Tag Archiv für 'Motel 6'

Tag 08 – Ab in die Wüste

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Route:  Yreka, CA - Lassen Volcanic National Park - Reno, NV
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Bereits um 6.30 Uhr bin ich wieder wach und beginne gleich damit, meine Koffer fertig zu packen. Das meiste habe ich zwar schon gestern erledigt, weil aber gerade im TV „Scent of a Woman“ läuft, werde ich ständig abgelenkt. Huah! Wenigstens komme ich in den zahlreichen Werbepausen voran. Ein vorsichtiger Biss in die kalte Pizza von gestern offenbart mir, dass sie auch kalt noch gut schmeckt und nach dem Motto „ess ma ois zamm“ meiner verstorbenen Wiener Grosstante bleibt letztlich nur eine leere Pizza-Schachtel übrig. Gegen 9.00 Uhr ist der Film endlich fertig und ich schon längst abfahrbereit. Schnell alles ins Auto geschleppt, den Trailblazer an der nächsten Tanke gefüllt und los geht die Fahrt Richtung Reno. Da ich in den letzten beiden Tagen die West- und Südseite des Mount Shasta gleich zwei mal gesehen habe beschliesse ich, den Berg auf der entgegengesetzten Seite zu umfahren. Laut Karte führt auf der nordöstlichen Seite eine Dreckstrasse namens Military Pass Road um den Berg herum. Bei Grenada fahre ich also von I-5 und nehme den 99-97 Cut-Off, der direkt Richtung Mount Shasta führt und tolle Blicke bietet.

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Bevor der 99-97 Cut-Off auf die US-97 trifft, fahre ich rechts ab und folge über eine Dreckstrasse dem Wegweiser Richtung einer Kupfer-Grube. Das könnte es tolle Fotomöglichkeiten geben. Leider ist die Grube durch einen Zaun abgeschottet, deswegen fahre ich noch ein wenig in der Gegend herum, ob sich nicht vielleicht irgendwo ein per Strasse erreichbarer, erhöhter Aussichtspunkt mit Blick auf den Mount Shasta finden lässt. Nach etwa 15 Minuten gebe ich das Vorhaben auf, schiesse noch schnell ein Foto und fahre zurück zum 99-97 Cut-Off.

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Die Fahrerei auf der Military Pass Road ist recht interessant, von angenehm zu fahren über Waschbrettstrecke bis Sandpiste ist alles vorhanden.

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Vor allem der Blick auf den Mount Shasta ist toll.

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Scheinbar darf hier an einigen Ecken jeder Holz für den Eigenbedarf fällen, sogar vom zugegeben nicht ganz so weit entfernten Oregon steht ein Truck mit Anhänger am Strassenrand und daneben sägt gerade der Herr des Hauses einen Baumstamm auseinander, während die Damen des Hauses im Schatten sitzen und Diet Coke trinken. Nach etwas mehr als einer Stunde Spass auf der Military Pass Road biege ich auf die CA-89 ab, auch bekannt als Volcanic Legacy Scenic Byway. Von Vulkanen ist hier aber nichts mehr zu sehen und Landschaft entlang der Strasse nur mässig interessant. Immerhin gibts scheinbar endlose Rolling Hills, die ab und zu mal von einer Kurve abgelöst werden. Auch nicht schlecht! Die Fahrt wird von einer grösseren Baustelle mit 20 Minuten Wartezeit unterbrochen. Schon lustig. In den letzten 18 Jahren USA-Urlaub habe ich noch nie einen Pilot-Car gesehen und kaum im Reiseführer von Grundmann davon gelesen, habe ich es hier schon mit dem zweiten zu tun. Gegen 14.00 Uhr treffe ich endlich beim Nordeingang des Lassen Volcanic National Park ein. Der Lassen Peak Highway ist recht interessant und wird vor allem in der Nähe des Lassen Peaks wirklich schön. Beim Trailhead zum Lassen Peak halte ich auf dem riesigen Parkplatz an, und bereite mich auf die Wanderung vor. Angesichts der Massen kann es sich nur um eine Touristenstrecke handeln, deswegen verzichte ich auf Rucksack und Wanderschuhe, montiere meine in San Francisco neu gekauften Trail Running Schuhe und packe nur ein paar Wasserflaschen ein. Laut meinem Wanderführer bin ich in vier Stunden wieder beim Auto. Bei lediglich 8 Kilometern hin und zurück und einem Höhenunterschied von etwas mehr als 600 Metern bis zum 3′187 Meter hohen Gipfel kann das meiner Einschätzung nach doch nicht mehr als drei Stunden dauern. Beim Informationsschild zu Beginn der Wanderung steht was von 5 Stunden, die spinnen doch! Ich sprinte also los und schon nach wenigen Schritten merke ich: Das wird schwer! Meine Oberschenkel brennen bei jedem Schritt, die sind wohl noch vom Mount Shasta gezeichnet. Schnell aber nicht ganz so schnell wie geplant geht es voran, das Ziehen in den Beinen wird zur Routine. Nach 65 Minuten bin ich schon auf dem Gipfel und geniesse den Ausblick. Nicht schlecht für so wenig Anstrengung.

