Tag Archiv für 'In-N-Out Burger'

Tag 14 – Viva Las Vegas!

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Route:  Springdale, UT - Valley of Fire State Park - Las Vegas, NV
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Um 6.00 klingelt mein Wecker. Wie von der Tarantel gestochen hüpfe ich aus dem Bett. Rise and Shine, Baby! Heute geht es nämlich um Football-Tickets für die Detroit Lions. Vor einigen Monaten habe ich nämlich festgestellt, dass ich schon lange kein Football-Spiel mehr live im Stadion gesehen habe. Nach einem kurzen Blick auf den Spielplan der Lions habe ich mit Freude festgestellt, dass die Lions im November gleich zwei Heimspiele innerhalb von 5 Tagen austragen. Das hat für mich nach einer idealen Gelegenheit geklungen, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Nämlich meine beiden ehemaligen Gastfamilien aus meiner Zeit als Austauschschüler wieder mal zu besuchen und die Lions gleich zwei Mal live im neuen Ford Field zu sehen. Das Ganze auf Kosten von gerade mal einer Woche Urlaub. Eigentlich sind das ja sogar vier Fliegen, weil während dieser Woche auch noch Thanksgiving stattfindet und Ohio State gegen Michigan im Big House (= Michigan Stadium in Ann Arbor mit 107’501 Plätzen) spielt. Für letzteres sind zwar nur Karten auf dem Schwarzmarkt zu haben, die von $400 aufwärts kosten, aber alleine schon das Spiel live im Fernsehen zu sehen, dürfte ein Genuss sein. Also schnell mir mal wieder eine Rasur gegönnt, dann ab unter die Dusche und auf zum Sol Foods Market & Deli. Da kann man nur hoffen, dass die die Türe wirklich rechtzeitig für mich öffnen. Vor dem Sol Foods Market & Deli kann ich sehen, dass drinnen jemand geschäftig Frühstück vorbereitet, nur leider hat sie kein Auge für mich. Erst als ich wie wild herumhüpfe und mit beiden Armen fuchtle (Hampelmann lässt grüssen) nimmt sie mich wahr und öffnet mir die Türe. Schnell den Laptop an die Steckdose anschliessen und aufstarten das Teil. Es ist 06.50 Uhr, also noch genug Zeit. WLAN weigert sich aber zu funktionieren, deswegen muss die Kiste neu gestartet werden während sie sich nette Worte von mir anhören darf. Beim zweiten Versuch klappt dann alles und ich bin online. Es ist inzwischen schon 06.59 Uhr, also schnell ins gestern erstelle Ticketmaster Konto eingeloggt (entsprechend einer Kochsendung: Ich hab da schon mal was vorbereitet) und den Link zu den Karten für das Spiel Green Bay Packers @ Detroit Lions gewählt. Die sind zum Glück noch nicht zu haben, ich bin also noch rechtzeitig. Ich drücke immer wieder auf F5, um die Seite neu zu laden, aber da steht immer das Selbe: „Die Karten gehen am 30. August um 10.00 Uhr Eastern in den freien Verkauf“. Na toll, das hätte schon vor 10 Minuten sein sollen und es ist noch immer nichts zu sehen. Langsam werde ich wieder nervös, dann komme ich auf die Idee mal im Internet zu suchen, wie spät es denn jetzt an der Ostküste ist. Das grosse, weise Internet verrät mir, dass es dort erst 09.10 Uhr ist. Da fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Ich bin ja jetzt nicht mehr in der Pacific sondern in der Mountain Zeitzone! Toll, hätte ich eine Stunde länger schlafen können. Aber egal, wenn ich schon da bin lade ich doch gleich ein paar Fotos hoch und arbeite weiter an meinen Reiseberichten. Damit bin ich dann so beschäftigt, dass ich beinahe vergesse, mich um 8.00 Uhr wieder bei Ticketmaster einzuloggen, um mir die Karten zu sichern! Dennoch komme problemlos zu einer Karte für das Spiel Green Bay Packers @ Detroit Lions und zu einer Karte für das Spiel New York Giants @ Detroit Lions. Strahlend wie ein Honigkuchen-Pferd verlasse ich unmittelbar danach Sol Foods Market & Deli und fahre zurück zum Hotel. Bis 10.00 Uhr muss ich raus aus dem Zimmer sein. Als erstes stelle ich den Gasbrenner draussen auf die Veranda, um das restliche Gas zu verbrennen, dann kümmere ich mich um meine restlichen Sachen. Glücklicherweise ist nicht mehr allzu viel zu erledigen, weil ich gestern schon damit begonnen habe, meine Koffer flugfertig zu packen. In Las Vegas werde ich dazu wohl keine Zeit haben. Als ob es geplant wäre, ist fast exakt um 10.00 Uhr das Gas alle und der Brenner kann in den letzten verbleibenden Koffer gepackt werden. Die leere Gaskartusche lasse ich zusammen mit ein paar Dollar Trinkgeld und dem Schlüssel im Zimmer zurück und fahre dann kurz nach 10.00 Uhr los Richtung Las Vegas, natürlich mit dem obligatorischen Abstecher durchs Valley of Fire.

