erst kurz nach 19.00 Uhr, aber Schlaf kann man nicht genug bekommen. Roter und weisser Pulli sind inzwischen auch verschwunden, die werden wohl heute nicht mehr auftauchen.</p>
<p>Gefahrene Meilen: 70.8</p>
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