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40 Minuten und ein paar Fotos später bin ich schon wieder beim Auto und wundere mich, wie man für die Wanderung ernsthaft vier bis fünf Stunden veranschlagen kann. Wie dem auch sei, noch ein Foto des Lassen Peak vom Helen Lake geschossen, und weiter geht die Fahrt.

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Kaum auf Gas getreten bin ich schon auf dem Parkplatz der Bumpass Hell. Obwohl weniger als 5 Kilometer hin und zurück und nur 100 Höhenmeter zu bewältigen wären, verzichte ich wegen Zeitmangels auf die Bumpass Hell. Eigentlich schade, auf den Fotos sieht sie wirklich toll aus. Die Fahrt geht weiter und mit den Sulphur Works, die direkt an der Strasse liegen, komme ich dann doch noch zu meinen thermischen Bereich mit dem Duft von vor sich faulender Eier in der Luft.

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Anschliessend heisst es, möglichst schnell Meilen zu fressen, um bei Zeiten in Reno anzukommen. Die Fahrt Richtung Susanville ist recht interessant, vor allem als es beim Lake Almanor vorbei geht. Wie alle Seen in der Gegend ist auch hier der Wasserstand auf einem Rekordtief. Kein Wunder, dass überall Schilder mit “Save Lake Almanor” zu sehen sind. Extrem faszinierend finde ich die letzten Meilen vor Susanville. Die Strasse weisst plötzlich ein starkes Gefälle auf und innert weniger Minuten befindet man sich statt in einem Nadelwald plötzlich in einer Halbwüste. Dass der Übergang so schnell gehen kann, ist kaum zu glauben.