Nach einer ereignislosen Fahrt, die nur auf dem über Arizona führenden Strassenabschnitt einigermassen interessant ist, erreiche ich nach etwa 2.15 Stunden Fahrt den Osteingang des Valley of Fire State Parks. Ich halte beim ersten Parkplatz an, um dort die Selbstregistrierung vorzunehmen. Als ich aus dem Auto aussteige trifft mich fast der Schlag. Es ist einfach nur heiss, heiss, heiss und nochmals heiss. Nicht dass ich das nicht gewusst hätte, immerhin habe ich während der Fahrt das Aussenthermometer beobachten, wie es schön langsam auf über 100° Fahrenheit (= 38° Celsius) geklettert ist, aber die mir entgegenkommende Hitze verdirbt mir sofort die Lust, hier grössere Sprünge zu machen.

Da ich aber schon mal da bin, schaue ich mir ein paar Highlights an. Erstes Fotomotiv ist logischerweise der Elephant Rock, den nun wirklich jeder Besucher fotografiert und daher in jedem Reisebericht zu finden ist (meiner soll da keine Ausnahme sein).

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Ebenfalls auf die Speicherkarte gebannt wird der Archrock, der wahrscheinlich das Fotomotiv Nummer 2 im Park sein dürfte.

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Daneben schiesse ich noch einige andere Fotos, mit denen ich die Leserschaft aber nicht weiter langweilen will. Bei kälteren Temperaturen lohnt es sich sicherlich, das weniger fotografierte Hinterland mal in Angriff zu nehmen. Das merke ich mir schon mal für die bereits in meinem Kopf herumschwirrende Reise vor, bei der ich den Tonto-Trail im Grand Canyon erkunden möchte. Nach nur einer Stunde verlasse ich den Park schon wieder Richtung Westen. Interessant finde ich den Umstand, dass nichts auf diese bunte Farbenwelt des Valley of Fire hindeutet, und dass der aus Las Vegas kommende Besucher nicht erahnen kann, dass sich unmittelbar links hinter der gezeigten biederen Hügelkette das farbenprächtige Valley of Fire versteckt.

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Weiter geht es Richtung Las Vegas. Kurz nach dem Las Vegas Motor Speedway bahnt sich ein Stau an, weswegen ich sofort von der I-15 runter fahre und der parallel verlaufenen Strassen folge. Alles nicht sehr spektakulär, also beschliesse ich einen In-N-Out Burger zu finden, um dort etwas essen zu gehen. Ich meine, bei meinen Reisevorbereitungen mal einen im nordwestlichen Teil der Stadt gesehen zu haben. Zuvor halte ich noch schnell bei einem ATM, um mein Bargeld ein wenig aufzustocken, man kann ja nie wissen. Nachdem ich ein wenig in der Gegend herumgefahren bin und dabei festgestellt habe, dass Las Vegas abseits des Strips sehr unspektakulär aussieht, finde ich tatsächlich einen In-N-Out Burger. Dort bestelle ich mit natürlich wieder einen Double-Double Animal Style und während ich in der Nähe des Tresens auf mein Essen warte, spazieren ein paar Cheerleader der in der Nähe gelegenen Palo Verde High School herein. Da sie direkt vor mir stehen bekomme ich natürlich mit, was für oberflächliche Banalitäten besprochen werden und fühle mich gleich wieder in meine Zeit als Highschool Schüler in Michigan zurückversetzt. Herrlich! Anschliessend statte ich einem in der Nähe gelegenen Buchladen einen Besuch ab, langweilige mich aber recht schnell. Ich beschliesse, zu meinem Hotel zu fahren. Es ist zwar noch immer ordentlich vor der offiziellen Check-In Zeit, aber vielleicht ist meine Suite schon bereit. Ja, ihr habt richtig gelesen. Nach alle den günstigen Unterkünften übernachte ich heute in einer Suite, die ironischerweise die günstigste Übernachtung auf der ganzen Reise sein wird. Aufgrund eines Fehlers im Buchungsystem habe ich statt $259 plus Taxen nur $34.47 inklusive aller Taxen zahlen müssen. Ich bin gespannt, ob beim Check-In noch etwas nachbezahlt werden muss.