Auf der US-395 geht es weiter Richtung Reno. Die Sonne geht gerade unter, deshalb bieten sich mir fantastische Farbenspiele. Ich bin gefesselt von der Landschaft und bin schneller als erwartet in Reno. Von der US-395 runter auf dem Weg zum Motel mache ich einen kurzen Abstecher zu den Booze Brothers. Wie man weiss, ist das das Geschäft mit dem grössten Bier-Angebot in Nord-Nevada. Als ausgewiesener Experte greife ich natürlich zum Anchor Steam Porter. Anschliessend checke ich ins Motel 6 Virginia Plumb ein, hüpfe schnell unter die Dusche und möchte mich dann zu Fuss erst zu den Century Theaters 16 aufmachen um zu sehen, ob mich der eine oder andere Film interessiert, und mir vor dem Filmstart im Sushi Pier II den Bauch mit leckerem Sushi zu füllen. Dort wo ich das Kino und die Sushi Bar vermute, ist aber nichts dergleichen auszumachen. Ein Kino mit 16 Sälen kann doch nicht so schwer zu finden sein. Auf der anderen Strassenseite scheint die Park Lane Mall geschlossen zu sein, zumindest ist alles dunkel und Autos parken dort auch keine. Nach 15 Minuten Sucherei verliere ich die Geduld, setze mich in den Trailblazer und mache mich auf zu Sushi Pier I. Die Adresse weiss ich zwar nicht mehr, kann mich aber erinnern, es vor Wochen mal auf der Karte an der Ecke East Plumb Lane und US-395 lokalisiert zu haben. Das ist ja gerade mal etwas mehr als eine Meile entfernt. Beim Vorbeifahren ist aber kein Sushi Pier auszumachen, und nach einem unfreiwilligen Abstecher über den Renoer Flughafen auch nicht bei der Rückfahrt. Das Lokal kann sich nur noch in der Strip Mall südlich der East Plumb Lane verstecken. Also ein U-Turn gemacht, in die Strip Mall eingebogen und siehe da, auf der Rückseite finde ich tatsächlich den Sushi Pier. Es ist kurz vor 21.00 Uhr und ich habe Hunger. Das Lokal ist wirklich klein. Ich schätze, dass dort vielleicht 25 Personen Platz finden dürften. Ich setze mich an die Bar und bestelle All-You-Can-Eat-Sushi um $17.95.Auf die Frage, was ich denn genau wolle, sage ich dem Sushi Chef nur, dass er mir alles geben könne ausser Sushi mit Ei und Krebsersatz. Kurze Zeit später geht das Feuerwerk schon los, ein Teller nach dem anderen wird vor meine Nase gesetzt, ich komme mit dem Essen fast nicht mehr nach. Da das Lokal um 21.30 Uhr schon schliesst, erfolgt kurz davor die letzte Offensive und ich werde mit Tellern regelrecht zugestellt. Der Sushi Chef gibt sich Mühe, für Abwechslung zu sorgen. Neben Sushi gibts auch Maki und verschiedene Sushi-Rolls. Die letzten Teller leere ich nur noch mit Mühe. Weil das Essen aber absolut grossartig schmeckt, lasse ich nur eine paar Reiskörner in meinem Sojasosse/Wasabi-Dip zurück. Inklusive Eistee fällt die Rechnung mit $21.35 sehr bescheiden aus. Möchte gar nicht wissen, für welchen Gegenwert ich eben Sushi verputzt habe.

Auf jeden Fall fahre ich glücklich zurück ins Hotel und bin inzwischen so müde, dass ich gerade noch ein Achor Steam Porter trinke und zu müde für einen Tagesbericht mich dann schlafen lege.

Gefahrene Meilen: 329.7

Tag 05 – Der Husarenritt

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Route:  San Francisco, CA - Redwoods National and State Parks - Yreka, CA
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Heute liegt ein langer Tag vor mir. Wenn ich dem Routenplaner Glauben schenken kann, muss ich heute mit 11:30h reiner Fahrzeit rechnen. Deshalb habe ich mir gestern auch den Wecker auf 5.30 Uhr gestellt, um heute gegen 6.00 Uhr losfahren zu können. 6.00 Uhr wird es zwar nicht ganz, aber immerhin komme ich um 6.10 Uhr vom Hotel weg. Der erste Stopp erfolgt gleich direkt hinter der Golden Gate Bridge. Die Blue Hour ist wohl die beste Zeit, ein Bild der Brücke zu schiessen. Ausser mir weiss das aber scheinbar niemand, denn ich bin vollkommen allein. Während fast einer halben Stunde schiesse ich unzählige Fotos und als die Sonne aufgeht, taucht endlich auch ein weitere Fotograf auf.