20 Minuten später erreiche ich das Platinum Hotel & Spa, nur einen Block östlich des Strips. Ich fahre einfach ins Parkhaus und stelle meinen Trailblazer in den ersten Stock, obwohl es hier nur Valet Parking zu geben scheint. Schnell ein paar Sachen mitgenommen und auf geht es zur Rezeption. Meine Suite ist schon fertig und beim Check-In stelle ich mich blöd, als die Dame nach meiner Kreditkarte fragt. Ich frage, ob die Karte nur für Extra-Ausgaben wie Telefongespräche oder Minibar sei, da mein Zimmer ja schon komplett bezahlt sein sollte. Ich hätte noch nie über diesen Anbieter gebucht und wüsste nicht, ob das auch wirklich geklappt habe. Sie bestätigt, dass das Zimmer bereits bezahlt ist und drückt mir zwei Schlüsselkarten in die Hand. Mit dem Aufzug fahre ich ein paar Stockwerke nach oben und betrete meine Suite. Nicht schlecht für $34.47 an einem Freitag Abend in Las Vegas.

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Nachdem ich meinen ganzen Kram in die Suite geschleppt habe, verlasse ich das Hotel Richtung Strip. Auf dem Weg dorthin stoppe ich noch schnell beim Ellis Island Casino vorbei. Dort soll es nicht nur ein extrem günstiges Steak-Special sondern auch eigens gebrautes Bier um nur einen Dollar geben. Wie es der Zufall so will, liegt das Casino in unmittelbarer Nähe zu meinem Hotel.

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Nachdem ich noch keinen Hunger habe marschiere ich anschliessend direkt weiter zum Strip. Vom ehemaligen Flamingo Hilton schlendere ich auf der östlichen Seite des Strips hinauf bis zum Venetian, rüber zum Treasure Island und auf der westlichen Seite wieder hinunter bis zum Bellagio. Dabei stelle ich fest, dass mir die älteren und viel kleineren Casions deutlich besser gefallen als die riesigen Casino-Bunker, die sich gegenseitig mit Superlativen zu übertreffen versuchen. Vom Bellagio quere ich den Strip Richtung Planet Hollywood. Inzwischen habe ich genug gesehen und Hunger und Durst macht sich bemerkbar. Dennoch beschliesse ich, noch schnell einen Abstecher zum MGM einzulegen, um dort den genauen Ort des KÀ Theatres ausfindig zu machen. Ich bin nämlich im Besitz einer Karte für die 21.30 Uhr Vorstellung von Cirque du Solei KÀ. Bei der Karte habe ich ebenfalls ein Schnäppchen gemacht, denn sie kostet lediglich $57.25 für einen Platz, bei dem man normalerweise das doppelte bezahlen müsste. Nach einer ewig erscheinenden Herumhatscherei ist das Theater gefunden und ich mache mich zu Fuss über die Koval Lane auf zum Ellis Island Casino.

Etwa 20 Minuten später erreiche ich mein Ziel und stelle mit Bedauern fest, dass das Restaurant dort schon regelrecht belagert wird und man mit einer langen Wartezeit zu rechnen hat. Ich lasse mir also ein Nummer geben und setzte mich an eine Penny-Slotmachine. Nach etwa 10 Minuten habe ich meinen Einsatz bereits fast verachtfacht (aus $1.00 wurden $7.83). Statt meinen Gewinn mitzunehmen spiele ich weiter, verliere natürlich wieder alles und nachdem ich noch zwei weitere Dollarnoten in den Automat gesteckt und verloren habe, beschliesse ich mein Geld stattdessen vernünftiger an der Bar anzulegen. Für einen läppischen Dollar bekommt man hier nämlich 20 Unzen (= 591ml) eines von vier vor Ort frisch gebrauten Bieren serviert. Ich setzte mich an die Bar, bestelle mir ein Weizen und schau mir irgendein Football-Spiel zwischen zwei Wald-und-Wiesen-Colleges im TV an. Nach einiger Zeit bestelle ich mir noch ein Weizen, ruf der Kellnerin noch hinterher, dass ich dieses mal aber keine Zitronenscheibe in meinem Bier sehen möchte, und habe kurze Zeit später ein Weizen mit gleich zwei Zitronenscheiben vor mir stehen. Ich sehe mir mehr oder weniger interessiert das Football-Spiel weiter an als sich plötzlich die Dame neben mir zu mir rüberlehnt und mit mir zu reden beginnt. Der Typ neben ihr habe sie ständig angegraben, ich hätte das sicher mitbekommen. Jetzt sei er gerade abgelenkt und sie würde die Chance nutzen, von ihm loszukommen. Sie sieht aus wie eine etwas ältere Version von Kim Cattrall, die in der Serie „Sex and the City“ die sexbesessene Samantha Jones verkörpert. Sie erzählt mir, dass sie von der Ostküste stamme, vor vielen Jahren der Liebe wegen nach Los Angeles gezogen sei und jetzt ein Dessous-Geschäft in Las Vegas führe. Es entwickelt sich ein recht interessantes Gespräch über Gott und die Welt und weil im Barbereich die aufgerufenen Nummern für den Restaurant-Bereich nicht zu hören sind, verpasse ich prompt meine Nummer. Glücklicherweise bekomme ich aber dennoch sofort einen Tisch zugeteilt und bestelle natürlich das 10 Unzen Sirloin Special mit Salat und Beilagen für schlappe $4.95. Natürlich kann man um den Preis die Qualität nicht mit einem waschechten Steakhouse vergleichen, aber ich bin mit dem Gebotenen sehr zufrieden. Da man im Restaurant-Bereich nicht beim Spielen sein Geld verlieren kann, kostet das Bier dort etwas mehr, $1.50 um genau zu sein. Nachdem ich mir den Bauch vollgeschlagen habe probiere ich an der Bar noch ein Glas Amber-Ale und muss dann nach einem Blick auf die Uhr Hals über Kopf aufbrechen. Es ist bereits 20.45 Uhr und um 21.15 Uhr muss ich im KÀ Theatre auf meinem Platz sitzen, da sonst meine Karte verfällt.

Schnellen Schrittes marschiere ich Richtung MGM. Glücklicherweise habe ich zuvor die genaue Lage des KÀ Theatres ausgekundschaftet, sonst würde ich sicherlich zu spät kommen. Beim KÀ Theatre steht schon eine lange Schlange vor dem Einganz und zu allem Übel muss ich noch notfallmässig auf die Toilette. Punkt 21.10 verlasse ich das stille Örtchen und laufe wieder Richtung KÀ Theatre. Da sich auf dem Gang zwischen den Slot-Machines ein lange Schlange gebildet hat, umgehe ich diese einfach rechterhand hinter den Slot-Machines und stehe keine Minute später vor einem Herrn, der meine Karte Punkt 21.14 Uhr einscannt. Das war knapp! Anschliessend begebe mich auf meinen Platz und warte, bis die 90-minütige Show beginnt. Kurz nach 23.00 Uhr ist die tolle Show vorbei, das hat sich auf jeden Fall gelohnt, wenn auch „O“ besser sein soll.

Zu Fuss mache ich mich auf den Weg nach Hause, ist noch immer drückend heiss. Aus meinem Auto hole ich mir noch schnell ein paar Bier aus dem Cooler und mache es mir in meiner Suite auf der Couch gemütlich. Ich muss morgen zwar schon kurz nach 4.00 Uhr aufstehen, wenn man aber schon mal eine Suite zur Verfügung hat, sollte man diese doch wenigstens ein paar Minuten ausnützen. Gegen 01.00 Uhr bin ich dann hundemüde und schmeisse mich ins Bett. War wieder ein langer aber toller Tag.