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Ich könnte noch ewig dort stehen bleiben, um die Brücke in all ihren Farbnuancen zu fotografieren, aber ich habe ja noch einiges vor. Rein ins Auto und los geht die Fahrt, nur sollte ich langsam mal tanken gehen. Da das Benzin nördlich der Brücke deutlich billiger ist, schlage ich natürlich erst hier zu. Mit vollen Tank geht es dann auf der US-101 nach Norden. Auf der Gegenspur herrscht bereits um die Uhrzeit ein endloser Stau Richtung San Francisco. Unbeindruckt düse ich Richtung Norden. Bis wenige Meilen vor Phillipsville ist die Streck zwar streckenweise interessant, aber nichts, das mir lange in Erinnerung bleiben wird. Vor Phillipsville fahre ich aber von der US-101 ab auf die mehr oder minder parallel verlaufende “Avenue of the Giants”, die mich im Humboldt Redwoods State Park von einer Redwood Baumgruppe zur anderen bringt. Schon beindruckend muss ich sagen. Meine Nase berührt während der Fahrt fast die Frontscheibe, damit ich ja genug von den Bäumen mitbekomme. Nach etwa einer halben Stunde Staunen geht es wieder auf die US-101. Der Abstecher hat sich auf jeden Fall gelohnt. Jetzt knapp vor Eureka bekomme ich aber langsam Hunger, immerhin ist es schon 12.30 Uhr. Kurz bevor ich Eureka verlasse, fahre ich über die Brücke nach Samoa zum Samoa Cookhouse. Dabei handelt es sich um eine Art ehemalige Mensa aus dem vorletzten und letzten Jahrhundert für Holzfäller aus der Gegend, die aber seit vielen Jahrzehnten auch der Öffentlichkeit zugänglich ist. Es gibt keine Speisekarte sondern gegessen wird, was gerade gekocht wird. Man setzt sich einfach an einen der grossen Tische mit rot-weiss karrierter Tischdecke und schon steht die Kellnerin auf der Matte. Wie es sich für einen Holzfäller gehört, werden auch keine mickrigen Portionen aufgetischt, sondern man kann von allem so viel essen wie man möchte. Ich bekomme erst eine Kartoffelsuppe, gefolgt von einem Salat und anschliessend Short Ribs mit Bohnen, Erbsen und Pasta, und zum Dessert ein Stück Kuchen mit Café. Bei $10.95 für den ganzen Spass kann man wirklich nicht meckern. Das Essen schmeckt gut, nur die Pasta ist überkocht und meilenweit von “al dente”. Unterm Strich sicher eine Empfehlung wert, auch wenn man es eilig hat und eigentlich nur zu Fastfood greifen möchte. Ich verbinge nur eine halbe Stunde dort, obwohl ich alle Gänge mitmache und von den Short Ribs noch Nachschlag bestelle.

Mit vollem Bauch geht die Fahrt weiter zu den Redwoods National and State Parks, ein buntes Gemisch aus verschiedenen Parks, die sich allesamt die Redwoods im Mittelpunkt haben. Vorher wird in Eureka aber noch einmal der Tank meines Trailblazers gefüllt. Meine Fahrt führt mich erst zum Visitor Center, wo ich mir eine Karte des Parks abhole. Mit einem kleinen Umweg über den Newton B. Drury Scenic Parkway, auf dem ich mir für die Rückfahrt schon mal die interessanten Bäume merke, fahre ich vom Visitor Center direkt zum Mouth of the Klamath River Overlook. Was sich mir da bietet ist zwar recht nett, aber nicht so beindruckend wie die Bilder, die ich vorab schon schon im Internet bestaunt habe. Dennoch Foto schiessen, und weiter gehts zurück über den Newton B. Drury Scenic Parkway zum Fern Canyon.

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Dieses mal halte ich aber ein paar mal an, um das eine oder andere Bäumchen auf die Speicherkarte der Digitalkamera zu bannen.

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Die Strasse zum Fern Canyon führt über eine Dreckstrasse, erst durch den Wald hinunter zum Strand, dann diesem entlang und abschliessend durchquert man noch drei Bäche. Für selbige braucht man zwar kein Auto mit Schnorchel, aber ich kann mir vorstellen, dass die nach Regenfällen ordentlich Wasser führen. Teilweise ist die Strecke recht ruppig, aber das hindert scheinbar nicht viele daran, mit ihrem normalen PKW hinunter zu fahren. Der relativ grosse Parkplatz ist fast komplett voll. Sogar ein Miet-RV steht unten am Parkplatz, der Fahrer muss echt nicht ganz gebacken sein.