Gefahrene Meilen: 216.4

Tag 02 – Auf der Jagd nach dem Panoramafoto

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Route:  Im Uhrzeigersinn um die Bucht von San Francisco
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Noch bevor der Wecker um 8.00 Uhr klingelt bin ich schon wach. Ich probiere noch einmal vergeblich, WLAN doch zum Funktionieren zu überreden. Immerhin gelange ich dieses mal bis zum Login-Bildschirm, aber der Username, den mir der Typ gestern Nacht gegeben hat, scheint nicht zu existieren. Ich gönne mir eine Rasur und hüpfe schnell unter die Dusche. Gegen 8.45 Uhr mache ich mich mich auf zur Rezeption. Der Typ von gestern ist natürlich nicht da und den anderen möchte ich deswegen nicht fragen. Vielleicht hätte der gestern mir seine WLAN-Zugangsdaten nicht geben dürfen und wird deswegen zuletzt noch wegen mir gefeuert.

Ich trinke also schnell einen Kaffee und einen Orangensaft, esse einen Muffin und zwei Scheiben Toast. Kein königliches Frühstück, aber das muss erstmal reichen. Schnell zurück ins Zimmer ein paar Sachen holen und schon geht es los Richtung meines ersten Ziels, der Great Mall of the Bay Area in Milpitas. Dazu fahre ich erst über die Bay Bridge nach Oakland, und dann über die I-880 runter nach Milpitas. Natürlich stoppe ich erst auf der Yerba Buena Island in der Mitte der Bay Bridge, um das eine oder andere Foto der San Francisco Skyline zu schiessen.

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Hier macht sich wieder die alte Weisheit bezahlt, wirklich auch in der grössten Pampa bei allen Stop-Schildern zu einem vollen Stopp zu kommen, auch wenn weit und breit kein anderes Auto zu sehen ist. Als ich nämlich nach dem Schiessen des obigen Fotos über eine andere Strasse zu einer kleinen Kreuzung komme, die ich vor wenigen Minuten überquert habe, sehe ich einen Cop am Strassenrand parken, der sehr von Bäumen verdeckt, eine Auge auf die Kreuzung wirft.

Weiter geht es über die restliche Bay Bridge und über die I-880 nach Milpitas. Die Fahrt ist recht unspektakulär und bietet keine besonderen visuellen Leckerbissen. Mein erster Stopp gilt einem Walmart, um mich dort mit einem seit Jahren bewährten Weggefährten, dem Cooler, zu versorgen und neben allerlei Getränken kaufe ich auch eine Dose Fix-a-Flat. Hoffentlich werde ich die während meiner Reise nie benötigen.

Nachdem es nun bereits 11.30 Uhr ist, führt mich mein Weg zu einem In-N-Out Burger. Das ist kein gewöhnlicher Burger Laden, sondern hier wird alles frisch geliefert, nichts wird eingefroren und man kann sogar zuschauen, wie aus ganzen Kartoffeln die Pommes gemacht werden. Auch werden den Angestellten für solch typische Minimum-Wage-Jobs vernünftige Gehälter gezahlt. Neben der Eingangstüre findet sich ein Hinweis, dass noch Personal zu $10 die Stunde gesucht wird. Das Menü ist sehr simpel gehalten, es gibt eigentlich nur drei verschiedene Burger, Pommes nur in einer Grösse und natürlich diverse Softdrinks. Was der normale Tourist nicht weiss ist aber, dass man sich mit “geheimen” Bestellcodes seinen Burger individuell zusammenstellen kann. Einfach mal im Internet nach “Secret Menu” und “In-N-Out Burger” suchen, da finden sich die ulkigsten Kombinationen. Ich lasse es erstmal vorsichtig angehen und bestelle mir nur einen “Two by Two Animal Style”. Wirklich toll!

Weiter geht es zu meinem eigentlichen Ziel, der Great Mall of the Bay Area. Hier finden sich vornehmlich Outlet-Geschäfte. Da sie sich aber nicht Outlet Mall nennt, treiben sich hier vornehmlich Locals herum. Ich mache die Runde und nach etwa 3 Stunden Shoppen bin ich um ein paar Schuhe ($27.06), eine Jeans ($21.64) und eine kurze Hose ($15.38) reicher. Tolle Schnäppchen wie ich finde.

Nun geht es zurück nach San Francisco, dieses mal aber über die US-101 wo ich mich in den “49 Mile Scenic Drive” einklinken will. Dieser ist bei Lake Merced schnell gefunden, es ist aber streckenweise schwer, ihm zu folgen. Dies weil ich einerseits keine Karte dabei habe und andererseits einige Spassvögel hin und wieder ein paar Schilder als Souvenir mitnehmen. Im Golden Gate Park halte ich kurz an, um ein Foto mit Tretbootfahrern und einer kleinen Steinbrücke im Hintergrund zu schiessen, als mir plötzlich ein kleines Tier auffällt, das emsig dabei ist, sich eine Höhle zu graben und den Dreck aus dem Loch zu schieben. Den Zähnen nach zu urteilen, scheint es zur Familie der Biber zu gehören. Ist es eine Biber- oder Bisamratte?