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Ich frage mich, ob der Fern Canyon die Fahrt wert ist. Ich bin da sehr skeptisch, denn die Bilder die ich bisher gesehen habe, sind nicht wirklich überragend. Überall wird er aber in höchsten Tönen gelobt und einer der Teilnehmer der Anchor Steam Brauerei-Tour vor zwei Tagen hat sogar am Bau des Trails mitgearbeitet. Am Strand angekommen muss ich zudem $6 für den Eintritt zum Park berappen, ich bin gespannt. Kaum aus dem Auto ausgestiegen und die ersten paar Schritte getan, orte ich schon das erste Highlight: Hier laufen doch tatsächlich stattliche Hirsche am Strand herum. Einer erschreckt gerade ein paar Touristen die glauben, dass die Schilder “Nicht zu Fuss den Hirschen nähern” nicht für sie gelten, indem er ein Stück mit vollem Karacho auf sie zuläuft und dann stehen bleibt. Ich finde das auf jeden Fall relativ lustig. Währendessen fotografiere ich den zweiten Hirsch, der sich das Treiben von der Distanz ansieht.

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Ein paar Schritte weiter befinde ich mich schon im Fern Canyon. Was ich sehe ist zwar relativ nett, aber nicht wirklich toll. Halt ein Haufen Farn das links und recht an der Wand hängt. Da ich aber schon mal da bin schiesse ich ein paar Fotos und fahre dann entlang des Strandes und durch den Wald zurück zur befestigten Strasse.

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Dort fahre ich ein kurzes Stück Richtung Eureka, biege dann aber relativ bald auf die Bald Hills Road Richtung Osten. Die ist zu Beginn geteert, mutiert dann aber im weiteren Verlauf zu einer Dreckstrasse. Lediglich der Abschnitt über die Bald Hills ist sehenswert, der aber so wirklich. Runderhum kann man Hügel ausmachen, die dicht von Bäumen bewachsen sind, nur die Bald Hills sind kahl und vornehmlich mit gelbem Gras bewachsen. Gefällt mir sehr gut.

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Es geht unspektakulär runtert zum Bigfoot Scenic Highway. Unspektakulär deshalb, weil nach den Bald Hills links und rechts Bäume die Strasse säumen und man ausser der Strasse nichts sehen kann. Der Bigfoot Scenic Highway gibt schon mehr fürs Auge her, und als ich dann vor Somes Bar auf die Salmon River Road abbiege bin ich restlos begeistert. Die Farben, einfach grossartig! Dieses gelbe Gras, braune Felsen, rote Erde, grüne Bäume und der wilde Salmon River als ständiger Begleiter, einfach grossartig! Ich kann mich gar nicht sattsehen. Schade nur, dass die Sonne schon tief steht und nicht mehr bis ins Tal hinunter scheint. Deswegen gelingen auch keine Fotos, die das geschriebene wiederspiegeln können. Als ich dann bei Forks of Salmon auf die Sawyers Bar Road abbiege trifft mich vor Begeisterung glatt der Schlag: Die Strasse ist nun einspuring, schlängelt sich kurvenreich ohne irgendwelche Leitplanken hoch oberhalb des Flusses entlang. Das in Kombination mit dem Farbenspiel macht einfach Spass und Laune zum Fahren, obwohl ich schon so lange unterwegs bin. Wirklich grossartig! Als ich mich langsam Etna nähere habe ich erst das Gefühl, dass die Landschaft nun nachlässt, doch dann windet sich die Strasse steil nach oben und führt über einen Pass von dem ich noch im letzten Licht den Mond über den Trinity Alps bewundern kann. Fantastisch, in die Gegend werde ich sicher noch einmal kommen!

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Im Dunkeln fahre ich die letzten Meilen noch nach Yreka, wo ich gegen 21.15 Uhr eintreffe und gleich im Motel 6 einchecke. Nachdem ich mehr als 15 Stunden unterwegs gewesen bin habe ich keine Lust mehr, irgendwo etwas essen zu gehen. Zudem bin ich noch immer satt vom Somoa Cookhouse. Ich verschiebe den Besuch im benchbarten Black Bear Diner auf das Frühstück und schlafe schnell tief und fest.

Gefahrene Meilen: 524.9