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Weiter geht es dem Scenic Drive entlang zu den Twin Peaks. Als ich da zwei Mal von Route abkomme beschliesse ich, auf den Scenic Drive zu pfeifen, und einfach so hochzufahren. Oben angekommen schiesse ich nur schnell eine paar Fotos. Die Aussicht ist zwar toll, aber für meinen Geschmack sind viel zu viele Menschen anwesend, um das wirklich geniessen zu können. Die Touristenbusse mit den laufenden Motoren, um im ohnehin nicht heissen San Francisco den Innenraum kühl zu halten, tragen ihr Übriges zur “Atmosphäre” bei.

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Ich orte einen weiteren Hügel, der auch gute Ausblicke zu bieten scheint, und beschliesse, diesen zu finden. Auf der Suche danach fahre ich am Buena Vista Park vorbei und als alter Spanier weiss ich natürlich, dass Buena Vista Park kein schlechter Name für einen guten Aussichtspunkt ist. Schnell raus aus dem Auto, rein in den Park und ein nettes Foto der mit etwas Nebel behangenen Golden Gate Bridge geschossen.

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Auf dem Weg zurück zum Auto orte ich mein eigentliches Ziel, den Corona Heights Park an der Ecke Roosevelt & Museum Way, und keine zehn Minuten später stehe ich schon auf der Spitze des Aussichtspunkts und geniesse den im Vergleich zu den Twin Peaks nicht ganz so tollen Ausblick wie, dafür ist aber niemand ausser mir vor Ort. Das schreit geradezu nach dem ersten Einsatz des Gorillapods. Den klammere ich auf einem Felsen fest und schiesse einige Fotos von mir. Da ich ja von Natur aus sehr “fotogen” bin, müsste ich eigentlich alle 12 geschossenen Fotos gleich wieder löschen. Eines möchte ich dann aber doch schon veröffentlichen mit dem warnenden Hinweis, keine Fotos von sich zu schiessen, wenn man dabei ohne Sonnenbrille und mit Kontaktlinsen in Richtung Sonne sehen muss und einem der Wind nur so um die Ohren und vor allem durch die Haare pfeift :-) .

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Inzwischen macht sich wieder der kleine Hunger bemerkbar. Da bietet es ich natürlich an, schnell mal nach Haight Ashbury zu fahren, um mir beim Rosamunde Sausage Grill ein typisches amerikanisches Hotdog-Brötchen mit Wildschweinwurst zu kaufen, getoppt mit jeder Menge gegrillter Zwiebel und scharfer Paprika. Ein Gedicht!

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Erst möchte ich noch ein weiteres Brötchen mitnehmen, dieses aber mit geräuchertem Lamm, und mich damit zu Fuss zu den Painted Ladies am Alamao Square zu machen. Weil aber von Osten ein fieser Nebel einzieht und die Sonne gänzlich verdeckt, fahre ich stattdessen zum nächsten Safeway, um dort ein paar Einkäufe zu tätigen.

Zurück im Hotel gegen 20.30 Uhr mache ich mich auf den Weg, um schnell im benachbarten Presidio Theatre zu sehen, was da für Filme laufen. Meist beginnen die Spätvorstellungen ja gegen 20.45 Uhr. Beim Kino auf der Chestnut Street angekommen stelle ich aber fest, dass ich bis 21.50 Uhr warten müsste, dazu habe ich nun echt keine Lust mehr. Ich streife also noch ein wenig die Chestnut runter und finde ein tolles Café namens “The Grove” in dem massenhaft Leute mit ihren Notebooks sitzen. Da werde ich morgen mal vorbei schauen, falls sich die WLAN-Problematik im Hotel nicht löst. Zurück im Hotel mit einem bereits gekühlten Sixpack Samuel Adams Summer Ale möchte ich mit dem Reisebericht über den gestrigen Tag beginnen, bin aber so hundemüde, dass ich einschlafe, bevor überhaupt das erste Wort geschrieben ist (”nur schnell mal aufs Bett liegen und die Augen ausruhen”).

Gefahrene Meilen: 144.9